Zur Homepage

Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig

Warnschild für Geisterfahrer
Die Statistik ist alarmierend: "Pro Jahr ereignen sich in Deutschland zwischen 75 und 80 Unfälle durch Geisterfahrer", erzählt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Und diese Zahl ist laut DVR in den vergangenen Jahren vergleichsweise konstant geblieben. Und: Jeder sechste dieser Unfälle endet tödlich.
Bild: dpa
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
Eine mögliche Hilfe wäre eine bessere Beschilderung – denn immer wieder starten Falschfahrten an Autobahn-Auffahrten.
Bild: ADAC
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
Etwa jeder dritte deutsche Autofahrer (36 Prozent) räumt in einer repräsentativen Forsa-Studie im Auftrag der Versicherung CosmosDirekt ein, bereits einmal als Geisterfahrer unterwegs gewesen zu sein. So verwundert es auch nicht, dass pro Jahr etwa 2200 Warnmeldungen vor Falschfahrern im Rundfunk gesendet werden; das bedeutet etwa sechs pro Tag. Die Falschfahrer starten oft nachts, ...
Bild: dpa
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
... schlechte Sicht und mangelnde Ortskenntnisse sorgen für Desorientierung. Das bestätigt auch eine Auswertung von Falschfahrer-Meldungen durch die Experten des ADAC: Etwa die Hälfte der Falschfahrerwarnungen gibt es bei Dunkelheit, gut 40 Prozent aller Meldungen am Wochenende.
Bild: dpa
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
Bemerkenswert: Vor allem auf kurzen, oft nur wenige Kilometer langen Autobahnabschnitten ist das Risiko offenbar größer, auf einen Geisterfahrer zu treffen oder selber in falscher Richtung aufzufahren.
Bild: ADAC
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
Doch warum werden Autofahrer zu Geisterfahrern? "In vielen Fällen lässt sich eine eindeutige Ursache nicht mehr feststellen", sagt Jürgen Berlitz vom ADAC. "Denn die Begleitumstände sind zu vielfältig." Allerdings lassen sich mehrere Faktoren erkennen, die es begünstigen, dass jemand auf die falsche Fahrbahn gerät.
Bild: Werk
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
Ein möglicher Grund kann die höhere Anschlussstellendichte sein. Auch der Zustand der Autobahn kann einen Einfluss haben. So gibt es nach den Erkenntnissen der Experten des Autoclubs in den ostdeutschen Ländern weniger Warnmeldungen als in den Ländern im Westen. Dies kann daran liegen, dass die Autobahnen im Osten neuer und nach aktuelleren Richtlinien gestaltet sind als die im Westen.
Bild: dpa
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
Um einem Geisterfahrer nicht völlig unvorbereitet zu begegnen, gibt es ein wirksames Mittel: "Schalten Sie den Verkehrsfunk im Radio ein", rät Rademacher. "Dann sind Sie immer gut informiert." Wer eine Meldung über einen Falschfahrer auf seiner Strecke hört, sollte sofort die Geschwindigkeit reduzieren.
Bild: Christian Bittmann
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
"Fahren Sie am besten auf dem äußerst rechten Fahrstreifen", rät Berlitz. "Und zwar ohne zu überholen." Wichtig ist auch ausreichender Abstand zum Vordermann. "Wenn möglich, steuern Sie den nächsten Parkplatz an und warten, bis die Gefahr vorüber ist", so Sven Rademacher.
Bild: Werk / Youtube
Geisterfahrer: So reagieren Sie richtig
Wer selbst zum Geisterfahrer wird, sollte möglichst sofort die Warnblinkanlage und das Licht einschalten, rät ADAC-Verkehrsexperte Berlitz. "Fahren Sie sofort an den nächstgelegenen Fahrbahnrand, stellen ihr Fahrzeug dicht neben der Leitplanke ab, steigen Sie vorsichtig aus und stellen Sie sich hinter die Leitplanke." Dann sollte am besten die Polizei gerufen werden, damit sie helfen kann.
Bild: ADAC
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/3/7/0/7/4/5/Geisterfahrer-So-reagieren-Sie-richtig-1200x800-ad2197e9e939d0f5.jpg
Ganz ohne Folgen bleibt auch eine unbeabsichtigte Geisterfahrt nicht. Selbst wer niemanden gefährdet hat, muss nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) mit einem Bußgeld von mindestens 200 Euro rechnen. Hinzu kommen zwei Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Werden andere gefährdet, droht der Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate, im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe.
Bild: dpa