Kaum gestohlen, schon in Polen? Fehlanzeige, denn Mercedes-Benz stellt den Supersportwagen SLR erst im Herbst auf der IAA vor. Und Robert Furtak hat sich in Polen einfach seinen eigenen SLR gebaut – auf Basis eines alten 500 SEC.
Kleines Vorbild: 18-mal kleiner ist das Modell, an das sich Furtak gehalten hat. Ausgemessen mit einer Schieblehre, die Maße vervielfacht – so einfach geht das.
Der Erbauer und sein Werk: Robert Furtak ist mächtig stolz auf seinen Flügeltürer. Nicht weniger als fünf verschiedene Kunststoffe müssen für das gewagte Heckleuchten-Experiment herhalten.
Der SLR verleiht Flügel: Markantes Zeichen sind die weit nach oben schwingenden Flügeltüren.
Der Meister am Lenkrad: Nicht nur die Außenhaut gleicht dem Original-SLR, auch das Interieur verblüfft mit Design und Verarbeitungsqualität.
Das Original: Mercedes-Benz will den SLR ab 2004 in kleinserie bauen. Stückpreis: ca. eine Million Euro. Der V8-Kompressormotor leistet 600 PS und beschleunigt den Supersportler auf 320 km/h.
Das klappert und knistert nix: Das Interieur im Furtak SLR erreicht mindestens Werksniveau.
Liebe zum Detail: Alles im Furtak SLR wurde so original wie möglich nachgebaut, auch die Armaturen.
An Präzision kaum zu überbieten: die Laser-geschnittene Führung des Wählhebels.
Besser ist's: An der Scheibe klebt zur Identifikation das Kennzeichen KO SLR01.
Der eindeutige Beweis auf Stuttgarter Abstammung: das Originaltypenschild eines Mercedes-Benz 500 SEC.
Bewährte Technik: Der Fünfliter-Achtzylinder von 1988 (ohne Katalysator) leistet 265 PS und bringt den Furtak SLR in gut sieben Sekunden auf Tempo 100.
Die Karosseriedetails sind einen Blick wert, ...
... denn sie sind komplett aus Blech gedengelt. Das ist die ganz hohe Schule.
Not macht erfinderisch: Der Türgriff stammt vom Fiat Barchetta.
Das Ergebnis jahrelanger Restaurationserfahrung: Die Heckpartie wirkt wie aus einem Guss.
Die Räder entsprechen nicht dem Vorbild, aber das Angebot an 20-Zöllern ist in Polen sehr begrenzt.
Hut ab, Herr Kirchenhistoriker: Die Krakauer Interpretation des Vision SLR ist handwerklich ausgezeichnet gelungen. Ohne Frage Furtaks Meisterwerk.
Furtak SLR in ganzer Pracht. Das nächste Bauvorhaben von Robert Furtak? "Der Maybach!".
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