Der neue Honda Jazz rollt im November 2008 nach Deutschland. AUTO BILD-Redakteur Joachim Staat hat die Neuauflage des Kleinwagen-Bestsellers bereits getestet.
Das Jazz-Gesicht: größere Scheinwerfer, höher gezogene Motorhaube und ein Kühlergrill mit sportlicher Waben-Optik.
Auch der neue Jazz ist wieder ein wendiger Kleiner mit dem richtigen Schuss Van-Gefühl.
Die Maße: 3,90 Meter kurz, 1,69 lang und 1,52 hoch. Zugunsten der Fahrstabilität ist der Radstand gewachsen, außerdem wurde die Spur verbreitert.
Zum Start im November 2008 werden erst mal nur zwei Motoren angeboten: ein 100-PS-Benziner mit 1,4 Liter Hubraum und ein 1,2-Liter mit 90 PS. Auf moderne Spritspar-Technik wie Start-Stop-Automatik oder Direkteinspritzung verzichtet Honda noch. Immerhin: 2010 soll ein Hybrid kommen.
Beitrag zur Sicherheit: Das neue Jazz-Heck trägt LED-Rücklichter, eine dritte Bremsleuchte ist Serie.
Lass die Sonne rein: Das Panoramadach sorgt für Stimmung. Zudem ist es so weit vom Kopf weg, dass schon fast Cabrio-Feeling aufkommt.
Platz in Hülle und Fülle: Der Kofferraum ist nochmals gewachsen. Jetzt fasst er 399 Liter.
Jazz-Rückbank mit gewohnt genialem Mechanismus: Mit nur einem Hebel-Griff lassen sich die Rücksitze komplett umlegen. Weniger genial ist dagegen ...
... das unübersichtliche Cockpit des Japaners, das zudem mit reichlich billigem Plastik enttäuscht.
Das Lenkrad ist nun auch längs verstellbar und in der Topversion 1.4 ES mit Leder bezogen. Ein Bordcomputer ist in allen Jazz-Varianten Serie.
Optional gibt es eine Sechsgang-Automatik, genannt "i-SHIFT" mit zusätzlichen Schaltwippen am Lenkrad.
Auf Wunsch ist ein Entertainment-System mit portablen Bildschirmen, Fernbedienung und drahtlosen Kophörern erhältlich. Ein iPod kann natürlich auch angeschlossen werden.
Praktisch: Der Kofferraum ist mit einer variablen Fächertrennung ausgestattet. Das verhindert ungewolltes Herumpoltern von Gepäckstücken.
Für Sperriges kann das Trenn-Netz einfach herausgenommen werden.
Da geht was rein: Mit umgeklappten Rücksitzen ist im kleinen Jazz richtig Platz.
Wenig Freude bereiten die Motoren: Der neue VTEC-Benziner fühlt sich nicht wirklich nach 100 PS an, liegt zu dem leistungsmäßig zu dicht am kleineren 1,2-Liter mit 90 PS.
Die Schlitzform der Jazz-Augen ist geblieben, die neuen Scheinwerfer sind jedoch stärker in die Länge gezogen.
Nicht sehr unterschiedlich sind die Fahrleistungen: Mit dem 90 PS starken Einstiegs-Benziner sind maximal 177 km/h drin, der nur zehn PS stärkere VTEC-Motor bringt es auf Tempo 182.
Vorbildlich: ESP ist bereits im Basismodell serienmäßig – für einen Kleinwagen noch immer keine Selbstverständlichkeit. Ein Manko ist dagegen die gefühllose Servolenkung.
Extra-Styling: Mit dem optionalen Chrompaket (Kühlergrill, Türgriffe, Blende unterhalb der Heckklappe) sieht der Jazz richtig schick aus.
Fazit: Der neue Jazz ist besser, aber leider nicht billiger geworden. Mindestens 12.550 Euro werden fällig. Sollen Klima, CD-Radio und Zentralverriegelung an Bord sein, müssen noch mal 2000 Euro mehr hingelegt werden.
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