12.09.2007
IAA, Teil 3: Studien
Von sparsam bis sportlich, von umweltfreundlich bis durchzugsstark – so präsentieren sich die Studien der IAA 2007.
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Jede Menge neue alltagstaugliche Technik: Karmann sorgt mit dem VW Polo Cabrio für einen echten Aha-Effekt auf der 62. IAA.
Zum ersten Mal zeigt sich der kleine Wolfsburger mit einem Stoffhütchen, und dann auch noch fesch in rot. Das Softtop mit Z-Faltung kommt ohne Verdeckkastendeckel und Gestängeklappen aus. In der Dachspitze ist ein Glasschiebedach integriert, das ...
... unabhängig vom Verdeck bewegt werden kann. Viel Platz ist für den Sesam-öffne-dich-Trick im Polo-Heck natürlich nicht, darum greifen die Karmänner zu allerlei Tricks.
Wenn man das Dach aufmacht, entpuppt sich die Heckscheibe als hinteres Schiebedach, das automatisch öffnet und letztlich auf dem Verdeck liegt. Sonst würde das Dach die Kurve nicht kriegen über die hinteren Kopfstützen. Die dienen als Überrollbügel.
Noch so ein cooles Gimmick: Im Himmel sind hinter der Dachspitze vier Elektrolumineszenz-Folien eingebaut. So ensteht im Innenraum eine entspannte Lounge-Beleuchtung. Doch der Frischluft-Polo bietet nicht nur ...
... Spielereien, sondern ist auch recht zweckmäßig ausgestattet: Die Heckklappe schwingt weit nach oben auf. Das Beladen wird so zum Kinderspiel.
Doppelter Boden für Reinliche: Ein Rollo im Kofferraum dient als variable Verdeckwanne. Und schützt vor Nässe und Schmutz, so man nach überstandenem Regen unbedingt Offenfahren muss.
Als Wohnzimmer mit vier Plätzen bezeichnet Renault seine Studie "Kangoo Compact". Der knuffige Franzose entpuppt sich als komfortables und zugleich flippiges Freizeitmobil.
Der kompakt und robust wirkende Dreitürer hat einen 105 PS starken Turbodiesel eingepflanzt bekommen. Besonders cool: die um 180 Grad ...
... drehbare Rückbank. So können sich die Kids, wenn die Eltern nerven, ganz gepflegt der Heckscheibe zuwenden. Wenn es all zu bunt wird, ist die Flucht nach hinten mit Inlinern ein Leichtes.
Für den guten Durchblick aller Passagiere sorgt eine riesige Panoramafrontscheibe, die nahtlos in ein festes Glasdach übergeht.
Krawumm! So frech grinst der potenzielle Nachfolger von Lupo und Fox. Der VW "up!" hat ein äußerst markantes Erscheinungsbild: Die nach innen zulaufenden Scheinwerfer, eine horizontal verlaufende Lüftungsöffnung, das VW-Logo in Chrom, ...
... die weit nach vorn laufende Kofferraumhaube und der Stoßfänger mit rundum laufenden schwarzen Streifen prägen sich schnell ein. Die 3,45 Meter kurze Kleinwagenstudie hat das Zeug zum zukünftigen Trendsetter - behauptet jedenfalls VW.
Der Viersitzer mit Heckmotor soll 2010 in Serie gehen. Ziel der Wolfsbuger ist es, den Verbrauch des Zweitürers bis zum Markstart unter drei Liter zu drücken.
Der Innenraum bietet dank des Heckmotors jede Menge Platz. Zudem lassen sich bis auf den Fahrersitz alle Sitze zusammenklappen und ausbauen.
Trotz des rückwärtigen Motors gibt es auch im Heck einen Stauraum. So praktisch wie im Bau-Vorbild Käfer fällt er allerdings nicht aus: Da konnten locker ein bis zwei Kinder mitreisen.
Klare Konzernansage: Kia will mit dem Kee in ein neues Segment vorstoßen. Die Sport-Coupé-Studie sei kein bloßes Hirngespinst, so der Hersteller.
Die bullige Front mit ausgeprägten Scheinwerfern und auffälligen LED-Leuchten vermitteln eine gesunde Portion Aggressivität.
Angetrieben wird der Koreaner von einem 200 PS starken 2-Liter-V6-Benziner, der an ein Sechsstufen-Automatikgetriebe gekoppelt ist.
Der Ford Verve ist der Voläufer des neuen Fiesta. Doch wenn man dem kleinen Kölner Konzept tief in die Augen schaut, denkt man nicht nur an kurze Stadtfahren. Das mächtige Maul im Aston-Martin-Stil ...
... macht Appetit auf die Autobahn. Wenn Ford diese Spritzigkeit in die Serienversion mitnehmen kann, darf man sich auf einen rasanten Kleinwagen freuen.
Knausern à la Italiano: Fiat stellt mit der Studie Panda Aria ein Sparmobil vor, das nur 69 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt. Möglich macht das ein Zweizylinder-Motor mit Turboaufladung, 900 Kubikzentimetern Hubraum und doppelter Kraftstoffversorgung, ...
... der mit einem Kraftstoffgemisch aus 70 Prozent Erdgas und 30 Prozent Wasserstoff befeuert wird. Das Motörchen ist 20 Prozent leichter als ein vergleichbarer Vierzylinder und benötigt 25 Prozent weniger Platz. Chance auf Serie: null!
Extrem Flextreme. Opel toppt den Panda Aria noch einmal: Offiziell 40 Gramm CO2 pro Kilometer sind rekordverdächtig. Ein Elektromotor ermöglicht 55 Kilometer Reichweite, ...
... in Ergänzung mit einem 1,3-Liter-Diesel ist der Opel Flextreme einer der (theoretischen) Knauserkönige der Messe. Ein Heck wie ein UFO, im geräumigen Unterflur-Kofferaum finden zwei Segway-Elektroroller Platz.
Der i-EV ist ein schuckelig-kleines Überraschungs-Ei aus dem Hause Mitsubishi. Das leise Elektromobil hat 22 PS, soll 133 km/h schnell sein und 160 Kilometer weit kommen.
In dem kleinen Fünftürer haben vier Personen Platz. Erstaunlich! Laut Mitsubishi soll der Kleine 2009 in Serie gehen. Dann aber mit Benzin-Motor.
Als Crossover zwischen Kompaktklasse und Kompakt-SUV bezeichnet Mitsubishi sein Concept-cX. Und genau das sieht man: In dem grell-blauen "Mini-SUV" steckt ein bisschen von allem, eine exakte Klassen-Zuordnung ist kaum möglich.
Als Antrieb der Studie sind neue, auf zukünftige Euro-5-Regularien ausgelegte Dieselmotoren geplant. Nach der Präsentation im Heimatland Japan will Mitsubishi entscheiden, wie das Serienfahrzeug aussehen soll. Fest steht: Produktionsstart soll 2009 sein.
Am Seat-Stand ist ein Crossover namens "Tribu" der Star. Der futuristische Crossover ist das Erstlings-Seat-Werk des Ex-Lamborghini-Designer Luc Donckerwolke. Der hat dem selbstbewussten Spanier eine ordentliche Portion Potenz verpasst.
Dass das kompakte SUV so in Serie geht, darf bezweifelt werden. Jedoch will Seat mit seinem Showcar zeigen, wie das zukünftige Design der Marke aussehen wird. Da geht was!
Mit der Studie des Accord Tourer gibt Honda einen ziemlich genauen Ausblick auf das Serienfahrzeug. Noch hüllt sich der Hersteller jedoch in Schweigen, was Motorisierungen und Technologien angeht. Angekündigt haben die Japaner ...
... "eine Reihe fortschrittlicher und umweltschonender Aggregate". Fest steht: Der sportliche Kombi, der wesentlich breiter und flacher ist als der Vorgänger, soll Mitte 2008 zu uns rollen.
60 Kilometer Reichweite im reinen Elektrobetrieb verspricht Chevrolet für die Studie Volt. Mit Hilfe eines 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo-Aggregats vergrößert sich der Wirkungskreis auf mehr als 1000 Kilometer.
Der Lithium-Ionen-Akku des Hybrid-Sportlers wird an einer gewöhnlichen Steckdose in sechs Stunden voll aufgeladen.
Der Nissan Mixim ist eine der abgedrehteren Studien in Frankfurt. Er erweckt den Eindruck, als sei er direkt aus einem Raumschiff ausgeladen worden. Angetrieben wird der Flügeltürer von einem Elektromotor mit Lithium-Ionen-Batterie ...
... über alle vier Räder. Dass dieses spacige Coupé in Serie geht, ist eher unwahrscheinlich.
Als Fahrspaß-Maschine ist die 4,10 Meter lange und 1,45 Meter hohe Sportwagenstudie HND 3 Veloster konzipiert. Veloster, der Name ist eine Mischung aus Velocity (Geschwindigkeit) und Roadster und soll die sportlichen Eigenschaften der Studie unterstreichen.
Das 2+2-sitzige Coupé mit Panoramaglasdach wird von einem 2,0-Liter-Turbobenziner mit rund 200 PS befeuert.
Der Modellauto-Hersteller Herpa hat Großes vor: Der Trabant soll wiedergeboren werden. In Frankfurt steht die Rennpappe "New Trabant" jedoch noch als 1:10-Modell.
Tatkräftige Unterstützung gesucht: Über die Realisierung des Neo-Trabbis soll eine Art Volks-Befragung entscheiden. Zudem benötigt Herpa noch einen finanzkräftigen Partner.
Den ersten Studien-Paukenschlag der 62. IAA lieferte Mercedes mit dem F 700. Der sportliche dreinblickende Schwabe mit langer Schnauze und Stummelheck riecht nach ganz viel Power, ...
... soll dank neuer DiesOtto-Technologie jedoch nur so viel verbrauchen wie ein Kompakter. Und das bei satten 258 PS. Mehr dazu in Teil 1 der IAA-Serie.
„Klein ist Kult“, sagt sich Toyota und stellt die Studie iQ vor. Die soll auf 2,98 Metern Länge, 1,48 Metern Höhe und 1,68 Metern Breite Platz für drei Erwachsene und ein Kind bieten. Auffällig: das riesige Panorama-Sonnendach.
Tja, wo geht die Reise hin? Über mögliche Motorisierungen machte Toyota keine Angaben. Immerhin: 17-Zoll-Räder sollen für guten Kontakt zur Straße sorgen, das Panorama-Dach betont die Anlehnung an den Smart fortwo.
Noch ein kleiner Öko-Winzling, diesmal von Daihatsu. Doch hier schlummert weder ein Elektromotor noch eine Brennstoffzelle, der HSC wird von einem Dreizylinder-Benziner mit knapp 0,65 Liter Hubraum und 60 PS angetrieben. Verbrauch: 4,1 Liter auf 100 Kilometer.
Das Brennstoffzellenkonzept i-Blue fährt nahezu emissionsfrei in die Zukunft. Hyundai sieht den 2+2-Sitzer als Crossover Utility Vehicle (CUV) im D-Segment angesiedelt.
Angetrieben wird das Konzeptfahrzeug von einer Brennstoffzelle der dritten Generation, die 136 PS leistet. Dank des 115 Liter großen Wasserstofftanks sei eine Reichweite von 600 Kilometern möglich.
Zwei französische Sparkonzepte mit Diesel-Hybrid-Antrieb erregen Aufsehen in Frankfurt. Zum einen ist das der C-Cactus. Unter der Haube: ein 70-PS-HDI-Diesel mit Partikelfilter und ein Elektromotor mit weiteren 30 PS Leistung.
Hauptmerkmale: quietschiges Design, geringer Verbrauch. Wäre schön, wenn der so ähnlich in Serie geht. Kostenpunkt: maximal 16.000 Euro, heißt es bislang.
Aufregendes Design, sauberer Antrieb: Citroën zeigt mit der Cabrio-Studie C5 Airscape, wie der künftige C5 aussehen wird. Leider wird die "Neuinterpretation des großen Cabriolets" (O-Ton Citroën) so ...
... nie in Serie gehen. Es bleibt bei Limousine und Kombi, heißt es. Hmm, vielleicht noch einmal drüber nachdenken. Das kommende Audi A5 Cabrio kann feine Gesellschaft durchaus vertragen.
Was für eine Front! Dieses Hammer-Konzept eines sportlichen Mittelklasse-Tourers hat Suzuki aufs Frankfurter Messeparket geballert. Kizahsi heißt das Batmobil.
Ein neu entwickelter 2.0-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer in Kombination mit permanentem Allradantrieb soll für standesgemäßen Vortrieb sorgen. Mal sehen, was die Japaner letztlich aus dieser schicken Schnitte machen.
Nachwuchsarbeit: Mit dem schnittigen FluxX zeigt Peugeot dem Messepublikum den Sieger seines 4. Design-Wettbewerbs. Der Rumäne Mihai Panaitescu ...
... konnte sich mit seinem Modell im Februar 2007 gegen 4028 weitere Entwürfe durchsetzen. Seirenfertigung. Ausgeschlossen. Sorry, Mihai.
Drei coole Typen made in USA – und einer sogar mit Allrad: Am Chevrolet-Stand zeigen sich nicht Tick, Trick und Track, sondern Kraxler Trax ...
... sowie sein frosch-grüner Kollege Beat ...
... und Bruder Groove. IAA-Besucher können im Internet unter www.vote4chevtrolet.eu abstimmen, welche der drei GM-Studien ihnen am besten gefällt. Dann entscheidet sich, welcher kommen könnten.
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