Spritfressende SUV sind ein heißes Eisen, seitdem die Benzinpreise durch die Decke stoßen und CO2-Debatten hitziger geführt werden. Besser sehen da die trendigen Geländegänger im Kompaktformat aus, die ...
... mit Dieselmotor Genuss ohne Reue versprechen. AUTO BILD hat den brandneuen Ford Kuga mit seinen Konkurrenten VW Tiguan, Kia Sportage, Toyota RAV4 und Honda CR-V verglichen.
Nach ganz vorne fährt in diesem Vergleich der VW Tiguan, der mit seiner Ausgewogenheit die meisten Punkte sammelt.
Am kultiviert-kraftvollen Common-Rail-Diesel führt in diesem Vergleich kein Weg vorbei: 140 PS und 320 Nm Drehmoment aus zwei Litern Hubraum ...
... schieben den Wolfsburger in glatten elf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Maximal sind 186 km/h möglich.
Volkswagen stellt den Tiguan in der "Sport & Style"-Ausstattung serienmäßig auf 17-Zöller. Die Bremsen dahinter bringen den Wagen aus Tempo 100 nach 37,7 Metern zum Stehen – der zweitbeste Wert dieses Vergleichs.
Bekanntes Bild: Die Armaturen gleichen denen des Golf Plus/CrossGolf bis ins Detail, ...
... die ordentliche Grundausstattung umfasst Klimaanlage, vier elektrische Fensterheber, beheizbare Spiegel und mehr. Das gute Raumangebot hinten wird nur noch vom Honda übertroffen.
Kleiner Helfer: Für 675 Euro Aufpreis parkt der Tiguan auch automatisch ein – funktioniert!
In den Kofferraum passen 505 bis 1510 Liter. Das ist in der Klasse der kompakten SUV guter Durchschnitt und etwas mehr als der Kuga verpacken kann.
Nicht ganz billig: Für den Tiguan 2.0 TDI "Sport & Style" verlangt VW 30.700 Euro.
Auf den zweiten Platz fährt der Ford Kuga, bei dem Handling und Motor überzeugen. Bei Platzangebot und Komfort hat der Kölner allerdings noch Luft nach oben.
Der Kuga wird von einem zwei Liter großen Vierzylinder-Turbodiesel in Bewegung gebracht. Das Aggregat schiebt den Wagen mit 136 PS und 320 Nm Drehmoment ...
... in 11,3 Sekunden aus der Parkposition auf Landstraßentempo. Spitze: 180 km/h.
Die Fahrwerkentwickler von Ford hatten offensichtlich den klaren Auftrag, sich am BMW X3 zu orientieren. Und sie haben ihre Hausaufgaben absolut erfüllt. Mit betont straffer Note fegt der Kuga um die Ecken, als sei er für die Rennstrecke gebaut.
Hinter diesen 18-Zöllern arbeiten die besten Bremsen des Vergleichs: Nach 36,5 Metern stoppen sie den Kuga aus Tempo 100.
Silberne Blenden sollen dem Ford-Cockpit einen modernen Anstrich verleihen, aber ...
... die Schalter und Knöpfe auf der Mittelkonsole sind nicht optimal bedienbar. Außerdem stören teilweise einfache Materialien und etwas lässige Verarbeitung den Eindruck.
Bequeme Polster laden vorne wie hinten zum Lümmeln ein. Man stößt jedoch eher an Grenzen als im Tiguan. Auch der neun Zentimeter kürzere Kia bringt seine Gäste großzügiger unter.
Bequem: Starten per Knopfdruck, der Schlüssel kann in der Tasche bleiben.
Nettes Detail: 220-Volt-Steckdose im Innenraum.
Ohne Aufpeis: zweiteilige Heckklappe für das Einwerfen kleiner Taschen.
Die Ladefläche ist bei umgeklappten Rücksitzlehnen durchgehend eben. Mit 410 bis 1405 Litern gehört der Kuga-Kofferraum nicht gerade zu den größten.
Inklusive der aufpreispflichtigen 18-Zöller verlangt Ford für den Kuga 2.0 TDCi 4x4 Titanium 30.730 Euro.
Platz drei geht nach Japan: Vor allem durch seine innere Größe kann der CR-V überzeugen, aber ...
... auch in Sachen Längsdynamik führt am Honda kein Weg vorbei: In 10,6 Sekunden sprintet der Wagen auf Tempo 100 und ...
... erreicht maximal 187 km/h. Verantwortlich dafür ist der mit 140 PS und 340 Nm Drehmoment stärkste Motor in diesem Vergleich.
Beim Bremsen sieht es nicht so gut aus: 40,1 Meter von 100 auf 0 km/h bedeuten den vorletzten Platz.
Der Honda hat modern gezeichnete Armaturen mit guter Bedienbarkeit und griffgünstig platziertem Schalthebel, ...
... die Insassen werden serienmäßig von Radio und Klimaanlage bei Laune gehalten.
Das darf nicht fehlen: Ablagen für Getränke und Aschenbecher für notorische Restwertsenker.
Sicherer unterwegs: Den Abstandsregeltempomaten gibt es ab 2950 Euro Aufpreis in Kombination mit dem Navi-Paket.
Die Sitze können mit zwei Handgriffen nach vorn geklappt werden, der Kofferraum wächst so von 524 auf 1532 Liter. Die zerklüfteten Seiten stören aber das Beladen.
Gute Idee: Der CR-V-Kofferraum lässt sich mit einem Zwischenboden unterteilen.
Honda ruft für den CR-V 2.2i CTDi DPF Executive einen Preis von 30.650 Euro auf. Darin inbegriffen sind die 18-Zöller für 1250 Euro.
Knapp geschlagen: Mit einem einzigen Pünktchen Rückstand verfehlt der Toyota RAV4 den Sprung aufs Siegertreppchen. Der Urvater der kompakten SUV ...
... wird von einem 2,2 Liter großen Vierzylinder unter Dampf gesetzt. 136 PS und 310 Nm Drehmoment reichen immerhin ...
.. für 11,1 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und den dritten Platz in der Sprintwertung. Spitze: 180 km/h.
Serienmäßig stellt Toyota den RAV4 auf 17-Zöller. Das Fahrwerk spendiert nur bei mäßigem Tempo ...
... noch genügend Komfort für die Passagiere. Bei schnellerer Gangart verliert man hier die Lust am Reisen.
Schwungvolles Cockpit mit ordentlicher Verarbeitung im Honda. Klimaanlage und Radio mit Sechsfach-CD-Wechsler sind Serie, die DVD-Navigation kostet 1540 Euro extra.
Gut fürs Gelände: Auf Knopfdruck wird die Kraftverteilung starr – bis 40 km/h.
Der gut nutzbare Kofferraum fasst zwischen 450 und 1750 Liter. Die Sitze der zweiten Reihe sind verschiebbar und leicht umzulegen, die Ladekante ist sehr niedrig, aber ...
... leider ist die Heckklappe rechts angeschlagen – das ist ungünstig.
Alles andere als ein Schnäppchen: Mit einem Preis von 31.200 Euro ist der Toyota RAV4 2.2 D-4D 4x4 Executive das teuerste Auto in diesem Vergleich.
Ginge es nur um den Preis, würde der Kia vom letzten auf den ersten Platz vorfahren: Die Koreaner verlangen für den Sportage 2.0 CRDi 4WD Champ 28.735 Euro – inklusive fünf Jahren Garantie!
Im Kia schlägt ein Dieselherz mit 140 PS und 305 Nm Drehmoment aus zwei Litern Hubraum. Damit geht der Sportage in 12,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und ...
... erreicht maximal 177 km/h. Das reicht in diesem Vergleich nur für den letzten Platz.
Sehr synthetisch: Die Lenkung verrät im Sportage nur sehr wenig über das Geschehen auf der Straße.
Auf diesen Plätzen sollte man nicht allzu viel Luxus erwarten, denn ...
... am Sportage-Arbeitsplatz steht eindeutig Funktionalität im Vordergrund. Trotzdem sind Radio und Klimaanlage serienmäßig mit an Bord.
Serienmäßig ab der Ausstattungslinie "Champ": ESP und starrer Kraftfluss auf Knopfdruck.
Einfach praktisch: Mit dem Umlegen der Fondlehne entsteht eine ebene Ladefläche, die den Kofferraum von 332 auf 1411 Liter erweitert.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.