Da steht er in leuchtendem Himmelblau, ähnlich dem hellen Blau der legendären Gulf- Lackierung. Die Farbwahl ist womöglich kein Zufall, wurde doch der selige Ford GT 40 in den späten 60er-Jahren gerade in Gulf-Kriegsbemalung zum Kultobjekt.
In der Frontansicht nimmt der Turner GTO deutliche Anleihen beim GT 40, die Dachhöhe von nur 1,08 Metern kommt der US-Motorsport-Ikone ebenfalls sehr nahe.
Cremig im Abgang: schwungvolles langes Heck, Carbon-Diffusor, ballernde Auspuffrohre.
Der Turner GTO soll den Sprint auf Tempo 100 in weniger als vier Sekunden schaffen.
Blaue Flunder: Der Jim Turner GTO bezieht optische Anleihen beim legendären Ford GT 40. Ab der B-Säule nach hinten ist das Design jedoch eigenständig.
Alter Bekannter: Der 5,7-Liter-V8 aus der Corvette C5 drückt 350 PS ins Porsche-964-Getriebe.
Arbeitsplatz, wörtlich zu verstehen: es gibt keine Servolenkung, keinen Bremskraftverstärker und kein ABS.
Großzüzig dimensionierte Brembo-Bremsanlage hinter extravagantem Brabham-Leichtmetallrad.
Die Basis des Jim Turner GTO bildet ein amerikanisches Kitcar, der Factory Five GTM. Der Preis beträgt 89.100 Euro.
In das Gitterrohrrahmen-Chassis implantierte das Vierling-Team einen 5,7-Liter-V8-Motor aus der Corvette C5 und flanschte daran das Sechsganggetriebe eines Porsche 964.
Künftigen Exemplaren will Vierling den 6,2-Liter-V8 (ab 437 PS) aus der Corvette C6 einpflanzen und das Ganze mit einem Porsche-GT3-Getriebe kombinieren.
Doch auch mit 350 PS geht es dank des geringen Gewichts mächtig voran. Hat man die im Vorserienauto sehr hakelige Schaltung erst einmal bezwungen und einen passenden Gang gefunden, beschleunigt die blaue Flunder wie von der Tarantel gestochen.
Der GTO sehr gibt sich sehr puritanisch: Servolenkung, Bremskraftverstärker, ABS? Aber nicht doch, Vierling baut schließlich keine Autos für Sitzpinkler. Die Stärke des Turner ist nicht die Perfektion, sondern das pure Fahrerlebnis.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.