Hier rollt die dritte Generation der Mercedes
M-Klasse heran. Die Baureihe W 166 ist ein mächtiges Trumm geworden und überragt den Vorgänger in Länge und Breite. Gleichzeitig setzt das SUV aber neue Bestwerte beim Verbrauch und bietet mehr Luxus und Komfort.
Mächtig steht der große steile Grill mit dem großen Stern im Wind. Kaum zu glauben, ...
... dass er mit einem cw-Wert von 0,32 den neuen SUV-Bestwert setzen soll. Wer modelltechnisch nicht ganz fest im Sattel sitzt, ...
... könnte den neuen ML auch mit dem
GL verwechseln – das Monster unter den
Mercedes-Offroadern.
Immer wuchtiger statt kleiner – ist das wirklich der richtige Weg? Schließlich verkauft sich der kompakte
GLK deutlich besser als ML und GL.
Doch weltweit wachse die Nachfrage nach großen SUVs, sagen die Mercedes-Strategen. Hauptmärkte sind China und die USA. Und natürlich wird er auch weiter in Europa angeboten. Allerdings ist er deutlich sparsamer als der Vorgänger.
Erstmals fährt die M-Klasse mit Vierzylinder-Diesel vor: ML 250 BlueTec statt ML 300 CDI. Gleiche Leistung (204 PS), gleiches Drehmoment (500 Newtonmeter), aber weniger Verbrauch (sechs statt 8,4 Liter). Das ergibt eine Verbrauchsreduzierung von fast 30 Prozent. Oder anders gesagt: nur noch 158 Gramm CO2 pro Kilometer. Ein Dinosaurier auf Diät.
Die Dieselversionen erfüllen serienmäßig die EU 6-Norm, Fahrzeugbesitzer profitieren dadurch künftig von Steuervorteilen. Möglich wird der geringe Stickoxid-Ausstoß durch den SCR-Kat, der mit Harnstoff-Einspritzung das Abgas reinigt. Die wässrige Flüssigkeit heißt Adblue und wird über einen zusätzlichen Einfüllstutzen (blau) getankt, ...
... der Tank selbst befindet sich in der Reserveradmulde.
Und viel Ausdauer hat er auch: Mit dem aufpreispflichtigen 93-Liter-Tank fährt der neue ML bis zu 1500 Kilometer weit. Rekord! Ein ganzer Strauß von Effizienzmaßnahmen macht den Diesel zum Geizhals. Dazu zählt auch ...
... eine spezielle Beschichtungs-Technologie für die Zylinderlaufbahnen, die Mercedes auch in den Hochleistungsmotoren von AMG anwendet. Die sogenannte LDS-Technik (Lichtbogen-Draht-Spitzen) reduziert die innere Reibung im Motor und damit auch den Verbrauch.
Landhaus-Charme: Die Cockpitgliederung der M-Klasse bleibt weitgehend erhalten.
Akkurat verarbeitetes Leder schmeichelt dem Auge. Die Ausstattung wird in Schwarz, Mandelbeige, Alpakagrau und Tobaccobraun (Abbildung) angeboten.
Die Zierelemente im Armaturenbrett und in den Türverkleidungen sind wahlweise in vier verschiedenen Holzvarianten oder Aluminium zu haben.
In der Mittelkonsole dominiert das große Comand-Display, mit dem Infotainment, Navigation und Kommunikation in der M-Klasse gesteuert werden. Der Mercedes ML lässt sich mit zahlreichen Fahrassistenten bis zum Nachtsichtgerät vollstopfen. Dazu gehört natürlich auch ein Internetzugang.
Neu in der Optionsliste ist das "On- und Offroad-Paket", das drei Straßen-Abstimmungen, zwei Gelände-Modi plus Automatik-Programm beinhaltet. Von BMW inspiriert scheint das ebenfalls aufpreispflichtige Active Curve System zu sein. Aktive Querstabis reduzieren die Wankbewegungen und steigern so Agilität und Fahrstabilität.
Ein Novum in der M-Klasse ist die Möglichkeit zur Verstellung der Lehnenneigung der Fondsitze und die Durchlademöglichkeit über die Armauflage, z.B. für den Ski-Transport.
Zum Modellstart bietet Mercedes drei Motorisierungen an: die Diesel ML 250 BlueTec (204 PS) und ML 350 BlueTec (258 PS) ...
... und den V6-Benziner ML 350 BlueEfficiency (306 PS). Dessen Verbrauch sinkt im Vergleich zum Vorgänger um 25 Prozent (8,5-8,8 Liter, Vorgänger: 11,4-12 Liter), die Leistung steigt von 272 auf 306 PS.
Die LED-Tagfahrleuchten sind in einer Chromspange im Stoßfänger integriert. Unterhalb der Kühlermaske schließt sich ein Unterschutz in Chromoptik an.
Die neu gestalteten Scheinwerfer verfügen optional über das Intelligent Light System (ILS), das die Lichtfunktionen automatisch an die Fahrsituation anpasst.
Die Rückleuchten sind jetzt zweiteilig und strahlen mit auffälliger Lichtleiter-LED-Technik.
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