Diesmal unter der Lupe von AUTO BILD ALLRAD-Experte Wolfgang Blaube: Hummer 2, 24.900 Euro, Baujahr 2003, 125.000 km, aus 2. Hand.
Gutes Interieur: Die Probefahrt bestätigt den soliden Zustand der Technik. Getriebe? Schaltet früh und sanft hoch. Kühler, Klima? Kein Gammel. Der Sechsliter-Benziner? Frei von Ölschlamm. Wandlerkupplung? Greift, wie sie greifen muss. Ein echter H2-ohoo, dieser H2.
Lebt abseits der Bundesautobahn ewig: der klassische V8-Bulle mit OHV und 330 PS.
In der reizvollen Euro-Spanne 17-20.000 werden zwar massig, vielleicht sogar meist gut erhaltene H2 inseriert, aber ohne Haken und Ösen ist praktisch keiner zu haben.
Kontraste: Tankdeckel mit Chromkratern.
Der hummermäßig coole Helikopter-Schlepphaken ist verrostet.
Oberflächenmoder im Detail: Rost am Vordergebein.
Erstlack ohne Fehler. Außer in kosmetischer Hinsicht. Da zeigt sich der Kasten als Opfer seiner landestypisch luschigen Detailqualität. Rostige Schrauben am Chassis, Plastikchrom kurzlebig – so sieht er halt aus, ein Hummer mit 125.000 km auf der Uhr.
Der inzwischen günstige Einstand relativiert die Unvernunft, Hummer zu fahren. Zumal die Technik als robust gilt. Schnäppchenjäger müssen allerdings zu Zugeständnissen bereit sein – weniger beim Auto selbst, sondern vor allem bezüglich der Kaufabwicklung.
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