Kopie im Namen des Luftwiderstands: Honda Insight (links) und Toyota Prius ähneln einander sehr. Ob sie auch gleich gut sind, zeigen die aktuellen Ausgaben der beiden japanischen Hydriden im ersten Vergleich.
Gleiche Form, ähnliche Philosophie und beinahe identische Größe – der Insight (rechts) ist sechs Zentimeter kürzer als der Prius. Die beiden sind die Speerspitzen der Hybrid-Fortbewegung, aber ...
... unter der Haube zeigen sie doch einen großen Unterschied: Während es der Antrieb des Prius (links) erlaubt, rein elektrisch zu fahren, arbeitet beim Insight stets der Benziner, und so ...
... fährt der Honda auf den zweiten Platz. Es ist aber schon erstaunlich, wieviel der im Vergleich zum Prius winzige Elektromotor bewirken kann.
Modernes Motor-Management: Der 1,3 Liter große Vierzylinder (88 PS, 121 Nm) wird von einem 14 PS starken Elektromotor bei der Arbeit unterstützt. Als Systemleistung gibt Honda 98 PS an, und die ...
... schieben den Insight in 12,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und bis auf maximal 182 Sachen. Den versprochenen Verbrauch von 4,4 Litern schafft der Insight übrigens nicht – im Testdurchschnitt genehmigte er sich laut Bordcomputer 5,9 Liter auf 100 Kilometer.
Äußerlich sieht der Insight eher unspektakulär aus, nur glatter und schlanker als Golf oder Astra.
Ein futuristisches Cockpit – aber man ist schnell mit den verschiedenen Anzeigeebenen und Info-Displays vertraut. Nach kurzer Gewöhnung sind tatsächlich alle Instrumente klar ablesbar, Schalter und Tasten liegen gut zur Hand. Leider verdeckt das Lenkrad trotz Höhen- und Weitenregulierung ...
... die Sicht auf den showreifen Digitaltacho. Wie ein Chamäleon wechselt das Instrument die Farbe. Leuchtet es grün, fließt zum Beispiel beim Bremsen Energie in die Batterie zurück.
Blumen sammeln im Honda – und zwar bei voller Fahrt. Klingt gefährlich, ist es aber nicht. Der Insight belohnt sparsame Fahrweise mit kleinen Blümchen im Info-Display. Bis zu fünf Pflänzchen leuchten bei zurückhaltendem Gasfuß. Fährt man hastiger, verschwinden sie wieder.
Das Zentral-Display informiert auch über den Energiefluss. Hier läuft gerade der Benziner.
Die Econ-Taste aktiviert den Sparmodus. Nur so lassen sich Blumen pflücken.
Energiebündel: In der silbernen Box lagert die Batterie gut geschützt. Gekühlt wir der Elektronenspeicher durch Luft aus dem Innenraum.
Über der Abdeckung des Akkus bleibt ein Kofferraum übrig, der je nach Stellung der Rücksitzbank zwischen 408 und 1017 Liter fasst.
Deutlich günstiger als sein Konkurrent: Der Honda Insight ist bereits ab 19.550 Euro zu haben, aber trotzdem ...
... hat der ärgste Widersacher die Nase in diesem Vergleich vorne. Der Toyota Prius überzeugt in seiner neuesten Ausgabe mit mehr Leistung bei gesunkenem Verbrauch. Das freut den Autofan.
Zwei starke Herzen: Im neuen Prius ist der Hubraum des Benziners von 1,5 auf 1,8 Liter gewachsen, er leistet nun 99 PS. Hinzu kommt ein 82 PS starker Elektromotor, der den Wagen auch alleine bewegen kann. Systemleistung: 136 PS.
Sprintsieger: Bei vollem Gaseinsatz erklimmt der Prius die 100-km/h-Marke in 10,4 Sekunden. Maximal sind 180 Sachen drin. Beim Spritkonsum zeigt sich der Toyota bescheidener als sein Konkurrent, verfehlt mit 4,5 Litern auf 100 Kilometer die Werksangabe von 3,9 Litern aber auch.
Neue Qualitäten: Trotz etwas staksiger Federung legte der Prius beim Fahrkomfort zu, die Lenkung spielt nicht mehr im "Second Life", sondern spürt jetzt die Straße.
Willkommen in der Schaltzentrale: In der Draufsicht wirkt das Prius-Cockpit klinisch aufgeräumt. Erst ...
... von der Seite zeigt der Hybrid-Pionier seine schwebende Mittelkonsole. Das Loch dahinter wird zur Ablage.
Aufschlussreich: Die Grafik, die über das Zusammenspiel der Hybrid-Komponenten informiert, zeigt rollene Räder fast in Echtzeit.
Der Automatik-Joystick wächst nicht mehr aus dem Armaturenträger, sondern steht in der frei schwebenden Mittelkonsole und glänzt nun blau.
Schräg über dem Gangwahlhebel warten drei Knöpfe: Einer, um rein elektrisch (EV) zu rollen, die anderen für für besonders sparsame (Eco) oder sportliche Gangart (Power).
Variabler Prius: Der Kofferraum ist geräumig, die Rückbank lässt sich geteilt umklappen.
Seit 27. Juni 2009 steht die dritte Generation des Prius beim Händler. Toyota verlangt für den Voll-Hybriden mindestens 24.950 Euro.
Bislang wurden in Deutschland rund 17.100 Prius der ersten und zweiten Generation zugelassen (Stand April 2009), weltweit haben sich bisher knapp 1,3 Millionen Kunden für den Hybriden entschieden. Vom Prius III plant Toyota insgesamt 45.000 Fahrzeuge abzusetzen – mehr als doppelt so viele wie vom Vorgänger.
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