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Kaufberatung VW T4 California

VW T4 California Freestyle
Bulli zum Campen und Leben gesucht? Die ersten drei Generationen sind fest in Liebhaberhand, das Angebot ist spärlich. Okay, dann also der T4. "Der Golf unter den Wohnmobilen", lautete damals das AUTO BILD-Fazit nach solide absolviertem 100.000-km-Dauertest. AUTO BILD REISEMOBIL nimmt die vierte Generation unter die Lupe.
Bild: Christian Bittmann
VW T4 California Freestyle
Lange her: 1991 liefen die ersten, 2003 die letzten T4-California-Typen vom Band. Gut 50.000 Käufer legten sich voller Stolz ins "erste Doppelbett mit Frontantrieb", wie VW den nur 4,79 Meter langen Erfolgscamper bewarb. An Bord: vier Sitz- und Schlafplätze. Heute ist ein T4 ab etwa 6000 Euro zu haben.
Bild: Roman Raetzke
VW T4 California Freestyle
Unser Testwagen kommt aus der historischen Sammlung von VW Nutzfahrzeuge und markiert mit seiner üppigen Ausstattung das maximal Mögliche in der California-Reihe. 150-PS-TDI, Standheizung, Tempomat, großes Navi – alles drin fürs Luxusleben unterwegs. Freestyle-Typen dieser Güteklasse sind selten, kostbar und schon heute Klassiker. T4-typisch ist das nicht, aber sehr verführerisch.
Bild: Roman Raetzke
VW T4 California Freestyle Kaufberatung VW T4
Die bewährte Einrichtung übernahm der T4 vom Vorgänger. Dazu zählen auch die Drehsessel.
Bild: Christian Bittmann
VW T4 California Freestyle
Kompressor-Kühlbox, Zweiflammenherd, Spüle: Material und Machart sind von hoher Qualität und halten ewig.
Bild: Christian Bittmann
VW T4 California Freestyle
Das klappt alles: Sie Sitzbank wird zur Liegefläche umgelegt, ...
Bild: Christian Bittmann
VW T4 California Freestyle
... darunter findet sich der Esstisch.
Bild: Christian Bittmann
VW T4 California Freestyle
Unterm Doppelbett ist Platz fürs Gepäck, Fächer und Taschen sorgen für Ordnung.
Bild: Christian Bittmann
VW T4 California Freestyle
Große Fenster lassen viel Licht in den Innenraum.
Bild: Christian Bittmann
VW T4 California Freestyle
Volle Hütte: Zwei Leute finden unten einen Platz zum Schlafen, ...
Bild: Christian Bittmann
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... zwei weitere können sich unters Dach kuscheln.
Bild: Christian Bittmann
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Gut gelöst: Gasdruckdämpfer erleichtern die Bedienung des Aufstelldachs. Die Stehhöhe stimmt. So viel Nutzwert ...
Bild: Christian Bittmann
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... steckt immer drin. Doch darüber hinaus fällt es schwer, im Dickicht der Motorvarianten, Modellpflegen, Serien- und Sondermodelle den Überblick zu behalten.
Bild: Roman Raetzke
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Allen T4 gemeinsam ist das moderne, bis heute gültige Antriebskonzept mit quer verbautem Frontmotor und Vorderradantrieb. Damit verschwand die Käfer-DNA und stellte sich ein Fahrverhalten ein, das sich mehr nach Pkw als Nutzfahrzeug anfühlt. Das erleichtert Bulli-unerfahrenen Usern den Umgang mit dem T4 merklich. Vorausgesetzt, ...
Bild: Roman Raetzke
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... es steckt das passende Triebwerk drin. In Verbindung mit den Einstiegsmotorisierungen, ganz gleich ob 1,9-Liter-Saugdiesel (61 PS) oder 2,0-Liter-Benziner (84 PS), kommt keine Harmonie auf. Schlapp oder durstig, es macht einfach keine Freude.
Bild: Roman Raetzke
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Besser passen die Fünfzylinder. Als stoischer Dauerläufer gilt der Wirbelkammer-Diesel mit 2,4 Liter Hubraum und 78 PS. Der sonor klingende Benziner holt aus 2,5 Litern Hubraum 110 bzw. 115 PS. Weiter oben rangieren der Fünfzylinder-TDI mit 150 PS und der 2,8-Liter-V6 mit 140 bzw. 204 PS. Wer einen von beiden will, zahlt Aufpreis beim Kauf und an der Tanksäule.
Bild: Christian Bittmann
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Die bessere Wahl ist die goldene Mitte, der 2,5-Liter-TDI mit 102 PS – verlässlich, kräftig und mäßig im Durst.
Bild: Roman Raetzke
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Campen oder einkaufen, er kann halt alles. Mit flachem Aufstelldach ist er ein Auto für immer und als hoch bauender Exclusive ein Reisemobil für die Weltumrundung. Irgendwo dazwischen finden der vernünftige Coach, der raffinierte Biker oder der fesche Beach ihre Lücken und Liebhaber. Advantage, Generation, Event oder Freestyle: Die Liste der Sondermodelle ist noch länger.
Bild: Roman Raetzke
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Die Auswahl ist also groß, noch entscheiden Geschmack und Geldbeutel darüber, welcher California es werden soll. Bei 9000 Euro beginnen vernünftige Angebote, über 30.000 Euro werden auch schon mal gefordert – die zweite Karriere des T4 hat gerade erst begonnen.
Bild: Roman Raetzke
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Auf was ist beim Kauf eines T4 zu achten? Der größte Feind vieler früher und mittelalter Exemplare ist der Rost. Fast immer sind Karosserienähte und -fugen befallen. Das ist auch eine Folge der neuen Lacke auf Wasserbasis, die VW ab 1993 verwendete. Doch mit der Zeit wurde die Qualität besser. Wertiger und solider fassen sich späte T4 der Jahre 1996 bis 2003 an: Sie sind noch mal ein Stück mehr Auto als Transporter.
Bild: Roman Raetzke
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Checken sollte man den Scheibenrahmen. Bei falsch eingeklebter Frontscheibe droht auch hier Rost.
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Aufpassen, ob Spachtel und Farbe den Gammel in den Radläufen kaschieren!
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Die Trittstufen sind meist ausgelatscht und abgewetzt. Oft korrodieren die Kanten.
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Auch an der Tankklappe (sie befindet sich an der Fahrerseite) ist fast immer Rost zu finden. Unbedingt prüfen sollte man auch den Wasseranschluss.
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Auch die Schiebetüren sollte man kontrollieren: Von der Unterseite droht Rost, außerdem verschleißen die Rollen.
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Bei sorgloser Bedienung kommt es beim Aufstelldach zu Rissen im Stoff.
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Ein Problem vieler Fünfzylinder ist der Zahnriemen. Daher unbedingt auf die Wechselintervalle achten.
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Brechen im Faltenbalg Kabel, sind die Schalter in der Tür funktionslos.
Bild: Kai-Uwe Knoth
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Fazit von Jan-Henrik Muche: Sympathisch, praktisch, gut. So hat der California die Camperherzen erobert, so punktet er noch heute. Jetzt entdecken VW-Fans den T4, die Preise steigen. Ein feiner Freestyle ist ein Klassiker im Wartestand, der nur noch teurer wird. Urteil: 4,5 von fünf möglichen Punkten.
Bild: Roman Raetzke