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Im Tesla Model S von Amsterdam nach München: Fahrbericht

Im Tesla Model S von Amsterdam nach München
Elektroautos haben eine zu geringe Reichweite und eine zu lange Ladezeit – zwei der wichtigsten Totschlagargumente von Skeptikern der Elektromobilität. Mit der Einführung des Model S (Reichweite bis zu 500 Kilometer) im vergangenen Herbst in Deutschland und der nun eröffneten ersten drei Supercharger auf deutschem Boden (laden mit 120 Kilowatt die Akkus in 30 bis 40 Minuten zu 80 Prozent auf) will Tesla Motors nun ...
Bild: Sven Krieger
Im Tesla Model S von Amsterdam nach München
... den Beweis antreten, dass das E-Auto auch langstreckentauglich sein kann. Autobild.de ist die erste deutsche E-Autobahnlinie von Amsterdam nach München abgefahren: 903 Kilometer mit ...
Im Tesla Model S von Amsterdam nach München
... vier Superchargern an der Strecke. Wir fahren die Elektro-Limousine Tesla Model S P85+: 416 PS, ab 97.600 Euro teuer – das derzeit vielleicht faszinierende Auto auf unseren Straßen. Voll geladen ...
Bild: Sven Krieger
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... weist es eine maximale Reichweite von 501 Kilometer aus. Ein theoretischer Wert bei optimalen Bedingungen.
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Die Route entlang der vier Schnellladestationen in Zevenaar (kurz vor der deutschen Grenze), Wilnsdorf (NRW), Bad Rappenau (Baden-Württemberg) und Jettingen-Scheppach (Bayern) zum Ziel (Tesla Service Center in Feldkirchen bei München) beträgt etwas mehr als 900 Kilometer.
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Im Tesla Model S von Amsterdam nach München
Um 8.13 Uhr rollen wir lautlos vom Hof. Der erste Supercharger ist nur 107 Kilometer entfernt, wir könnten die enorme Beschleunigung gleich mal genießen, doch zwei Dinge ...
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... halten uns davon ab: Regen und Stau auf den niederländischen Schnellstraßen. In Zevenaar ...
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... gibt sieben Ladestationen, vier (!) sind schon besetzt. Wegen staatlicher Förderung ist unser Nachbarland eine Hochburg der E-Mobilität. Dass die Akkus noch recht voll sind, bedeutet einerseits: Wir müssen nur kurz laden, um die zweite Etappe (231,9 Kilometer) zu schaffen.
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Wouter Koelewijn
Wir treffen den Holländer Wouter Koelewijn, der sein Model S seit vier Wochen besitzt und bereits 5400 Kilometer damit gefahren ist. Er arbeitet in Bonn, auf den 175 Kilometern "haue ich den Strom raus wie der Teufel". Deutsche Autobahnen plus kostenloser Strom (Tesla zahlt) sei doch die perfekte Kombination.
Bild: Sven Krieger
Im Tesla Model S von Amsterdam nach München
Also weiter nach Deutschland. Tempomat auf 135 km/h; bei der Geschwindigkeit liegt der Verbrauch bei rund 40 kWh. Auf dem riesigen 17-Zoll-Touchscreen wird die Rest-Reichweite unter Berücksichtigung meines Fahrstils der vergangenen zehn, 20 und 50 Kilometer berechnet.
Bild: Sven Krieger
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Ankunft beim Supercharger in Wilnsdorf (A45 bei Siegen) um 12.19 Uhr. Im Akku noch Saft für 26 Kilometer. Klingt wenig, hat uns aber keine Reichweitenangst gemacht, weil wir ja genau wussten, wo der nächste Ladepunkt ist und planen konnten. Dann begehe ich einen Fehler: Ich beende das Laden nach 37 Minuten vorzeitig, ...
Bild: Sven Krieger
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... weil ich glaube, die angezeigte maximale Reichweite von 350 Kilometern reiche für die dritte Etappe über 244 Kilometer. Schnell merke ich, dass ich mich verrechnet habe. Also Tempomat auf 113 km/h - eine Geschwindigkeit, die dem Auto nicht angemessen ist. Aber egal. Geschwitzt wird trotzdem. Die Anzeige warnt: "Charge Now!", ...
Bild: Sven Krieger
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... als wir in Bad Rappenau den Autohof mit den acht Superchargern rollen.
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Kay Nekolny und Daniel Ruscheinsky erwarten uns bereits. Die beiden Betreiber des Autohofes begrüßen jeden Tesla-Fahrer persönlich. Zehn waren es, seit die Ladestationen vor sieben Tagen in Betrieb gingen. Wir sind hier ja schließlich nicht in Holland. Nach einem Gratis-Kaffee ...
Bild: Sven Krieger
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...  geht es auf die vierte, 200,5 Kilometer lange Etappe. Währe nicht auf der A81 bei Stuttgart wie immer Stau, wir könnten Watt geben und Zeit gut machen. Langsam tun uns unsere Rücken weh, ...
Bild: Sven Krieger
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... denn die Sitze im Tesla S sind nicht ganz so langstreckentauglich wie bei anderen Premium-Modellen. Als die Autobahn wieder frei ist beginnt wieder das Rechnen. Nicht die Frage: Komme ich an? Sondern: Wie schnell darf ich fahren, um anzukommen? Wir erreichen den letzten Supercharger um 18.23 Uhr. Da die Etappe ins Ziel nur 116,4 Kilometer lang ist, genügt ein 15-Minuten-Quickstop, an dessen Ende der Reichweitomat 219 km Rest anzeigt.
Bild: Sven Krieger
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Um 19.52 Uhr, 906,4 Kilometer und 11:39 Stunden nach der Abfahrt bei Amsterdam reichen wir das Ziel östlich von München. Angesichts der Straßenverhältnisse (fast durchgehend Regen, einige kleine Staus, ab generell sehr viel Verkehr) eine erstaunlich schnelle Fahrt. Insgesamt exakt 120 Minuten, also zwei Stunden, stand das Model S an den Schnellladestationen.
Bild: Sven Krieger
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Verbraucht hat unser Model S 211,4 kWh Strom – macht eigentlich Kosten von rund 63,50 Euro. Aber die Energie an den Superchargern von Tesla ist ja (noch) kostenlos. Das Benzin für die Reise hätte etwa 130 Euro gekostet.
Bild: Sven Krieger
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Fazit: Das Elektroauto ist 2014 langstreckentauglich. Doch unser Auto ist eine teure Luxuslimousine. Mit BMW i3 oder Elektro-Golf hätte die Fahrt mehrere Tage gedauert. Mit der Kombination Model S und Supercharger zeigt Tesla der Autonation Deutschland auf deren Heimatboden, wie die Mobilität der Zukunft aussieht.
Bild: Sven Krieger