Drei Zweitürer für Individualisten. Schön, schnell und sparsam - das muss kein Widerspruch sein, wie der Vergleich zwischen den Diesel-Coupés BMW 3er, Mercedes CLK und Peugeot 407 beweist.
Von vorn erkennen nur Experten die Coupés, sie sind ihren Limousinen-Verwandten zum Verwechseln ähnlich. Den besten Gesamteindruck im Vergleich ...
... hinterlässt das BMW 320d Coupé. Die Niere, unverwechselbares Markenzeichen, steht hier auch für die beste Fahraktivität. Seine Kraft schöpft der Wagen ...
... aus einem aufgeladenen Vierzylinder. Das Aggregat holt aus zwei Litern Hubraum 177 PS und 350 Nm Drehmoment, die ...
... den eleganten Münchner in 8,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schieben. Maximal sind 232 km/h drin – auch das ist Spitze in diesem Vergleich.
BMW stellt das 320d Coupé auf 17-Zöller. Dahinter arbeitet die beste Bremse des Vergleichs: Nach 35,2 Metern steht der Wagen aus 100 km/h.
Teure Helfer: Die teilelektrische Sitzverstellung kostet 520 Euro Aufpreis, komplett elektrisch werden 1250 Euro verlangt. Die Sitzfläche fällt mit 55 Zentimetern größer aus als bei der Konkurrenz.
Absolut nötig: Den praktischen Gurtbringer hat sich BMW bei Mercedes abgeguckt.
Bekanntes Bild: Auch das Coupé kommt mit der typischen BMW-Kommandozentrale – alles sehr sauber verarbeitet.
Der kann was verpacken: In den edel ausgelegten Kofferraum passen 440 Liter. Die Ladekante ist rückenfreundliche 68 Zentimeter hoch.
Der Testsieger ist handliche 4,58 Meter kurz, bietet am meisten fürs Geld. BMW verlangt für das 320d Coupé einen Grundpreis von glatten 36.000 Euro.
Das klassische, keilförmige Mercedes-Design fährt in Form des CLK 220 CDI auf den zweiten Platz. Am Schwaben gefällt vor allem das komfortable Fahrwerk.
Mercedes vertraut wie BMW auf turbobefeuerte vier Zylinder. Trotz des größeren Hubraums ist der Stuttgarter Ölbrenner mit 150 PS und 340 Nm etwas schwächer als das Münchner Exemplar.
Etwas behäbig beim Anfahren: Für den Prestigesprint benötigt der CLK 220 CDI mit 10,1 Sekunden die längste Zeit von allen drei Kandidaten. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit (221 km/h) liegt er ganz hinten.
Kleinste Räder, schlechteste Bremse: Die Stopper hinter den 16-Zöllern halten den CLK 220 CDI nach 37,5 Metern an – nur 20 Zentimeter später als den Peugeot.
Der Weg auf die Rücksitze ist im Mercedes etwas mühsam. Elektrisch verstellbare Vordersitze kosten im Paket 988 Euro, hier die mechanische Version.
Die Instrumente im Benz sind klar gegliedert, das Navigationssystem kostet natürlich Aufpreis. Wie im BMW gibt es auch hier eine manuelle Sechsgang-Schaltung.
So soll er aussehen: Den elegantesten Gurtbringer hat traditionell Mercedes in seinen Coupés.
Ins Gepäckabteil des CLK passen 435 Liter. Das Volumen lässt sich durch die von hinten zu entriegelnden, umklappbaren Rücksitzlehnen vergrößern.
Schon fast traditionell das teuerste Angebot: Für einen CLK 220 CDI müssen mindestens 41.293 Euro an Mercedes-Benz überwiesen werden.
Der Franzose mit dem mächtigen Grill landet auf Platz drei. Für das 407 Coupé spricht bei einem Grundpreis von 36.950 Euro vor allem die serienmäßige Sicherheitsausstattung mit adaptivem Bremslicht und Knieairbag.
Exklusives Vergnügen: Als einziger der drei Testkandidaten wird der 407 von einem Sechszylinder in Fahrt gebracht. Der 2,7 Liter große Selbstzünder leistet 204 PS und wuchtet 440 Nm auf die Kurbelwelle. Der Peugeot ist damit ...
... trotzdem nicht der schnellste Testkandidat. Von 0 auf Tempo 100 braucht das Coupé 8,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h.
Groß geraten: Die Franzosen werten die Optik mit 18-Zöllern auf. Dank der breiten Reifen stoppt der Wagen aus Tempo 100 nach 37,3 Metern.
Im Coupé sind die Sitze 20 Millimeter tiefer als bei der Limousine. Die Armaturen tragen Zierringe und feinere Ziffern – sie sind einigermaßen übersichtlich.
Mitgedacht: Hinten rechts bietet Peugeot etwas mehr Sitzbreite. Den Einstieg in die zweite Reihe ...
... erleichtern die mit 1,39 Meter längsten Türen im Vergleich. In engen Parklücken können sie aber schon mal zum Problem werden.
Auch hier kann umgeklappt werden. In normaler Sitzkonfiguration schluckt der Peugeot-Kofferraum 400 Liter.
AUTO BILD-Redakteur Diether Rodatz über Diesel-Coupés: "Die Entscheidung für ein Auto erfolgt aus dem Bauch, der Preis ist schnell vergessen. Doch an der Tanke werde ich ständig an die Teuerung erinnert. Da freue ich mich, wenn ich lange an der Zapfsäule vorbeifahren kann."
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