Bunter, lauter, schriller – Japans PS-Verrückte kennen keine Geschmacksgrenzen. Das Motto der Inseltuner lautet: Auffallen bis zum Umfallen. Auch wenn die Brieftasche dick ist, wird der Auftritt nicht schlanker – im Gegenteil, wie Japans schrillste Tuning-Lambos beweisen.
Unterm Regenbogen gibt's nicht viel Überlebensraum, dafür fliegt dieser Diablo in Ecstasy-Lackierung schlicht zu tief übers Land.
Lila Sause: Asiaten sind grunsätzlich Freigeister was das Veredeln sündhaft teurer Autos angeht. Es reicht nicht, dass sie selten sind, sie müssen Einzelstücke sein.
Einst von Design-Genie Marcello Gandini gezeichnet, nun von japanischen Pistonheads verfeinert: Lamborghini Diablo im GT-Look.
Flachgeschoss: ein 600 PS-Kampfstier unter stilisierten Fantasy-Blumenranken in Veilchenblau. Japanische Manga-Romantik trifft auf italienische PS-Erotik.
Matt is dat denn? Richtig, Batmans Lambo. Kommt frisch vom Tätowierer. Leider ist da ein bisschen was schiefgelaufen. Nicht zu sehen: die süße Ledermaus auf dem Beifahrersitz.
Diesen Miura Jota haben die japanischen Benzinblüter verschont. Doch vielleicht gibt's auch hier bald was auf die Wasabi-Nüsse. Wo bohrt man noch mal die Löcher für den Heckspoiler?
Dank strikter Tempolimits ist es in Japan relativ egal, ob so ein Flügelmonster nun Auf- oder Abtrieb generiert, hauptsache das ganze hat Style.
Die 80er: Supersportwagen waren kantig und flach wie Türkeile und kamen meist aus Italien. Dieser Jalpa bangt jetzt im japanischen Exil um sein rotes Original-Lackkleid.
Westcoast-Look in Fernost: Murciélago in Zuhälterweiß mit extremer Schreckschürze am Hintern. Prestigewert: unbezahlbar Materialkosten: definitiv mehr als 50 Cent.
Lamborghini Diablo VT: Das passiert, wenn attestierte Geschmacksfreiheit auf ein gut gedecktes Konto trifft.
Dieser doppelte Expresso Hokkaido macht garantiert wach. Auch ohne Suzuka, ähm Zucker. Okay, nächstes Foto, bitte.
Lamborghini Gallardo: ein bisschen brav muss sein!
Goldzilla greift Tokio an – rette sich, wer kann! Jetzt kann ihn nur noch der Stadtverkehr zur Strecke bringen! Ist der V12-Hitzetod unsere letzte Rettung?
Nein, Leistungsverweigerung können wir Japans Superreichen nicht vorwerfen. Dieser mülltütenblaue Murciélago wirkt sogar mal wie aus einem Guss.
Beim Barbecue der Lamborghini-Freunde Nagasaki geht's stets schillernd zu, vielleicht sind wir spießigen Altweltler einfach chronisch uninspiriert.
Wer nicht auffallen mag, kann beim jährlichen Grillfest der Stierreiter auch mit einem x-beliebigen Standard-Lambo auftauchen. Zum Beispiel ...
... mit einem von 83 gebauten Diablo GT mit 575 Original-PS unter der zerklüfteten Haube. Aber mal ehrlich: Wäre das nicht ein öder Auftritt?
Maximalbereifter Countach Quattrovalvole im wohl beliebtesten Sportwagenlackton der 80er-Jahre: Bianco Cocaina. Die schilldernde Halbwelt hat's damals geliebt.
Japan hat ein Platzproblem. Schnellfahren ist nicht drin, was die Lust auf rasante Autos nicht schmälert. Dass der Spoilerkram 300 Sachen nicht mitmacht, ist Wurst.
In diesem Kreise fest schon auffällig unauffällig: Dieser giftgrüne Murciélago kommt sogar ohne XXL-Biertheke aus – ach ne, doch nicht.
Der Countach war das Pin-up-Car der 80er. Und ist auch heute noch das perfekte Gefährt für Understatement-Feinde.
Lambo Jeannie, der bezaubernde Flaschengeist, erschien und versprach ihrem Befreier die Erfüllung zweier Wünsche. Der wollte unendlichen Reichtum und einen schnellen Wagen. Wunsch eins uns zwei kollidierten.
Ich muss hier weg, und zwar schnell: Teufelsrochen in Camouflage, passend für's Legoland. Als Variation ...
... in Gelb-Rot.
Meister Jota persönlich hat diesen Diablo mit Flügelwerk beschenkt. Klebemittel:
biologisch abbaubarer Ginseng.
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