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Kia Stinger vs. VW Arteon

Kia Stinger VW Arteon
Mit dem Stinger stellt Kia eine 54.900 Euro teure Limousine im Coupé-Stil auf die Straße, baut einen Sechszylinder-Benziner ein sowie Allrad und feinstes Leder, und wir sagen Wow! Das ist umso beachtlicher, weil wir zum ersten Vergleich den ebenfalls neuen VW Arteon mitgebracht haben. 
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Kia Stinger VW Arteon
Der soll so gut sein, dass ihm VW einen Doppeljob zutraut. Erstens soll er den CC ersetzen und zweitens an Stelle des ausgelaufenen Phaeton der neue Luxus-VW in der Limo-Liga sein. Ob das klappt? Ran ans Blech zum Vergleich!
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Kia Stinger
Ja, es ist wirklich ein Kia! Ex-VW-Mann Peter Schreyer, aus dessen Feder Golf IV und Audi TT stammen, hat mit dem Stinger einen Gran Turismo entworfen, der schon im Stand Gänsehaut macht. 4,83 Meter lang, nur 1,40 Meter hoch, ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Kia Stinger
... mit breiten Schultern am Heck und einer abfallenden Dachlinie an der C-Säule, die sexy aussieht, aber leider auch nicht allzu viel Sicht nach hinten lässt. Und man achte auf die vielen Details.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Kia Stinger
Erstens: den Frontgrill mit der Kia-typischen Tiger-Nase. Diese Linie haben sie zweitens oben in der Frontscheibe fortgesetzt. Dritter Augenschmeichler: Die Motorhaube ist inselartig eingearbeitet, das wirkt richtig edel.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Kia Stinger
So geht's innen weiter. Der Armaturenträger ist mit Leder bezogen, ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Kia Stinger
... hinterm Dreispeichenlenkrad klassische Rundinstrumente, ...
Bild: Kia Motors
Kia Stinger
... kleiner Automatik-Wählhebel, ...
Bild: Kia Motors
Kia Stinger
... oben der Touch-Bildschirm in Sichthöhe, drunter Kurzwahltasten für Telefon, Radio und Karte. Richtig fein, und doch haben wir zweimal Kritik. Der Monitor sitzt zu weit hinten, wer touchen will, muss den Arm zu lange ausstrecken.
Bild: Kia Motors
Kia Stinger
Und wir sitzen hinten ist nicht wirklich top, weil die Füße nicht weit genug unter die fetten Vordersitze passen.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Wechsel von Rot nach Gold. Ja, der Arteon sieht gut aus mit seinen grauen 20-Zöllern (1020 Euro) und dem Lack in Kurkumagelb metallic (760 Euro). Und ja, er macht mit seiner Außenlänge von 4,86 Metern (drei Zentimeter mehr als der Stinger) wirklich was her. 
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Unter dieser hübschen Hülle steckt viel bekannte Technik. Der Arteon steht auf der Plattform des Golf. Das heißt auch: Quer statt längs eingebaute Motoren, bei vier Zylindern ist Schluss. Der Arteon ist also unten ein Golf und oben ein Passat.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Von dem hat er nämlich das Cockpit. Und da gibt es ganz viel Lob für die Digital-Show mit Navi-Karte hinterm Lenkrad (510 Euro, gibt’s bei Kia nicht), saubere Verarbeitung, perfekte Ergonomie. 
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Aber auch zweimal Raum für Verbesserungen: In der 50.000-Euro-Liga darf beim Head-up-Display (565 Euro) keine Scheibe ausfahren.
Bild: Tobias Kempe / AUTO BILD
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Und das neue, große VW-Navi (1995 Euro) hinter Glas sieht zwar cool aus, aber "Plus" und "Minus" für laut und leise ist doof und lenkt ab. Bitte, bitte, VW: Gebt uns den Drehregler zurück! Und wenn ihr schon dabei seid, baut das Navi eine Etage höher ein.
Bild: Tobias Kempe / AUTO BILD
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Ach ja, sitzen hinten: viel besser im Arteon, bei der Kopf-und Beinfreiheit und beim Ausblick. Fondpassagiere würden VW kaufen, die vorne lesen jetzt ganz genau.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Ja, wir haben es krachen lassen auf der Rennstrecke. Und ja, der 280-PS-Arteon fährt dank Allrad so perfekt und zielgenau wie ein GTI – trotz seiner Länge. Die Federung ist über jeden Zweifel erhaben, ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... die Lenkung reagiert so direkt und richtungstreu – da kannst du beim besten Willen kein Haar in der Suppe finden. Aber dann sind wir auch da langgefahren, wo die Kunden diese Autos genießen: Landstraße, bergige Serpentinenpisten.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Und da haben wir uns verliebt in den Stinger. Ex-BMW-Entwickler Albert Biermann, dem wir Autos wie M3 und M5 verdanken, hat Kia das BMW-Gen eingepflanzt. Im Sport-Modus wird dieser Allradler zur Heckschleuder, ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... beim beherzten Tritt aufs Gas wackelt er am Scheitelpunkt der Kurve dankbar mit dem Arsch, als wolle er sagen: Ja, mach weiter, ich besorg's dir! Dabei ist die Lenkung erstaunlich direkt, der Stinger fährt für ein Auto dieser Gewichtsklasse überraschend agil, ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... hat mit seinem seidenweichen Sechszylinder immer genügend Bums und Kraftreserven, ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... wo der Arteon mit seinem Vierzylinder doch merklich angestrengt knurrt.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Nur der Sound ist noch ein bisschen zu leise und synthetisch, da darf sich Kia mehr trauen. Ach ja, am Ende unserer hügeligen Vollgas-Spaßrunde gönnte sich der Kia 13 Liter, der VW wollte 'ne Pulle (0,3 l) mehr.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Was den Preis angeht, dringen die Koreaner in die 50.000-Euro-Liga vor: 54.900 Euro für den V6-Stinger mit Komplett-Ausstattung, Aufpreis kosten nur Schiebedach (690 Euro) und Dreifach-Rot (890 Euro). 
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Und VW? 66.000 Euro! Das ist der Testwagen-Preis für den Arteon mit 280 PS und Allrad und R-Line-Paket, mit Navi, großen Alus, Lederausstattung. Über 11.000 Euro mehr, dafür zwei Zylinder, 90 PS und fünf Jahre Garantie weniger.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Das Fazit von Andreas May: "Bei diesem Vergleich gibt es keine zwei Meinungen: Der VW Arteon tut so, als sei er ein Premium-Coupé, der Kia Stinger ist wirklich eins. So luxuriös, so stylish, ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... so sportlich war noch nie ein Kia. Im VW steckt dagegen zu viel Golf fürs Geld. Die spannende Frage ist: Wer gibt so viel für einen Kia aus?"
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD