Der große Verbrauchstest von AUTO BILD! Fahrräder sind Spritfresser – zumindest dann, wenn sie huckepack auf dem Dach transportiert werden. Da werden selbst garantiert unsportliche Familienkutschen zu hemmungslosen Säufern.
Mit dieser Beladung fährt der Test-Mondeo, als würde ihn hinten jemand festhalten. Böse Überraschung: Bei Tempo 160 steigt der Mehrverbrauch durch die Beladung um bis zu 52 Prozent!
Ohne Anbauten genehmigte sich der Mondeo im AUTO BILD-Test 6,21 Liter Diesel auf 100 Kilometer.
Alles drauf, was geht: Voll beladen mit Dachbox, Dach- und Heckträger stieg der Durchschnittsverbauch bei 100 km/h um satte 30 Prozent auf 8,11 Liter.
Wer so in den Urlaub fährt, muss sich nicht wundern, wenn er an der Tanke kräftig draufzahlt. Bis zu 5,11 Liter mehr brauchte der voll beladene Mondeo im Test.
Dann lieber beim Packen auf weniger Wichtiges verzichten und die Fahrräder gegebenenfalls vor Ort ausleihen. Auf dem Dach wirken sie wie ein Bremsfallschirm.
Einladen, draufpacken, reinstopfen – besonders zur Urlaubszeit gerät manches Auto an die Grenzen seines Fassungsvermögens. Bei der Vorbereitung wird meist an alles gedacht, nur an eines nicht: den Reifendruck. Dabei ist gerade der jetzt besonders wichtig. Fahrstabilität, Komfort, die Reaktion der Bremsen und natürlich auch der Verbrauch verändern sich beim beladenen Fahrzeug deutlich.
Um sicher zu reisen, sollte der Luftdruck unbedingt entsprechend der Herstellerangabe erhöht werden. Das schont nicht nur die Reifen selbst, sondern auch die Reisekasse. Der Vergleich von AUTO BILD ergibt bei 160 km/h einen knapp fünf Prozent höheren Verbrauch bei nicht angepasstem Luftdruck.
Energiesparreifen – bringen die was? Unser Mondeo fährt auf Bridgestone Turanza ER 300 in der Dimension 215/55 R 16 V.
Die Energiesparreifen identischer Größe kommen von Goodyear, Typ Efficient Grip. Goodyear verspricht weniger Verbrauch ohne Abstriche beim Fahrverhalten. Damit haben die Reifenprofis nicht zu viel versprochen. Bei Tempo 100 der Spritkonsum mit Sparreifen um beachtliche 0,73 Liter (11,8 Prozent).
Bei 130 km/h sank der Verbrauch von 8,41 auf 7,45 Liter (11,4 Prozent). 160 km/h reduziert sich die Ersparnis allerdings drastisch: Mit 9,45 statt 9,71 Litern beträgt der Sparfaktor mit Öko-Reifen nur noch 2,7 Prozent.
Gutes Klima kostet Sprit! Im Test stieg der Verbrauch mit eingeschalteter Klimaanlage um bis zu 0,22 Liter (Tempo 100).
Bei höherer Geschwindigkeit fällt der Mehrverbrauch für kühles Klima im Auto kaum noch ins Gewicht: Bei 130 km/h schluckte der Mondeo mit Klima 7,7 statt 7,54 Liter (2,1 Prozent), bei 160 km/h 9,25 statt 9,12 Liter (1,4 Prozent).
Mal so richtig Gas geben und die volle Leistung ausschöpfen – gelegentlich geht das in Deutschland noch. Doch der Bleifuß kann richtig teuer werden. Vor allem hubraumstarke Fahrzeuge wie der Jaguar XKR 5.0 ...
... werden bei Vollgas zu maßlosen Säufern. Dann schlürft die Katze fast 41 Liter Super – und 100 Kilometer Raserei kosten 55 Euro!
Audi Q7 V12 TDI: Der Zwölfender ist ein Meisterwerk der Motorbaukunst und wurde für den Audi-Le-Mans-Rennwagen entwickelt. Beim Autobahneinsatz auf der linken Spur wird der 500-PS-Turbodiesel zum heftigen Trinker.
Wenn er den schweren Q7 mit Maximaltempo vorantreibt, schießen pro 100 Kilometer 36,5 Liter Diesel durch die zwölf Hochdruck-Einspritzdüsen des TDI. Allerdings fährt er dann auch 250 km/h.
Bei frühem Hochschalten und Schleichfahrt braucht der 320-PS-Cayman sieben Liter. Wer mit Tempo 275 über die Bahn jagt, vervierfacht (!) den Spritkonsum.
Bis zu 29,1 Liter genehmigte sich der Boxer unter Vollast. Ein Plus von 22,1 Litern bzw. 316 Prozent Mehrverbrauch.
Turbo läuft, Turbo säuft, diese Erkenntnis bestätigt der VW Passat 2.0 TSI (200 PS).
Trotz moderner Einspritztechnik haut er bei Vollgas 27,1 Liter weg und hat damit die größte Abweichung gegenüber dem AUTO BILD-Testverbrauch (9,2 Liter, plus 195 Prozent).
Vollgas macht Benziner zu Säufern: Der Kia cee'd schafft 187 Spitze – und schluckt dabei satte 18,7 Liter pro 100 Kilometer.
Der Normverbrauch des Koreaners liegt bei 7,1 Litern. Ein Plus von 156 Prozent.
Deutlich sparsamer: BMW 116d. Mit 200 km/h Spitze ist der Bayer schneller, ...
... braucht bei Vollgas aber dank sparsamen Dieselmotors nur elf Liter. Normwert: fünf Liter.
Kleiner Hubraum und wenig PS sind kein Garant für wenig Verbrauch. Der nur 82 PS starke Fiesta 1.25 ...
... genehmigt sich bei Vollgas mehr als doppelt so viel Super wie auf der Normrunde: 14,1 Liter zieht sich der kleine Kölner durch die Brennräume, der Normwert ist mit 6,6 Liter angegeben.
Fazit: Wer viel Gas gibt, zahlt an der Tanke kräftig drauf. Das gilt auch bei modernen Fahrzeugen mit Namenszusätzen wie "Efficient Dynamics", TDIe oder Blue TDI noch. Ähnlich teuer wird es auch, wenn die ausgeklügelte Aerodynamik vorsätzlich durch Dachboxen, Fahrradträger und ähnliches Transportgut gestört wird. Sie treiben den Durst unserer Autos in dramatische Höhen.
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