Zur Homepage

Lotus Elise Cup 250 (2016): Fahrbericht

Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
Wer einmal im Leichtbau-Labor von Lotus an zahlreichen Charts, Balkendiagrammen und einer bis auf alle Einzelteile zerlegten Elise vorbeigeschlendert ist, der weiß, dass die Truppe von CEO Jean-Marc Gales beim Thema Gewicht keinen Spaß versteht. Hier ein Gramm, dort ein halbes. Die Elise Cup 250 hat gegenüber ihrer direkten Vorgängerin Elise Cup 220 ordentlich abgespeckt. Mit dem optionalen ...
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
... Aero-Paket aus Carbon liegt die Gewichtsersparnis unterm Strich bei 31 kg, trotz der größer dimensionierten Vorderräder. Beachtlich, schließlich ist auch die Ausgangsbasis bekennender Minimalist. Eine leichte Lithium-Ionen-Batterie samt kompakterer Befestigung (minus 10 kg), Schalensitze aus Carbon statt Kunststoff (minus 6 kg), ...
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
... leichtere Felgen (minus 1,5 kg), das Carbon-Fiber-Aero-Pakage (minus 10 kg) und weitere Detailarbeiten machen es möglich. Bei der Leistung des Vierzylinder-Kompressor-Motors legen die Briten um 29 PS auf 246 PS zu, bei unverändertem Drehmoment von 250 Nm. Das drückt das Leistungsgewicht auf 3,8 kg/PS. Vor allem das nun vorhandene ...
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
... Drehmomentplateau von 3000 U/min bis 6500 U/min soll der Längsdynamik zugute kommen. Um den Fokus noch konsequenter auf die Rennstrecke zu legen, bekommt die Elise als Cup 250 Yokohama Advan A048 Semislicks mit eigener Lotus-Kennung spendiert. Die 20 Millimeter breiteren Vorderreifen sollen das Einlenkverhalten nochmals steigern.
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
Doch genug der Zahlen, schließlich muss die Elise auch auf Asphalt und nicht nur auf dem Datenblatt überzeugen. Dazu geht es erstmal auf die britischen B-Roads, schließlich soll die neue Elise auch auf der Straße funktionieren. Hat man sich über den breiten Schweller und den schmalen Einstieg erst mal in die Schalensitze gefriemelt, lässt es sich überraschend entspannt dahingleiten. Typisch Elise sind die Bedienkräfte, vor allem in der servolosen Lenkung, sehr hoch. Lohn der Anstrengung ist ...
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
... eine glasklare Rückmeldung über den Zustand der Vorderachse. Allenfalls heftige Schlaglöcher, die einem ziemlich unverblümt in die Lenkung knallen, sind weniger angenehm. Die stramme Kupplung hat einen gut dosierten Schleifpunkt und ermöglicht in Verbindung mit der herrlich metallisch klackenden Schaltung schnelle und präzise Gangwechsel. Dazu passt auch die verbindliche Dämpferabstimmung, ...
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
... die kleine Unebenheiten sauber pariert. Alltagstest bestanden, doch die wirkliche Härteprüfung folgt auf der Rennstrecke. Auf 3,54 km testet Lotus sowohl Straßen- als auch Rennautos, kein Wunder also, dass sich die Elise Cup 250 hier wie zu Hause fühlt. Die schnellen Richtungswechsel des South Circuit gehen dem Leichtgewicht locker von der Hand, mit der präzisen Lenkung lassen sich die Curbs perfekt anpeilen. In der ersten von zwei Haarnadelkurven kommen ...
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
... die breiteren, haftungsstarken Yokohamas ins Spiel und betonieren die Vorderachse auf die Ideallinie. Neutral bis leicht übersteuernd, dabei aber immer sauschnell, wieselt die Elise über den Kurs. Der bis zu 200 km/h schnelle Rechtsknick der Windsock Corner offenbart das Potenzial des Aerodynamikpakets, welches das Auto beim Topspeed von 248 km/h mit 155 kg an den Asphalt heftet. Vor der Schikane liegt der härteste Bremspunkt der Strecke, ...
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
... auch hier spielt die Britin die Vorteile ihres geringen Gewichts brutal aus! Die verhältnismäßig klein dimensionierte Bremse verliert sich auch nach mehreren Runden nicht im Fading. Die letzte Haarnadel mit spätem Scheitelpunkt anpeilen und voll rausbeschleunigen. Einzig hier würde man sich vom Motor etwas mehr Dampf wünschen, 250 Nm sind eben auch bei solch geringem Gewicht keine Drehmomentmacht.
Bild: Werk
Lotus Elise Cup 250 (2016) im Test
Am Ende der folgenden Gerade steht dennoch wieder ein deutlich dreistelliger Geschwindigkeitsbetrag auf dem Tacho. Deutlich fünfstellig muss man beim Kauf investieren, ...
Bild: Werk
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/5/7/4/4/9/3/Lotus-Elise-Cup-250-2016-im-Test-1200x800-1379fc756fb2dd10.jpg
... ab 61.100 Euro startet das 250-Cup-Modell in Deutschland. Wer sich neben dem Carbon-Fiber-Aero-Package noch das ein oder andere Fünkchen Luxus wie eine Klimaanlage oder die umfangreichere Lederausstattung gönnt, der landet schnell ...
Bild: Werk
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/5/7/4/4/9/3/Lotus-Elise-Cup-250-2016-im-Test-1200x800-6f56db2c406ec2a1.jpg
... bei 70.000 Euro. Klar, ein Lotus bietet ein einzigartiges Fahrerlebnis, ist puristisch, direkt und ehrlich wie kein Zweiter. Wie viele Käufer das über den Einstiegspreis hinwegsehen lässt, bleibt abzuwarten.
Bild: Werk
https://i.auto-bild.de/ir_img/1/5/7/4/4/9/3/Lotus-Elise-Cup-250-2016-im-Test-1200x800-bc3c4957de094774.jpg
Fazit von André Aust: Mit der Elise Cup 250 meldet Lotus seinen Platz im Revier der Tracktools an. Leichtbau als Basis für schnelle Runden kennen wir bereits. Neu sind die konsequente Aerodynamik und der kompromisslose Yokohama-Reifen – eine schnellere Elise gab es nie. Dem horrenden Einstiegspreis stehen bei regelmäßigen Ausflügen auf die Rennstrecke relativ geringe Verschleißteilkosten gegenüber.
Bild: Werk