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Kaufberatung Seat Alhambra

Seat Alhambra
Nach knapp fünf Jahren bekommt der Seat Alhambra – parallel zu seinem Baureihenbruder VW Sharan – eine erste Überarbeitung. Die Kaufberatung klärt, worauf es beim spanischen Familienfreund ankommt.
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Seat Alhambra
Sensationelle Überraschungen hält der Alhambra kaum bereit. Die optischen Neuerungen fallen eher dezent aus – man muss schon genau hinsehen, um die Unterschiede zu erkennen. Einziges markantes Merkmal an der Front: Der Grilleinsatz trägt nun horizontale Waben statt der bisherigen Vertikalstreben.
Bild: Ronald Sassen
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Auch am Heck nicht viel Neues: Hier muss eine neue Leuchtengrafik reichen.
Bild: Ronald Sassen
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Dafür hat man innen aufgerüstet: Ein neues Lenkrad mit größeren und klarer getrennten Tasten erleichtert die Bedienung und das alte RNS-510-Navigationssystem darf endlich in den verdienten Ruhestand. An seine Stelle tritt die Media-Plus-Einheit mit Näherungssensor und sauber reagierendem Touchscreen auf Basis der zweiten Generation des modularen Infotainmentbaukastens.
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Am neuen Lenkrad lässt sich die Lautstärke nun über eine Walze regulieren. Das Design kennen wir bereits aus dem kompakten Leon.
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Nahezu voll ausgestattet, wird es selbst in der zehntastigen Leiste unterhalb der Klimabedienung eng. Das Adaptivfahrwerk, die E-Türen oder Start-Stopp lassen sich hier bedienen.
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Die Sicherheit hebt Seat auf ein höheres Niveau; etwa mit der aus vielen Konzernmodellen bekannten Multikollisionsbremse, die nach einem Crash das Auto selbsttätig bis zum Stillstand abbremst. Ebenfalls neu: ein Totwinkelassistent, der mit Hilfe zweier Radarsysteme im Heck vor eventuellen Gefahren beim Spurwechsel warnt. Zusätzlich ...
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... steht das System dem Fahrer beim Rückwärtsausparken zur Seite, indem es mittels dieser Sensoren den 90-Grad-Querverkehr überwacht. Der Parklenkassistent der dritten Generation kann nun etwa auch aus Querlücken ein- und ausparken.
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Beim Komfort rüstet Seat mit einem Adaptivfahrwerk nach, welches das Fahrverhalten von komfortabel über normal bis hin zu sportlich regelt (ab Style für 1020 Euro). Dazu verwöhnt den Piloten ab 190 Euro eine Massagefunktion im Fahrersitz – besonders auf langen Reisen eine Wohltat.
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Abseits dieses Luxus startet die Basisausstattung Reference bei 29.965 Euro für den 1.4 TSI mit 150 PS. Für dieses Geld bekommen Sie das kleinere 5-Zoll-Audiosystem mit Touchscreen, eine Klimaanlage und E-Fensterheber rundum. Dazu ist der Fahrersitz in der Höhe einstellbar.
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2500 Euro darüber rangiert Style. Hier darf der Kunde unter anderem 16-Zoll-Aluräder, das größere Audiosystem mit 6,5-Zoll-Farb-Touchscreen, einen Licht-/Regensensor sowie den Tempomaten sein Eigen nennen. Dazu kommen so nützliche Dinge wie ein Multifunktionslenkrad, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht oder Klapptische für die Fondpassagiere.
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Der eigentliche Grund, warum wir Style bedenkenlos empfehlen, ist aber die nahezu unbegrenzte Aufrüstbarkeit. Panoramaschiebedach (Foto; 1105 Euro), Anhängerkupplung (860 Euro), das 1020 Euro teure Adaptivfahrwerk oder das Fahrassistenzpaket für 750 Euro – alles geht. Weitere 1800 Euro darüber landen wir bei Style Plus und freuen uns zusätzlich über Bi-Xenonlicht, Sportfahrwerk und -sitze sowie schicke 17-Zöller.
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Großes Thema bei Seat ist die moderne Smartphone-Kopplung. Da wundert es nicht, dass es auch den Alhambra als Connect-Sondermodell gibt. Mit dabei sind 17-Zoll-Leichtmetallräder, das Navisystem Plus inklusive Rückfahrkamera, beheizbare Sport-Komfortsitze sowie ein Samsung-Galaxy-A3-Smartphone – und natürlich die namensgebende Full-Link-Technologie, die Android und Apple-Telefone mit dem Multimediasystem verbindet.
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Der Alhambra ist nach wie vor das, was er schon vor knapp 20 Jahren war: eine Großraum-Lounge für die ganze Familie. Mit 1,97 Meter Ladelänge lässt es sich hier zur Not sogar nächtigen. Wahrscheinlicher ist jedoch der Einsatz als Transportesel für Baumaterialien oder Shuttle für bis zu sieben Personen.
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Selbst Großgewachsene haben in der zweiten Reihe nichts zu meckern. Das Panorama-Glasschiebedach schränkt jedoch die Kopffreiheit ein.
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Doch den eigentlichen Grund für das Facelift finden wir unter der Haube: Alle Motoren erfüllen nun, wie es der Gesetzgeber seit September 2015 vorschreibt, die Euro-6-Norm.
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Als Benziner ersetzt der neue 1.4er mit 150 PS und Turboaufladung die alte Maschine mit ebenso viel Leistung, aber Doppelaufladung mittels Turbo und Kompressor. Das Resultat sind 6,5 Liter Normverbrauch als Handschalter und 6,7 mit Doppelkuppler – immerhin sieben Zehntel weniger als bisher. Die Spitzenleistung liegt nun ein paar Hundert Umdrehungen früher an.
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Darüber rangiert wie bisher der Zweiliter-TSI, nur dass dieser ebenfalls auf den aktuellen Stand gebracht wurde. Das bedeutet 20 Mehr-PS auf nun 220 PS und 70 Newtonmeter obendrauf. Das reicht für eine halbe Sekunde Vorsprung beim Standardsprint und 225 km/h Topspeed – all das bei 7,3 Liter Normverbrauch.
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Der Zweiliter-Selbstzünder erfüllt nun ebenfalls die Euro-6-Norm und ist in drei Leistungsstufen bestellbar. Los geht es mit 115 PS, den Löwenanteil wird aber wohl die mittlere Variante mit nun 150 statt 140 PS abgreifen. Als Ecomotive geht es in 10,2 Sekunden auf Landstraßentempo, Schluss ist erst bei 203 km/h. Interessant ...
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... für alle Wohnwagenzieher: Optional gibt es den 150-PS-TDI auch mit dem Allradantrieb 4Drive – dann allerdings nur als Handschalter. Die obere Leistungsstufe hat nicht wie beim Passat 190 PS, sondern kommt in der Seat-Version mit 184 Pferden.
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Auf der Straße verhält sich der Alhambra wie eh und je. Allein mit seiner Masse hält er leichte Unebenheiten sicher von den Insassen fern, den Rest übernimmt das optionale Adaptivfahrwerk (1020 Euro), das in der Comfort-Stellung angenehm sänftig herüberkommt, während Sport die Muskeln ein wenig vorspannt – für einen Van zwar meist unnötig, aber was soll's.
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Kurven sind freilich nicht das Metier des Dickschiffs. Der hohe Aufbau macht sich schnell bemerkbar, und drückt Papa mal etwas forscher aufs Pedal, schiebt der Seat zahm über die Vorderachse. Die Lenkung zeigt sich angenehm direkt und mit wenig Spiel um die Mittellage. Nur bei hohen Lenkwinkeln fehlt ein wenig die Rückmeldung.
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Unter dem Strich ist der überarbeitete Alhambra der gleichwertigste Nicht-VW, den man derzeit im Konzern kaufen kann, denn das nahezu identische Schwestermodell VW Sharan kostet je nach Motorisierung zwischen 2035 und 3310 Euro mehr.
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Fazit von Redakteur Alexander Bernt: Seat hat beim Alhambra Motoren, Infotainment und Assistenzsysteme auf den neuesten Stand gebracht – nicht mehr und nicht weniger. Macht aber nichts, denn die Grundzüge passten auch vor dem Lifting. Der Alhambra ist ein unaufgeregter Van mit viel Platz – und damit einer der letzten seiner Art, die sich nicht um den Style-Faktor scheren – außer beim Namen der Ausstattungslinien.
Bild: Ronald Sassen
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Alternativen zum Seat Alhambra gefällig? Da wäre beispielsweise der Ford Galaxy (seit 9/15) • Preis: ab 33 310 Euro • zwei Benziner (160 und 240 PS), vier Diesel (120 bis 210 PS) • 6-Gang manuell / 6-Gang-DKG, Allrad (optional) • drei Ausstattungslinien.
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Karosserie: Die Neuauflage im Stile des aktuellen Mondeo erfreut mit dynamischen Linien. Alternativ: der noch sportlichere S-Max – dann aber mit maximal fünf Sitzen.
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Antrieb: Den Zweiliter-Diesel gibt es in vier Leistungsstufen von 120 bis 210 PS – Letzteren sogar doppelt aufgeladen. Die Benziner haben 160 oder 240 PS.
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Ausstattung: Business Edition und Titanium liegen nur 300 Euro auseinander. Erstere spricht mit Parkpiepsern und Navi Geschäftsleute an, Titanium ist mit 3-Zonen-Klima und viel Fahrassistenz ausgestattet. Extras: Metallic kostet beim Galaxy 765 Euro, eine elektrische Heckklappe 470 Euro.
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Renault Espace (seit 3/15) • Preis: ab 33.550 Euro • ein Benziner (200 PS), zwei Diesel (130 und 160 PS) • 6-Gang manuell / 6- und 7-Gang-DKG • drei Ausstattungslinien.
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Karosserie: Konzeptionell hat sich der Espace vom klassischen Van zum ausgefallenen Crossover gewandelt. Dennoch gibt es ab 800 Euro Aufpreis eine dritte Sitzreihe.
Bild: Toni Bader
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Antrieb: Den 200-PS-Benziner gibt es nur mit 7-Gang-, den Topdiesel nur mit 6-Gang-DKG. Der 130-PS-dCi setzt auf einen 6-Gang-Handschalter.
Bild: Toni Bader
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Ausstattung: Life, Intens und Initiale Paris heißen die Linien, wobei Letztere mit Bose-Sound, Adaptivfahrwerk und Leder im Grunde voll ausstaffiert ist. Bereits Life lässt kaum Wünsche offen. Extras: Metallic für 700 Euro, der sehr nützliche Einparkassistent kostet 500 Euro.
Bild: Toni Bader
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VW Sharan (seit 9/10, Facelift 7/15) • Preis: ab 32.000 Euro • zwei Benziner (150 und 220 PS), drei Diesel (115 bis 184 PS) • 6-Gang man. / 6-Gang-DKG, Allrad (150-PS-TDI) • drei Ausstattungslinien.
Bild: Werk
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Karosserie: Außer Grill, Leuchten und Schürze entspricht der Sharan 1:1 dem Alhambra. Unterschiede muss man woanders suchen. Etwa ...
Bild: Werk
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... bei der Ausstattung: Für den Sharan gibt es nämlich einen Adaptivtempomaten, den der Alhambra nicht hat – ob das jetzt gut oder völlig irrelevant ist, muss jeder selbst entscheiden. Extras: Metalliclack für günstige 665 Euro, das Adaptivfahrwerk kostet 1150 Euro.
Bild: Tobias Kempe
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Antrieb: Zwei Benziner und drei Diesel – davon der mittlere optional als Allradler. DSG für alle Motoren außer dem Basisdiesel mit 115 PS.
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