Ganz oben ist es einsam, heißt es, stimmt aber nicht. Mit dem Rolls-Royce Phantom, dem Bentley Arnage und dem Maybach 62 S kämpfen drei Chauffeur-Limousinen um die Spitzen der Gesellschaft.
Die Sonderedition des Bentley Arnage gibt sich in diesem Vergleich bescheiden: Der luxuriöse Engländer misst 5,85 Meter.
Dezenter Hinweis: Ein Bentley braucht keine aufrechte Kühlerfigur. Jenseits des geflügelten "B" ...
... arbeitet der kräftige Biturbo-V8. Aus 6,7 Litern Hubraum holt das Aggregat 406 PS und 835 Nm Drehmoment. Das reicht für 7,1 Sekunden von 0 auf 100 und 200 km/h Spitze.
Glänzendes Designstück: aerodynamisch geformte Außenspiegel mit integrierten Blinkern.
Die Farbkombination muss man mögen: feines Leder und edles Holz, ...
... wohin das Auge auch schaut. Die Instrumente sind klar und gut ablesbar.
Edler kann man Bedienelemente kaum verpacken. Der Runde Knopf aktiviert die Gegensprechanlage zum Fond, in dem ...
... die Passagiere hinter einer dicken Trennscheibe Annehmlichkeiten wie den großen Zentralbildschirm, Schminkspiegel oder ...
... eiskalte Getränke aus der Bordbar genießen. Ein gepflegtes Ambiente für 517.457 Euro.
Edler Engländer Nummer zwei: Der Luxus-Klassiker Rolls-Royce Phantom streckt sich als "Extended Wheelbase" mit langem Radstand auf 6,08 Meter.
Schön wie eine Skulptur: Der Sechsliter-Zwölfzylinder mobilisiert 460 PS und 720 Nm Drehmoment, die ...
... den mächtigen Kühlergrill mit bis zu 240 km/h durch den Fahrtwind schieben. Den Sprint von 0 auf Tempo 100 erledigt die 2,6-Tonnen-Sänfte in 6,1 Sekunden.
Keine Chance für Langfinger: Die "Emily" ist versenkbar.
Da dreht sich nichts: Das Rolls-Royce-Logo auf den Rädern steht auch bei voller Fahrt schön aufrecht.
Der Clou des Phantom: Die Türen öffnen gegenläufig und ...
... geben so den Weg in den Innenraum frei. So muss ein Rolls eingerichtet sein – neuzeitlich-konservativ.
Wohlfühl-Oase für Superreiche: Wer hier hinten sitzt und sich durch die Gegend fahren lässt, hat in der Regel keine Geldsorgen mehr. Das empfiehlt sich auch bei 462.315 Euro Kaufpreis.
Maybach schlägt die Konkurrenz um Längen: Der 62 S beansprucht von Stoßfänger zu Stoßfänger satte 6,17 Meter Verkehrsraum.
Ein Mercedes-Stern wäre für dieses Gesicht zu profan, also ...
... prangt auf der Haube das Doppel-M – es steht für "Manufaktur Maybach".
Da haben die Designer zugeschlagen: Vom mächtigen V12 ist nichts zu sehen, dafür aber umso mehr zu spüren. 612 PS und 100 Nm Drehmoment katapultieren den Wagen in 5,2 Sekunden auf Tempo 100. Bei einer ...
... Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h muss der Chauffeur nicht wirklich oft hier rein schauen.
Die erste Reihe im Maybach wirkt technisch-unterkühlt – und doch sehr edel. Das fahrende Personal soll sich ja wohlfühlen.
Mehr Platz hat keiner: Der 62 S ist auf den hinteren Plätzen mit Liegesitzen ausgerüstet. Der besondere Clou ...
... ist das riesige Glasdach, das sich bei Sonnenschein automatisch abdunkelt.
Wer mit dem Maybach-Logo auf dem Heckdeckel reisen möchte, braucht ein extradickes Konto. 523.838 Euro kostet der Luxus auf vier Rädern.
Das Fazit von AUTO BILD-Reporter Jürgen Zöllter: "Bei aller Bewunderung dieser automobilen Kunstwerke verblüfft vor allem, mit welcher Leichtigkeit diese Riesen zu Werke gehen. Allen voran der magische Maybach, der sich beinahe wie ein Sportwagen anfühlt."
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