Der Toyota Land Cruiser 120 (interne Bezeichnung J 12) kam 2002 auf den Markt. Traditionell wird der Land Cruiser in zwei Radständen angeboten (Drei- und Fünftürer), neben dem Drei-Liter-Diesel mit vier Zylindern (163 bis 173 PS) liefert Toyota einen Vier-Liter-Benziner als V6.
2004 überarbeitete Toyota den Dieselmotor und setzte einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG) ein. Dadurch stieg die Leistung von 163 auf 166 PS. Wichtiger: Ab 2004 war auch ein Automatikgetriebe mit fünf Gängen lieferbar, das Drehzahlniveau auf Autobahnen konnte spürbar gesenkt werden.
Besonders empfehlenswert ist der Land Cruiser 3.0 D-4D ab Modelljahr 2006: Dank eines gegen Aufpreis lieferbaren Diesel-Partikelfilters erfüllte der Land Cruiser die Euro4-Norm, nebenbei stieg die Leistung erneut auf 173 PS.
Der hauptsächliche Grund, einen Toyota Land Cruiser zu kaufen, ist seine Robustheit. Das ergab eine Umfrage unter Land-Cruiser-Besitzern von AUTO BILD ALLRAD. Die Käufer irrten nicht: Ein Land Cruiser 120 macht selten Probleme.
Der dreitürige Land Cruiser ist 4,41 Meter lang, der fünftürige misst 4,85 Meter. Während der Dreitürer nur als Vierzylinder-Diesel angeboten wird, gibt es den Fünftürer zusätzlich als Vier-Liter-Benziner mit V6 und serienmäßiger Automatik.
Der Land Cruiser sieht zwar gefällig aus, ist jedoch kein SUV. Wer möglichst schnell um die Ecke fahren möchte, sollte lieber zu einem BMW X5 oder Porsche Cayenne greifen. Der Land Cruiser mag es eher gemütlich.
Auf losem Terrain fühlt sich der Land Cruiser erheblich wohler als auf der Rennstrecke: Nach klassischer Geländewagen-Tradition mit stabilem Leiterrahmen, hinterer Starrachse und Geländereduktion wühlt er sich auch durch unwegsame Gegenden.
Die Bodenfreiheit fällt mit 205 mm eher gering aus, Aufsetzer kommen bei heftigem Geländeeinsatz schon mal vor. Immerhin acht Prozent aller Befragten klagen über Rost-Schäden am Unterboden. Eine weitere Schwäche: Bei knapp der Hälfte aller Land Cruiser 120 wurden die vorderen Bremssätttel ausgetauscht.
Das Kürzel D-4D steht für Diesel, Vierventiler und Direkteinspritzung.
Die Instrumente im Land Cruiser lassen sich hervorragend ablesen, die Grundfunktionen liegen prima zur Hand. Allerdings ist die Mittelkonsole überfrachtet mit zu kleinen Schaltern und recht unübersichtlich. Mit dem rechten Schaltknauf wird die Geländereduktion eingeschaltet.
Toyota-Tradition: vergleichsweise knapper Knieraum, dafür großer Gepäckraum. Die Lederpolsterung ist serienmäßig in der Ausstattung "Executive".
Gegen Aufpreis liefert Toyota eine zweite Sitzbank im Kofferraum. Damit wird der Land Cruiser zum Siebensitzer.
Das Platzangebot auf der zweiten Sitzbank ist auf längeren Strecken nur Kindern zumutbar.
Das Bordwerkzeug ist platzsparend und gut erreichbar in der Hecktür untergebracht.
Über einen kleinen Schalter vor den Schalthebeln lässt sich das Torsen-Zentraldifferential sperren.
Der Drei-Liter-Turbodiesel arbeitet mit Common-Rail-Technik und ist ein zuverlässiges und belastbares Aggregat. Ein neuer Motor kostet allerdings 14.333 Euro – ohne Einbau. Toyota rechnet offenbar nicht mit Motorschäden. Ein gebrauchter Land Cruiser 3.0 D-4D ist ab 16.000 Euro zu haben.
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