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Gebrauchter Golf VI im Test

VW Golf VI
Worauf sollten Autokäufer beim gebrauchten Golf VI achten? AUTO BILD hat ein zweieinhalb Jahre altes Modell getestet. Hier kommen die wichtigsten Tipps.

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VW Golf VI
Der von AUTO BILD getestete Golf ist ein 1.4 TSI in der Ausstattungslinie Comfortline. Genau 24.440 Euro zahlte der Erstbesitzer im Juni 2010 dafür. Inzwischen hat der VW 24.900 Kilometer zurückgelegt und soll beim VW-Vertragshändler nun ...
VW Golf VI
... 14.480 Euro kosten. Fahren lässt sich der Golf wie ein Neuwagen – beim Betrieb zeigen sich keine Mängel, alles funktioniert perfekt. Der 122 PS starke Turbo-Benziner beschleunigt den Golf völlig mühelos.
VW Golf VI
Der Innenraum ist in tadellosem Zustand. Abblätternder Softlack, Klappergeräusche? Nicht im Golf VI – die Qualität stimmt. Und die Bedienung ist fast so einfach wie einst im Standard-Käfer.
VW Golf VI
Bei der Ausstattungslinie Comfortline sind Komfortsitze mit Lendenwirbelstütze und Höhenverstellung serienmäßig. Leider ist der Stoff recht verschleißempfindlich.
VW Golf VI
Der 1.4 TSI mit 122 PS ist eine gute Wahl – er bietet genug Leistung und verbraucht nicht mehr als sieben Liter.
VW Golf VI
Um das Testauto auf Mängel zu untersuchen, fährt AUTO BILD-Redakteur Lars Busemann den Golf auf die Hebebühne. Einziger erkennbarer Mangel: Aus einem beschädigten ...
VW Golf VI
... Gelenk der linken Koppelstange tritt etwas Fett aus. Dieses Problem zu beheben, kostet rund 50 Euro. Doch auch wenn unser Testauto augenscheinlich in einwandfreiem Zustand ist – ganz ohne Schwachstellen ...
VW-TSI-Motor
... ist auch der Golf VI nicht. So haben etwa viele TSI-Motoren Probleme mit der Steuerkette (rot im Bild). Indizien dafür sind Rasselgeräusche beim Kaltstart und eine leuchtende Motor-Kontrolllampe. Betroffen sind 1.2 TSI, 1.4 TSI und 2.0 TSI.
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Am Turbolader des 1.4 TSI soll ein von VW nachgerüsteter Hitzeschild an der Ölvorlaufleitung die thermische Belastung des Öls vermindern. Der Turbolader des 2.0 TSI fällt außerdem mit einer gelösten Verstellstange auf.
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Beim 1.6 TDI der Baujahre 2010 und 2011 kam es zu Kaltstartproblemen. Bei den betroffenen Fahrzeugen tauschte VW das Motor-Steuergerät aus.
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Bei Fahrzeugen mit Siebengang-DSG kommt es oft zu Rasselgeräuschen, die von außen deutlicher zu hören sind als von innen. Fehlerhafte Schaltvorgänge sind aber selten.
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Eine Problem bei den TDI-Motoren: Beim 2.0 TDI aus dem Bauzeitraum zwischen Oktober 2008 und November 2010 kann es zu Schwingungsrissen an den Kraftstoff-Hochdruckleitungen kommen.
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Auch das Lenkgetriebe ist als potentielle Schwachstelle bekannt. Vereinzelt kommt es zu knackenden und verzögert reagierenden Lenkungen. Oft tauscht VW das Lenkgetriebe aus.
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Fazit: Der Golf VI fährt nah an der Perfektion, doch auch er ist nicht ganz ohne Schwachstellen. Tipp: Wer sich für einen TSI interessiert, sollte sich wegen der Steuerketten-Probleme nach schon erfolgten Service- und Reparaturmaßnahmen erkundigen. Welcher Motor für welchen Zweck die beste Wahl ist, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
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Für Preisbewusste: 1.4 (80 PS) • Sicher und zuverlässig von A nach B kommen: Wer genau dies von einem Auto erwartet, ist mit dem 80 PS starken Basisbenziner gut bedient. Er beschleunigt den Golf ganz passabel und hält sich akustisch zurück. Wer jedoch häufig im fünften Gang auf der Autobahn unterwegs ist, sollte dem sparsameren und durchzugskräftigeren TSI den Vorzug geben. Im Durchschnitt verbraucht ...
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... der Basismotor 7,5 Liter Super. Der 42 PS stärkere 1.4 TSI verbraucht einen halben Liter weniger. Verhältnismäßig teuer ist auch der alle 90.000 Kilometer fällige Zahnriemenwechsel. Dafür spart der kleine Golf woanders: Neben günstigen Kaufpreisen ist das geringe Reparaturrisiko ein starkes Argument. Vierjährige Golf 1.4 Trendline mit rund 120.000 Kilometern gibt es ab 8500 Euro.
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Der Allrounder: 1.4 TSI (122 PS) • Mehr Golf braucht kein Mensch. Der moderne 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Direkteinspritzung und Turbolader schafft den Spagat zwischen niedrigem Verbrauch und guten Fahrleistungen. Er schiebt fast so kräftig an wie die Common-Rail-Diesel, ist aber noch leiser und kultivierter. Speziell in Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ...
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... wird der Golf zum Knauser-König, lässt sich mit einer Fünf vor dem Komma bewegen. Selbst bei forcierter Fahrt werden es nicht mehr als acht Liter Super. Ein großer Wermutstropfen beim 1.4 TSI: Ausgerechnet der von seinen Laufeigenschaften empfehlenswerteste Motor im Golf VI ist leider der problematischste (Steuerkette). Dreijährige Golf 1.4 TSI Trendline mit rund 100.000 Kilometern kosten ab 10.000 Euro.
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Für Vielfahrer: 1.6 TDI (105 PS) • Wer vor allem sparsam fahren möchte, ist mit dem 1,6-Liter-TDI gut beraten. Der 2009 vorgestellte, neu entwickelte Common-Rail-Turbodiesel mit 105 PS erreicht mühelos Verbrauchswerte unter fünf Litern. Vor dem Kauf jedoch nachrechnen, ob sich der sparsame, aber teurere Diesel im Vergleich zum Benziner tatsächlich lohnt. Wer im Jahr nicht mindestens ...
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... 15.000 Kilometer fährt, kommt am Ende mit einem Benziner meist günstiger weg. Die 1.6 TDI aus den Baujahren 2010 und 2011 erhielten im Rahmen einer Serviceaktion ein neues Motorsteuergerät, da es bei niedrigen Außentemperaturen zu Startproblemen kam. Dreijährige Golf 1.6 TDI Trendline mit rund 100.000 Kilometern gibt es ab 11.000 Euro.
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Der Sportliche: 2.0 TSI (211 PS) • Zwei Liter Hubraum, Benzin-Direkteinspritzung und ein Abgasturbolader bescheren dem GTI sportliche Fahrleistungen: In 6,9 Sekunden stürmt der Sechsgang-Handschalter auf 100 km/h, erst bei 240 km/h ist Schluss. Im Test genehmigte sich der GTI 8,6 Liter Super – angesichts der Fahrleistungen völlig akzeptabel. Schwachstellen: Neben den Steuerketten-Problemen ...
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... wie beim 1.4 TSI sind beim GTI gebrochene Rückschlagfedern des Nockenwellenverstellers bekannt. AUTO BILD liegen Fälle von kapitalen Zylinderkopf- und Motorblockschäden vor. Für 17.000 Euro bekommt man einen zweijährigen Golf GTI mit rund 80.000 Kilometern.