Wer der Supersportler-Konkurrenz zeigen will, wo "der Hammer hängt", muss auch auf der Rennstrecke eine gute Figur machen. Um das unter Beweis zu stellen, hat sich Mercedes für den SLS AMG die Berg- und Talbahn von Laguna Seca ausgesucht.
Retro ist beim SLS nur der Look. Unterm 11.900 Euro (!) teuren Speziallack gröhlt ein bäriger 6,3-Liter-V8, der 571 PS und ...
... 650 Newtonmeter auf die Hinterräder weiterreicht. Verbunden sind Motor (vorne) und Getriebe (hinten) mit einer nur 4,7 Kilo schweren Carbon-Welle.
Laaaaange Haube, kompaktes Cockpit, kurzes Heck – klassische Proportionen, die schon den 300 SL zur Legende haben werden lassen.
Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können: Verbund-Bremsen für 11.305 Euro.
Laguna Seca ist die berühmteste Rennstrecke Kaliforniens und berüchtigt für enge Kurven, die Mensch und Maschine an ihre Grenzen bringen.
Am Steuer des SLS ist eindeutig der Mensch das schwächste Glied.
Flügeltüren – cooler geht es kaum. Wobei die tiefe Unterkante der Dinger Demut verlangt. Vor allem beim Einsteigen.
Bei 317 km/h schiebt die Elektronik dem Vortrieb des SLS einen Riegel vor. Für so viel Speed reichen die kurvigen 3,6 Kilometer in Laguna Seca nicht aus. Ein Glück.
Doppelkurven, hängende Radien, fiese Ecke, tückische Wellen – wer in Laguna Seca schnell sein will braucht Talent, oder gute Assistenzsysteme. autobild.de-Redakteur Jochen Knecht vertraute auf Letztere.
Sieht schnell aus, und ist es auch: In kundigen Händen stürmt der SLS AMG in 3,8 Sekunden auf 100. Nach 11,7 Sekunden ist die 200er-Marke Geschichte. Die Schaltarbeit übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
Mercedes-Originalteile: DTM-Rekordmeister Bernd Schneider (rechts) hat den SLS AMG mit abgestimmt sehr zur Freude seins Chefs Dr. Dieter Zetsche (links).
Motor vorne, Getriebe hinten – die Transaxle-Bauweise sorgt für eine nahezu ideale Gewichtsverteilung ...
... von 47 zu 53 Prozent (vorne/hinten). Verbunden sind die beiden elementaren Bauteile über eine starre Röhre, die so genannte "Torque Tube", in ...
... der eine 4,7 Kilo schwere Carbon-Welle mit Motordrehzahl rotiert.
Hängende Kurven, tückische Radien, versteckte Wellen, fiese Ecken und feiner Sand am Rand er Piste. Laguna Seca ist ein Traum für ...
... Könner. Der SLS trägt's mit Fassung und ...
... bringt auch Durchschnittsfahrer sicher ins Ziel.
Zentrum der macht: Wählknubbel fürs Doppelkupplungsgetriebe, Schaltcharakteristik, ESP-Steuerung, Heckspoiler und AMG-Sportknopf liegen griffgünstig neben dem rechten Oberschenkel des Fahrers.
Die Inspiration für SLS-Cockpit kam von Flugzeug-Cockpits. Das kann man ihm jetzt ansehen, muss man aber nicht. Immerhin ist es schön aufgeräumt und erstaunlich komfortabel.
Noch ein Flügel: Bei 120 km/h sorgt der automatische Spoiler auf dem Kofferraumdeckel für Extra-Druck auf der Hinterachse.
Die Zehnspeichen-Schmiederäder (vorne 19 Zoll, hinten 20) machen einen flotten Fuß und saugen 2380 Euro aus dem Budget.
Retro-Heck mit Haken: Das Rundstück mag zwar an den 300 SL erinnern, ist aber unfassbar unübrsichtlich.
Der 571 PS starke 6,3-Liter-V8 ist ein echter Hochdrehzahl-Schreihals – und ein waschechter Affalterbacher. Jeder Motor wird von einem Mechaniker gebaut.
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