Der GTbyCitroën entstammt einem Computerspiel. Leider. Doch immerhin gibt es jetzt auf der Paris Motor Show 2008 ein reales Modell zu bestaunen.
Die 1:1-Studie des Flügeltürers ist die blechgewordene Kooperation zwischen Citroën und Spieleerfinder Polyphony Digital.
"Der GTbyCitroën zeigt, wie die Welten des virtuellen und des realen Autofahrens zusammen kommen können, um eine wirklich innovative Partnerschaft zu bilden", propagieren die Schöpfer.
Die Studie ist aber auch ein Blickfang der besonderen Art, definitiv nicht von dieser Welt.
AUTO BILD-Redakteurin Margret Hucko durfte schonmal Platz nehmen. Und zeigte sich begeistert.
Gran Turismo, das Computerspiel aus dem der GTbyCitroën kommt, ist über 50 Millionen Mal verkauft. Es läuft auf Spielekonsolen (z.B. Playstation 3) und im Internet.
Schönster Schein: Im Innenraum glänzt es wie verrückt. Das Armaturenbrett kupferfarben, ...
... das Lenkrad rot, metallisch.
Fein, dass wir jetzt alle was davon haben. In Echt oder aber im Spiel.
Ein wenig Science-Fiction ist schon dabei, wenn Computerspiel-Designer den Material-Mix bestimmen.
Carbon-Rückspiegel zerschneiden den Luftwiderstand, ein langer, beweglicher Heckspoiler drückt die Studie auf die Straße.
Der GTbyCitroën wirkt so aggressiv, dass sich jeder Lambo dahinter verstecken könnte.
Die endlos lange Heckpartie soll Rennsport pur verkörpern und ein "Nachbild auf der Netzhaut" erzeugen.
Die abgestufte Tönung der Karosserieflanken von Weiß auf Dunkelgrau bewirkt laut den Designern eine weitere Verstärkung dieses Eindrucks von ständiger Bewegung.
In der virtuellen Realität rast der GTbyCitroën emissionsfrei durch künstlich generierte Landschaften.
Mit 1,09 Meter Höhe erhält der Begriff "flache Flunder" eine reale Definition.
Der Doppelwinkel als diskreter Hinweis auf die Herkunft weißt den GT als Citroën aus.
Dreiteilige Rückleuchten verschwinden fast unter dem großzügig dimensionierten Heckspoiler.
Gleich vier E-Motoren sitzen auf den Achsen und leisten bis zu 480 kW, was 653 PS entspricht.
Die Anbauteile in Carbonoptik mit abstrakten Formen scheinen ebenfalls nicht von dieser Welt.
Extrem schmale Scheinwerfer in LED-Optik und riesige Lufteinlässe lassen das Sportlerherz hüpfen.
Die Fahrgastzelle des GTbyCitroën, die für zwei Erwachsene ausgelegt ist, bringt seine Grand-Turismo-Ambitionen klar zum Ausdruck.
Ein Einsatz des Flitzers auf der Rennstrecke schließen die Designer nicht aus. Gesteigerte Aufmerksamkeit wäre ihm sicher.
Eingestiegen wird über Möwenflügeltüren, die weit nach oben schwingen.
Spinnerei oder Blick in die Zukunft?
Der Sprössling aus der Computerwelt dürfte jedenfalls einer der Stars auf dem Pariser Salon 2008 werden.
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