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Lichtsysteme im Vergleich

AUTO BILD-Licht-Test
Was können Bilux, Halogen, Xenon und Voll-LED? AUTO BILD hat es an zehn Neuwagen getestet. Hier kommen die Ergebnisse. Der Mercedes-Oldtimer (Baujahr 1949) in der Bildmitte wurde außerhalb der Konkurrenz zum Vergleich mitgetestet.
AUTO BILD-Licht-Test
Die Bewertung erfolgte in drei Kategorien: Sehen, gesehen werden und Innenraumbeleuchtung. Zur ersten Kategorie zählt die Ausleuchtung der Straße mit Abblend- und Fernlicht. Die zweite Kategorie bezieht sich auf die Wirkung von Scheinwerfern und Heckleuchten auf Gegenverkehr und nachfolgende Fahrer. Bei der Innenraumbeleuchtung wurde etwa getestet, wie gut eine Landkarte lesbar ist.
Dacia Duster
Dacia Duster: Beim Duster gibt es keine Wahl – er kommt ausschließlich mit Halogenscheinwerfern. Seine H7-Birnen verfügen anders als H4-Lampen nur über eine Glühwendel für Abblend- und Fernlicht. Das Licht hat den für Halogenscheinwerfer typischen Gelbton.
Dacia Duster
Der Duster leuchtet kräftig und gleichmäßig nach vorn. Gegen LED-Licht wirkt er antiquiert. Das Schild rechts ist gut erkennbar, vom Hirsch-Modell (links im Bild) sind es nur die Beine. Das Lichtdesign ist rein funktional: Bremslicht oben, Rückleuchte und Blinker darunter.
Dacia Duster
Der runde Freiflächen-Scheinwerfer in hoher Einbaulage erzeugt ordentliche Reichweite. Gut: Die H7-Birnen kann der Fahrer noch selbst tauschen.
Wertung • Sehen: 3 Punkte; gesehen werden: 3 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 2 Punkte. Gesamtwertung: 8 Punkte.
Mini Cooper SD
Mini • Der Mini zeigt, dass Xenon-Licht inzwischen auch im Kleinwagen-Segment zu haben ist. Natürlich gegen Aufpreis (690 Euro). Sind die besseren Scheinwerfer ihr Geld wert? Ja, mit Xenon-Fackeln sieht der Fahrer mehr, besser und weiter.
Mini Cooper SD
Der Mini beeindruckt mit seiner guten Ausleuchtung im Nahfeld. Das 950 Euro teure Kurvenlicht konnte dagegen nicht überzeugen. Auch von hinten wirkt der Mini sehr hell. Rückfahrscheinwerfer und Nebelleuchten sind jeweils doppelt vorhanden.
Mini Cooper SD
Scheinwerfer in prägnanter Kulleraugenform sind typische Designmerkmale des Mini. Ihre runde Form verbessert außerdem die Lichtleistung.
Wertung • Sehen: 3 Punkte; gesehen werden: 2,5 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 4 Punkte. Gesamtwertung: 9,5 Punkte.
Opel Insignia Sports Tourer
Opel Insignia Sports Tourer • Adaptives Fahrlicht (AFL+) nennt Opel sein Bi-Xenon-Scheinwerfersystem für den Insignia (Aufpreis: 1250 Euro). Die Ausleuchtung der Fahrbahn lässt kaum Wünsche offen.
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Kühl und hoch strahlt der Opel in die dunkle Nacht. Gegenüber dem Halogenlicht wirkt das AFL+ deutlich intensiver. Leider arbeitet das Kurvenlicht zu nervös. Die Rückleuchten des Kombis sind komplett in die Heckklappe integriert.
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Bi-Xenon-Scheinwerfer und Glühbirnenblinker sind eher unauffällig gestaltet. Das Tagfahrlicht strahlt hell mithilfe der modischen LED-Technik.
Wertung • Sehen: 4,5 Punkte; gesehen werden: 3 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 3 Punkte. Gesamtwertung: 10,5 Punkte.
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Jaguar XJ: Katzen sehen ja eigentlich gut. Diese leider nicht. Zumindest nicht so, wie man es in der Luxusklasse erwarten dürfte. Das Abblendlicht besitzt ausreichende Helligkeit und Reichweite, wirkt aber in dieser Klasse nicht mehr topaktuell. Sparen kann sich Jaguar das Abbiegelicht. Es leuchtet zwar beim Einlenken auf, nur hat der Fahrer nichts davon, denn die Außenspiegel verdecken den erhellten Bereich.
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Das Verkehrsschild und der Hirsch werden angestrahlt, allerdings etwas schlechter als bei der Premiumkonkurrenz. Das Fernlicht dagegen hat eine gute Reichweite. Die einteiligen Rückleuchten sparen Kosten. Durch ihre vertikale Form bekommt das Heck eine exotische Note, die neugierig macht.
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Der Jaguar-Scheinwerfer erzeugt nur ein durchschnittliches Xenonlicht. Der LED-Blinker dagegen ist extrem hell, das Lampendesign unaufdringlich.
Wertung • Sehen: 3 Punkte; gesehen werden: 4 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 4 Punkte. Gesamtwertung: 11 Punkte.
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VW CC: Der dynamische Lichtassistent (Aufpreis inklusive Kurvenlicht: 1215 Euro) optimiert das Licht der Xenon-Scheinwerfer je nach Tempo und Straßensituation. Der Fernlicht-Assistent kann nicht nur automatisch auf- und abblenden, sondern sogar um entgegenkommenden Verkehr herumleuchten. Dabei decken Walzen im Scheinwerfer Teile des Lichts ab und verhindern, dass Entgegenkommende geblendet werden.
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Die Nahfeldausleuchtung des Abblendlichts ist hervorragend, ganz ohne störende Streulichteffekte. Das VW-Licht wirkt etwas kalt und könnte noch mehr in die Tiefe strahlen. Hinten zeigt der CC ein auffälliges Leuchtendesign mit LED-Lichtleitern.
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Das aufwendige Xenon-Schwenkmodul ermöglicht eine dynamische Ausleuchtung. Gesteuert wird es über Schneckengetriebe, Stellmotor und Walze.
Wertung • Sehen: 4 Punkte; gesehen werden: 4 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 3,5 Punkte. Gesamtwertung: 11,5 Punkte.
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Lexus GS: Bei den Bi-LED-Scheinwerfern sind Abblend- und Fernlicht mit dem stromsparenden System bestückt. Allerdings enttäuscht das normale Fernlicht. Es hat weniger Tiefe, Helligkeit und wirkt nicht so homogen wie die Systeme der deutschen Konkurrenz.
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Die Ausleuchtung der Fahrbahn mit Bi-LEDs ist okay, aber angesichts des hohen Luxury-Paket-Preises keine Kaufempfehlung. Die L-förmigen Rückleuchten erinnern an ein BMW-Heck. Bei ABS-Bremsungen erzeugen die LEDs extrem helles Flackern.
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Der GS bietet im teuren Paket Voll-LED-Scheinwerfer. Ihre Leistung ist nicht besser als das serienmäßige Xenonlicht. Die Blinker arbeiten mit Glühbirnen.
Wertung • Sehen: 3 Punkte; gesehen werden: 4 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 5 Punkte. Gesamtwertung: 12 Punkte.
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Seat Leon: Der Seat Leon ist das erste Modell in der Kompaktklasse mit Voll-LED-Scheinwerfern (Aufpreis: 1190 Euro). Die Lichtleistung ist bei der Ausleuchtung mindestens auf Bi-Xenon-Niveau, eher sogar besser. Für das Fernlicht hält Seat eine automatische An-und-abschalt-Automatik bereit.
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Die LED-Module erzeugen ein fürs Auge sehr angenehmes weißliches Licht. Die Rückleuchten des Leon ähneln ein wenig denen des Audi A3.
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Auch das Lichtdesign des Leon ist gelungen. Hinten wie vorn sind die scharfkantigen Leuchten modern, aber nicht auffällig.
Wertung • Sehen: 4,5 Punkte; gesehen werden: 5 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 4 Punkte. Gesamtwertung: 13,5 Punkte.
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Audi A7 Sportback: Der R8 war als erster Audi mit LED-Scheinwerfern erhältlich, nun ist das System auch im A7 angekommen (Aufpreis: 1800 Euro).
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Farblich gleicht das LED-Abblendlicht mehr Tageslicht als Xenonscheinwerfern. Damit ist es fürs Auge angenehmer. Das Nahfeld wird perfekt erhellt. Das Kennzeichenlicht ist fast zu hell.
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Audis LED-Licht wird über kleine Linsen gebündelt und rein elektronisch gesteuert. Auch der Blinker arbeitet mit LEDs und leuchtet extrem zackig auf und ab.
Wertung • Sehen: 4 Punkte; gesehen werden: 4,5 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 5 Punkte. Gesamtwertung: 13,5 Punkte.
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Mercedes CLS • Mercedes bietet mit dem CLS erstmals ein Voll-LED-System an (Aufpreis: 1773 Euro). Der Fernlichtassistent blendet auf dunkler Strecke nicht schlagartig auf, sondern fährt das kraftvolle Fernlicht behutsam zur maximalen Stärke nach oben. Beim Gegenverkehr lässt die Elektronik das Licht stellenweise etwas zu lange aktiv.
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Angenehm weiß und hell leuchtet der CLS die finstere Landstraße aus. Statt in die Höhe dürfte noch mehr Licht zur Fahrbahnmitte fallen. Von hinten ist der CLS durch ovale Leuchten unverwechselbar. Der Rückfahrscheinwerfer hat nur eine Glühbirne.
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In den komplex aufgebauten Scheinwerfer ist auch ein erweitertes Nebellicht integriert. Die Blinker-LEDs strahlen zweireihig über dem Abblendlicht.
Wertung • Sehen: 4,5 Punkte; gesehen werden: 4 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 5 Punkte. Gesamtwertung: 13,5 Punkte.
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BMW 6er Coupe • Das Abblendlicht des Voll-LED-Systems (Aufpreis: 2200 Euro) hat eine marginal kürzere Reichweite als das des Audi, wirkt dafür sehr homogen. Die Sichtbarkeit von Schlaglöchern und Hindernissen war bei keinem anderen Kandidaten besser. Auch das Fernlicht leuchtet die Fahrbahn perfekt aus und schafft eine Reichweite von mehreren Hundert Metern.
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Die Lichtkeule konzentriert ihre LED-Lichtstrahlen gleichmäßig auf die Fahrbahn. Streulicht in Baumkronen oder Eigenblendung gibt es nicht. Wie der Audi hat der BMW zweiteilige Rückleuchten in Lichtleiter-Technik. Das Bremslicht ist extrem hell.
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Die BMW-typischen Corona-Tagfahrleuchten sind selbst bei strahlendem Sonnenschein gut sichtbar. Beim 6er arbeiten sie mit Reflektoren und schwenken mit.
Wertung • Sehen: 5 Punkte; gesehen werden: 5 Punkte; Innenraumbeleuchtung: 4 Punkte. Gesamtwertung: 14 Punkte.
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Der Mercedes 170 V macht die Fortschritte in der Lichttechnik gut sichtbar. Mit Abblendlicht kommen in 50 Meter Entfernung nur noch müde 22 Lux beim Messgerät an. Zum Vergleich: Der Mercedes CLS mit LED-Scheinwerfern liefert aus gleicher Entfernung 514 Lux ab. Die beiden Biluxbirnen ...
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... in den frei stehenden Lampen sind Zweifadenkolben für kombiniertes Fern- und Abblendlicht. Diese Technik war zwischen 1924 und 1971 gängig. Dann folgte Halogenlicht, ab 1991 die Xenontechnik.
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Bilux ist heute nur noch in Oldtimern zu finden. Die Leistung der Birnen beträgt 35 bis 40 Watt. Für Abblend- und Fernlicht gibt es je einen Glühfaden.
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Halogenlampen erzeugen deutlich helleres Licht als Biluxbirnen, vor allem die H4-Birnen mit Zweifadensystem, die ab 1971 auch für die Hauptscheinwerfer eingesetzt wurden. Sie sind heute noch sehr verbreitet. Als H1, H3, H7, H9, H11 und HB3 haben sie nur eine Glühwendel. Sie werden für Abblend- sowie Fernlicht verwendet. Die H4-Lampe dagegen hat zwei Glühwendeln, eine fürs Abblend-, die andere fürs Fernlicht.
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Eine noch bessere Ausleuchtung ermöglicht die Xenonleuchte, auch Gasentladungslampe genannt. Dabei bringt eine hohe Zündspannung das Edelgas Xenon im Kolben mithilfe eines Lichtbogens zum Leuchten. Die Lebensdauer ist viel länger als bei Halogenlicht.
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LEDs sollen ein ganzes Autoleben lang halten. Dioden sind Halbleiter und erzeugen ihr Licht durch die Wanderung der Elektronen. In Autoscheinwerfern werden sie zu Gruppen gebündelt und elektronisch gesteuert. Im Test war die Lichtausbeute zwar nicht unbedingt größer als bei der Xenontechnik, aber die Farbe wirkte angenehmer fürs Auge.