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Gebrauchtwagen-Test Caterham Super Seven

Caterham Super Seven
Der Caterham Super Seven ist eine der kompromisslosesten Fahrmaschinen, die der Secondhand-Markt bereithält. AUTO BILD hat das 566 Kilo-Fliegengewicht unter die Lupe genommen.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Dieser Caterham stammt aus dem Jahr 1989 und hat bis jetzt 79.350 Kilometer hinter sich gebracht. Preis: 22.900 Euro.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Die Konstruktion basiert auf dem 1957 vorgestellten Lotus Seven und verzichtet auf alles, was nicht unbedingt zum Fahren nötig ist. Elektronische Fahrhilfen? Nur etwas für Anfänger. Kofferraum? Oder gar ein Dach? Schnickschnack.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Tief auf der Straße kauernd, fühlt sich der Fahrer wie in einer Mischung aus Gokart und Wilde Maus. Mit einem Leistungsgewicht von 6,6 Kilo liefert der Super Seven Fahrspaß auf Achterbahnniveau.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Die kleinen Türen lassen sich einfach aushängen, das Notverdeck hat Regenschirmcharakter.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Der Verzicht bedeutet auch eine Minimierung an Fehlerquellen für Gebrauchtkäufer. Die müssen als Erstes unterscheiden: Modelle mit einem "K" in der Fahrgestellnummer wurden seinerzeit als Bausatz verkauft, entstanden in Heimarbeit. Die Qualität streut entsprechend. Besser: Modelle aus der Fabrik mit einem "F".
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Die Mechanik ist simpel und leicht zu warten, Ersatzteile sind günstig, der raubeinige Motor ist ein alter Bekannter aus dem Ford Escort II.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Die Bleche wurden einfach auf den Rahmen genietet. Korrosion ist aber fast nie ein Thema. Kein Wunder, außer uns fährt keiner so was freiwillig im Winter.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
Trotz moderater Kosten verlangen Super Seven nach Aufmerksamkeit. Die Radlager sind eine Dauerbaustelle, alte Spax-Stoßdämpfer werden undicht, die Korkdichtungen der Ford-"Kent"-Motoren werden inkontinent.
Bild: Thomas Ruddies
Caterham Super Seven
An der Hinterachse machen die Steckachsen und undicht werdende Trommelbremsen Ärger.
Bild: Thomas Ruddies
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Bei der Probefahrt checken: Wird das XL-Kart zu heiß, könnte der Kühler hin sein.
Bild: Thomas Ruddies
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Die Gelenke der Achsaufhängung entwickeln Spiel und müssen nach 4000 Kilometern abgeschmiert werden.
Bild: Thomas Ruddies
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Die Seitenschalldämpfer sind aus Edelstahl. Sie sind zwar nur schwer zu bekommen, halten aber ewig. Achtung: Hosenbeine verglühen gern daran.
Bild: Thomas Ruddies
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Fazit: Der radikale Caterham Seven bietet Fahrspaß in Reinform. Mit einfacher Technik und minimalem Ballast ist das Risiko für Gebrauchtkäufer klein. Das gilt hierzulande aber auch für die Anzahl der Tage, an denen er sich fahren lässt. Als Zweitwagen aber bringt er Leichtigkeit in den Alltag.
Bild: Thomas Ruddies
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Alternativen erwünscht? Wer gerne puristisch unterwegs ist, könnte sich auch am Morgan Threewheeler erfreuen (Leistung: 82 PS, Leistungsgewicht: 6,4 kg). Ab 40.000 Euro ist ein drei Jahre altes Modell zu haben.
Bild: Toni Bader
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Auch eine Überlegung wert: Für 16.000 Euro gibt es eine 19 Jahre alte Lotus Elise (Leistung: 120 PS, Leistungsgewicht: 6,0 kg).
Bild: Tobias Kempe
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Oder wie wäre es mit einem KTM X-Bow? Für ein sechs Jahre altes Modell müssen mindestens 50.000 Euro investiert werden. Dafür gibt es dann aber auch 240 PS
und ein Leistungsgewicht von 3,3 Kilogramm.


Bild: Toni Bader