Irmscher ist vor allem in der Tuningszene für sportliche Opel-Umbauten bekannt. Jetzt betreten sie mit ihrer neuen Marke "Van Avenue" das Gebiet der Hobby- und Freizeit-Camper. Ihr Premierenmodell heißt StadtCamper und basiert auf dem
Peugeot Partner Tepee.
Irmscher richtet sich an die Kundschaft aus städtischen Ballungsräumen: Wo ein gewöhnlicher Campingwagen keinen Platz findet, soll der Kompaktvan aushelfen. Mit seinen normalen Pkw-Abmessungen passt der Camper in die meisten Parklücken und mit einer Aufbauhöhe von 1,96 Meter auch unter Carports.
"Himmelbett" nennt Irmscher die Dachschlafbox mit 1,20 x 2,45 Meter großer Liegefläche. Die Durchstiegsöffnung im Fahrzeugheck ermöglicht den Einstieg. Dort können auch stehend die Klamotten gewechselt werden. Stehen ist auch im optionalen Heckzelt möglich, welches eingehängt das Innenraumvolumen nochmals vergrößert.
Das Kinderbett im "Erdgeschoss" bietet auf 1,20 x 1,15 Metern Platz für die Sprösslinge.
Darunter befindet sich die Ladeplattform mit einer Grundfläche von 1,15 x 0,75 Metern. Den Einbaupreis für alle drei Liege- und Ladeflächen beziffert Irmscher bei ungefähr 7000 Euro.
Die Idee des kompakten Campers hat längst Schule gemacht. Auch der Hybrid-Pionier
Toyota Prius ist zum Campingmobil mutiert.
Der japanische Camping-Spezialist Relax Cabin hat beim Prius die Flex angesetzt und eine Camping-Kabine auf die Hybrid-Flunder gepflanzt.
Auf zwei Etagen lässt es sich in dem Aufbau nächtigen, wobei die Platzverhältnisse naturgemäß nicht sonderlich üppig ausfallen.
Über die Optik des Prius Camper Conversion lässt sich streiten. Wirkt er modern oder etwa wie ein Prius mit einem überflüssigem Wurmfortsatz?
Auf jeden Fall legt der Prius mit Anbau in der Länge um 51 Zentimeter zu, in der Höhe sind es 56 Zentimeter. Auch wenn sich Relax Cabin beim Aufbau um eine aerodynamische Form bemüht hat, dürften die Verbrauchswerte des sonst so sparsamen Prius dratisch leiden.
Die Camping-Kabine besteht aus Kunststoff. Während sich Etage eins durch das Umlegen der Sitze wahlweise zur Sofaecke samt klappbarem Kaffeetisch oder zum Bett umrüsten lässt, bleibt es in Etage zwei beim schmalen Doppelbett. Dafür gibt es dort ein Dachfenster.
Der Zugang ins kleine Camping-Paradies erfolgt über eine schmale Tür am Heck, zudem behält der Prius Camper Conversion seine vier Türen.
Im Notfall lässt sich das Dachabteil auch als zusätzlicher Stauraum nutzen.
Das Motto "Platz ist in der kleinsten Hütte" wurde hier konsequent umgesetzt. Ob der Toyota Prius Camper Conversion wirklich als Kleinserie kommen soll, ist offen.
So sieht der Prius ohne Camping-Buckel aus. Bevor der Hybride seine Plug-in-Option bekommt, wurde er 2012 noch mal einem Facelift unterzogen.
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