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Galerie: Die besten Bilder aus Suzuka

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Sonntag: Bereits in den Morgenstunden war beim Blick auf die Ränge zu erkennen, dass es in Suzuka kein schöner Tag werden würde. Wie dramatisch sich die folgenden Stunden in Japan allerdings gestalten sollten, erahnte wohl noch niemand auf den trotz des starken Regens wie immer voll besetzten Tribünen.
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Jenson Button wurde dann wohl bereits bei der Fahrerparade klar, dass ihm und seinen Kollegen kein gemütlicher Tag bevorstand. Wenn schon die Spazierfahrt vor dem Rennen zum Kampf mit dem Regenschirm wird, verheißt das selten etwas Positives. Aber mal ehrlich: Wer kommt trotz Taifun-Warnung auch auf die Idee, die Präsentation der Piloten standesgemäß in offenen Oldtimern durchzuziehen.
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Dann mit Helm und Handschuhen immerhin ein wenig besser bekleidet, machten sich die 22 Piloten schließlich auf die lange Reise. Zunächst hinter dem Safety-Car... nach wenigen Runden wurde dann in der Boxengasse Aufstellung bezogen, da sich das Wetter nicht bessern wollte - wie an der Perlenschnur aufgereiht, warteten die Fahrer auf grünes Licht für den nächsten Versuch.
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Eine Zeltstadt in der Fastlane der Boxengasse sieht man auch nicht alle Tage. Suzuka und die Vorläufer des vor allem für Montagmorgen angekündigten Taifuns machten die Teams einfallsreich. Nach der anfänglichen Verzögerung hatte der Regen schließlich ein Einsehen und hörte zwischenzeitlich auf, sodass das Rennen nach weiteren Runden hinter Bernd Mayländers Safety-Car freigegeben werden konnte.
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Ein weiteres Problem neben den Wassermassen auf der Piste war jedoch auch die Sicht. Teilweise im Blindflug musste die Piloten den anspruchsvollen Fahrerkurs meistern, oftmals in der Gischt des Vordermanns. Dass auf Grund der späten Startzeit dann auch noch die Helligkeit schwand, war nicht gerade hilfreich. Williams' Chefingenieur Rob Smeldey berichtete nach dem Grand Prix vom dunkelsten Rennen, das er in 15 Jahren Formel 1 je erlebt hat.
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Für ihn war hingegen früh Feierabend: Fernando Alonso. Nach dem ganzen Wirrwarr am Samstag, als durch Vettels Bekanntgabe, Red Bull zu verlassen und der damit zusammenhängenen logischen Folge, dass der Deutsche bei Ferrari andockt, auch Alonso einmal mehr im Mittelpunkt stand, war der Sonntag für den Asturier eher ein kurzer Arbeitstag. Ein Elektronikproblem am Ferrari stoppte ihn und bestätigte ihn damit wohl noch weiter in seinem Vorhaben, die Scuderia am Jahresende zu verlassen.
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An der Spitze tobte hingegen wie so oft ein enges wie einsames Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Am Ende konnte der Deutsche seine Pole-Position vom Vortag jedoch nicht in den Sieg umwandeln. Zu groß waren bei Rosberg die Balanceprobleme, zu schnell war zeitgleich Hamilton direkt hinter ihm. Mit DRS auf der Start-Ziel-Geraden bahnte sich der alte und neue WM-Leader schließlich seinen Weg vorbei am Teamkollegen und an die Spitze.
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Kurz vor Schluss des Rennens wurden die Bedingungen in Suzuka durch erneut einsetzenden starken Regen dann wieder deutlich schwieriger. Gut zu erkennen: Es ist nichts zu erkennen! Für die Fahrer nach fast zwei Stunden eine regelrechte Tortur, verkam der Japan GP immer mehr zum Risikospiel und schlussendlich trat ein, was viele befürchtet hatten: Der große Knall.
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In Kurve sieben, direkt vor Streckenpostenturm Nummer 12, drehte sich Adrian Sutil mit Aquaplaning in die Reifenstapel. Zur Bergung des havarierten Saubers rückte anschließend ein Kranfahrzeug aus. In dieses rutschte wenig später der Marussia von Jules Bianchi, der eine Kopie des Sutil-Abflugs hinlegte - mit fatalen Folgen.
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Während Retter den schwer verletzten Bianchi versorgten, musste Adrian Sutil alles mitansehen. Der Deutsche weilte kurz nach seinem Aus natürlich noch am Unfallort, sah Bianchis Auto sogar auf den Kran mit den Streckenposten zukreiseln und warnte diese. Geschockt stand der Sauber-Pilot anschließend neben der Strecke und verfolgte die Bergung seines verunglückten Kollegen.
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Im Fernsehen war die Szene zunächst nicht ersichtlich. Charlie Whiting, seines Zeichens Renndirektor, hatte auf einem der vielen Monitore aber gesehen, was passiert war und unterbrach das Rennen postwendend, ehe es schließlich ganz abgebrochen wurde. Zudem schickte er neben dem Safety-Car auch das Medical-Car auf die Strecke, um Bianchis Erstversorgung sicherzustellen.
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Nach dem schlimmen Ende des Rennens waren auch die drei Erstplatzierten sichtlich geschockt. Mit betretenen Mienen betraten Sieger Hamilton, der Zweitplatzierte Rosberg und Sebastian Vettel auf Platz drei das Podium. Auf das Verspritzen von Schampus wurde angesichts der Vorfälle um Bianchi verzichtet. Die Fahrer zeigten sich vielmehr bestürzt über die schlechten Nachrichten, die alsbald zu ihnen durchdrangen.
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Samstag: Sonnenaufgänge können in Suzuka so schön sein - wenn der versammelte F1-Tross in Japan da allerdings schon gewusst hätte, was ihn noch so erwartet, an jenem 4. Oktober 2014... der Tag sollte es in sich haben, denn bereits vor dem dritten Training ließ Sebastian Vettel am morgen die Bombe platzen!

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Der Deutsche verlässt Red Bull am Ende der Saison. Nach vier Titeln und 38 Rennsiegen mit der Truppe aus Milton Keynes ist Schluss. Die Nachricht, die AUTO BILD MOTORSPORT exklusiv verkündete, verbreitete sich in den frühen Morgenstunden wie ein Lauffeuer. Dementsprechend groß war der Andrang auf Vettel in der Medienrunde des Heppenheimers...
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... und bei den Interviews nach dem Qualifying. Dass Vettel in diesem nur P9 belegte geriet zur Nebensache. Zweiter Hauptprotagonist am Samstag: Fernando Alonso (im Bild vorne) - der Spanier verlässt Ferrari nach fünf Jahren, voraussichtlich in Richtung McLaren-Honda. Vettel wird seinen Platz in Maranello einnehmen.
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Für ihn kam die Nachricht überraschend: Danil Kvyat (hinten) steigt im nächsten Jahr von Toro Rosso zu Red Bull auf, um dort Vettel zu beerben. Der junge Russe erfuhr davon beim Frühstück zwischen O-Saft und Cornflakes. "Kurz ist ihm ein bisschen blass um die Nase geworden", scherzte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko ob der Neuigkeiten.
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Blass geworden war den beiden Herren links am Abend zuvor aber wohl auch. Da hatte Vettel ihnen beim Abendessen mitgeteilt, dass sein Weg weg von Red Bull und hin zu Ferrari führt. Die Aufarbeitung der Ereignisse nahmen Marko (li.) und Teamchef Christian Horner (Mi.) mit keinem Geringeren in Angriff als Ex-Weltmeister Nigel Mansell (re.), der 1992 im Williams Champion wurde.
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Und auch diese beiden Herrschaften hatten ob der jüngsten Entwicklungen eine Menge zu diskutieren. McLarens Eric Boullier (li.) kennt Alonso noch aus gemeinsamen Renault-Zeiten bestens... McLaren-Boss Ron Dennis den Spanier von seinem ersten Gastspiel in Woking 2007 auch. Der Brite gilt jedoch als großer Skeptiker in Bezug auf eine erneute Alonso-Verpflichtung, weswegen es bei McLaren hinter den Türen gewaltig rumort.
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Dabei sah die Idylle von Suzuka am Samstag nach außen hin doch so friedlich aus. War am Qualifying-Tag immerhin nur der Wirrwarr um Vettel und Co. für Chaos verantwortlich, könnte dem beschaulichen Fleckchen Land in Japan am Sonntag noch etwas ganz anderes blühen: Ein Taifun hat Kurs auf die Strecke genommen und wird das Renngeschehen wohl durcheinanderwirbeln, in jedem Fall aber für Regen sorgen.
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Damit für den Fall der Fälle und einen möglichen Einsatz im Notfall auch alles glatt geht, übten die Streckenposten in Suzuka am Samstag tatsächlich schon einmal einen Reifenwechsel am Safety-Car. 'Full wets' ist das Stichwort, falls am Sonntag tatsächlich die Sintflut einsetzt. Doch nicht nur beim Schrittmacherfahrzeug gab Mercedes eine gute Figur ab...
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... auch auf der Piste waren die Stuttgarter einmal mehr nicht zu schlagen. Nico Rosberg sicherte sich souverän die Pole-Position vor Lewis Hamilton. Dieser hatte im Vormittagstraining in Kurve eins noch einen Abflug in die Reifenstapel. "Wenn er sein Auto ramponiert, braucht er sich nicht wundern, dass er hinter Nico steht. Nico hat eine super Runde hingeknallt", ordnete Mercedes-Boss Niki Lauda die Leistung seiner Schützlinge ein. Dritter am Samstag wurde Valterri Bottas (Williams).
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Freitag: Formel 1 im Zeichen des Riesenrads: Die Königsklasse gastiert zum beliebten Grand Prix in Suzuka - ab kommender Saison findet dort dann wie bereits Ende der Achtzigerjahre auch wieder das Heimrennen von McLaren statt, steigt bei den Briten doch Honda als Motorenlieferant ein. Mit neuer Power im Heck ist das Cockpit von Jenson Button (Bild) selbstredend begehrt... heißester Kandidat ist: Fernando Alonso!
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Der Spanier will Ferrari verlassen. Die schlechten Ergebnisse der jüngeren Vergangenheit und der Umbau im Teamhintergrund, wie etwa die Installation von Marco Mattiacci (li.) als neuem Teamchef, sollen den zweifachen Champion endgültig vergrault haben. Der Herr rechts im gestenreichen Gespräch mit Mattiacci ist übrigens kein Geringerer als Luis Garcia Abad, seines Zeichens (offenbar unzufriedener) Manager Alonsos.
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Doch wer kann Alonso bei Ferrari ersetzen? Viele Namen werden heiß gehandelt, einer ganz besonders. AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Sebastian Vettel verhandelt hinter den Kulissen mit den Italienern und soll schon zur Saison 2015 einen Wechsel nach Maranello in Erwägung ziehen - trotz gültigem Red-Bull-Vertrag. Doch so wie Alonso ist auch Vettel mit seinem aktuellen Team nicht mehr zufrieden.
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Ob es nur Zufall oder doch schon ein kleiner Fingerzeig ist, weiß wohl nur der Heppenheimer selbst. Passend zu den Ferrari-Gerüchten in Japan tritt Vettel am Wochenende nämlich mit rotem Helm an. Dieser Kopfschutz würde sich farblich doch sicher auch ganz gut in den roten Rennern der Mythosmarke aus Italien machen...
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Trotz aller Bewegungen auf dem Fahrermarkt - gefahren wurde am Freitag in Suzuka dann auch noch. Und sofort gab es Edelschrott, denn die anspruchsvolle Fahrerstrecke verlangt den Piloten alles ab. Daniel Ricciardo sogar ein bisschen zu viel, denn der Australier versenkte seinen Red Bull im Reifenstapel (Bild). Und auch Lokalmatador Kamui Kobayashi (Caterham) und Esteban Gutierrez (Sauber) flogen im Training ab.
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Viel besser lief es da natürlich beim Mann der Stunde. Lewis Hamilton, der die beiden letzten Rennen in Monza und Singapur gewinnen konnte und somit zur WM-Führung stürmte, führte auch am Freitag die Zeitenliste an. Nachdem im ersten Training noch Teamkollege Nico Rosberg die Nase vorne hatte, setzte der Brite die überlegene Pace des Mercedes in der zweiten Session in die Tagesbestzeit um.
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Dafür durfte sich der Weltmeister von 2008 anschließend auch gebührend von den Fans feiern lassen. In Japan sind diese traditionell besonders verrückt, wie auch dieser kleine Mini-Hamilton beweist. Seinem Idol ganz nah und mit Sonnenbrille trotzdem noch cooler als das Original, brachte der Knirps zum Treffen mit dem Mercedes-Star gleich noch eine Nachbildung von Hamiltons Hund in Form eines Plüschtiers mit. Die spinnen, die Japaner!
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Wie ein Teenie-Popstar kam sich wohl auch der Herr in der Mitte vor. Doch nein, unter der Kappe verbirgt sich nicht Justin Bieber. Max Verstappen lockte die Medienvertreter am Freitag reihenweise an! Mit seiner ersten Ausfahrt im Formel-1-Auto an einem offiziellen Formel-1-Wochenende, hatte der gerade erst 17-Jährige seinen Platz in den Schlagzeilen sicher.
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Lediglich auf der Strecke wollte es noch nicht ganz so gut laufen. Wenngleich die Zeiten des Holländers, der kommende Saison bei Toro Rosso zum Stammpiloten aufsteigt, sich sehen lassen konnten und Verstappen seinen Einsatz im ersten Training als respektabler Zwölfter und nur vier Zehntel hinter seinem zukünftigen Teamkollegen Danil Kyvat beendete, stoppte ihn ein Motorproblem vorzeitig.

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Und noch mehr frisches Blut war in Suzuka unterwegs... auch wenn dieses Gesicht dem ein oder anderen interessierten Motorsportfan aus Deutschland durchaus bekannt vorkommen dürfte. Roberto Merhi, Ex-DTM-Fahrer für Mercedes und in der Tourenwagenserie vor allem als Crash-Kid verschrien, pilotierte am Vormittag einen Caterham - und wurde 20., womit er immerhin beide Marussias schlug.