Mit seinem Vorgänger will der neue Beetle nichts zu tun haben. Deswegen nennt er sich nur noch: The Beetle. Klingt irgendwie nach Highlander – es kann nur einen geben. Aber so lautete nun mal der Arbeitsauftrag, den die
VW-Chefdesigner Walter de Silva und Klaus Bischoff ihren Truppen vorgaben: "Entwerft ein neues Original!"
Ob dieser Auftrag gut umgesetzt wurde, entscheiden die Kunden. Ab September 2011 ist der Beetle zunächst in den USA und dann ab Oktober auch in Europa zu haben.
Mit einer Länge von 4,28 Meter und einer Breite von 1,81 Meter überragt der Beetle seinen 1998 vorgestellten Vorgänger deutlich (plus 15 cm, plus 8,4 cm). Nur bei der Dachhöhe büßt der Neue ein, misst nun mit 1,49 Meter exakt zwölf Millimeter weniger. Mit seiner eher coupéhaften Linie soll der neue Beetle seinen Stempel als weichgespültes Mädchenauto loswerden.
Der Beetle ist dank des vorderen Stoßfängers schon auf den ersten Blick als VW zu erkennen. Unterbrochen wird die VW-Designsprache von Beetle-typischen Rundscheinwerfern, die optional mit Bi-Xenon und LED-Tagfahrlicht in die Gegend blinzeln.
Ob der bei den stärkeren Motorisierungen serienmäßige Heckspoiler an den Bürzel des Ur-Käfer erinnert, sei dahingestellt. Auch die Rückleuchten dürften polarisieren, denn rund war gestern und vorgestern. Der neue Designweg bringt ovale, spitz zulaufende Leuchten und eine moderne Leucht-Charakteristik mit sich.
Auch im Innenraum ist alles neu. Die geringe Dachhöhe soll selbst groß gewachsenen Fahrern kein Problem bereiten. Dank der gewachsenen Abmessungen in Länge und Breite gibt es nun mehr Platz für die hinteren Insassen und der Kofferraum fasst 100 Liter mehr (310 Liter).
VW vespricht ein "unverwechselbares Cockpit". Ansichtssache. Die Frontblende der Instrumententafel sind lackierten oder in Carbon-Optik gehaltenen. Ab der Ausstattung "Design" sind die verstellbaren Lüftungsöffnungen und die Instrumente in Chrom eingefasst. Das gilt auch ...
... für die in der Armaturenmitte optimal im Blickfeld des Fahrers angeordneten und durch zwei Lüftungsöffnungen eingerahmten Audio- und Navigationssysteme.
Das hat was: Optional ist der Beetle mit einem nach oben öffnenden zusätzlichen Retro-Handschuhfach ausgestattet.
Ein weiteres Feature klassischer Natur sind die optionalen Zusatzinstrumente: Öltemperatur, Stoppuhr und Ladedruck. Das Gegenteil von retro ist das neue Schließ- und Startsystem Keyless Access. Wer es ordert, bekommt seinen Beetle ohne konventionelle Türschlösser oder Zündschloss.
Im Beetle kommt ein 6-Gang-Schaltgetriebe oder optional ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz.
Drei aufgeladene Benziner und zwei Diesel stehen für den Beetle zur Wahl. Den Einstieg machen je ein Otto und ein Selbstzünder mit 105 PS.
Der Benziner schöpft seine Kraft aus 1,2 Litern Hubraum und soll im Schnitt 5,5 Liter verbrauchen, der Diesel begnügt sich mit 4,3 Litern auf 100 Kilometer (1.6 TDI).
Darüber rangiert der 2.0 TDI mit 140 PS. Laut VW liegt sein Verbrauch bei 4,9 Litern, als Höchstgeschwindigkeit geben die Wolfsburger 198 km/h an.
Noch ein paar Schippen drauf legen die beiden Top-Benziner: Als Beetle 1.4 TSI (160 PS) muss der Fahrer mit einem ...
... Verbrauch von 5,9 Litern rechnen, dafür sind auch maximal 207 km/h möglich.
Rambazamba für den Beetle. Wie sich VW ins Zeug gelegt hat, um dem neuen Käfer-Nachfolger einen möglichst erfolgreichen Start zu verschaffen, sehen Sie
hier. Und ...