Neuer Mazda5? Die Unterschiede zum erfolgreichen Vorgänger sind auf den ersten Blick nicht so leicht auszumachen. Die Scheinwerfer in Ellipsenform wurden wie der typische Fünfpunkt-Grill dem Markengesicht angepasst, die Stoßfänger gerieten vorn wie hinten etwas wuchtiger.
Die neue Gestaltung der Rückleuchten mit etwas mehr Klarglas bekommt dem Japaner gut, ist aber nicht außergewöhnlich oder gravierend markant.
Und auch unter dem Blech bleiben die Veränderungen übersichtlich: Mazda hat die Achsgeometrie und die Dämpferabstimmung modifiziert, ...
... das soll insbesondere bei voller Beladung mehr Komfort und Sicherheit bringen.
Neue Felgen werten nicht nur die Optik auf, sondern senken dank ihrer Härte auch den Geräuschpegel.
All das wird aber noch keinen Kunden zum Kauf bewegen – auch nicht, dass der Zweiliter-Benziner jetzt mit einem elektrischen Gaspedal, Sechsgang-Getriebe oder einem erhöhten Bremsdruck für bessere Dosierbarkeit aufwartet. Dafür gibt es auf Wunsch elektrische Schiebetüren ...
... und bis zu sieben Plätze mit maximal 1678 Liter Stauraum fürs Familiengepäck.
Wohl aber könnte das nochmals verbesserte Preis-Leistungs-Verhältnis den Käufer überzeugen. Zwischen 200 und 600 Euro weniger ruft Mazda für seinen Familientransporter auf.
Die Basis "Komfort" mit fünf Sitzen und dem 1,8-Liter-Benziner und 115 PS kostet mindestens 20.200 Euro, der fünf PS schwächere Diesel ist ab 22.500 Euro zu haben.
Sieben Sitze und eine Klimaanlage gibt es in der Exclusive-Linie, die 21.900 Euro kostet. Wer den 146 PS starken Zweiliter-Benziner sein Eigen nennen will, muss 22.900 Euro anlegen.
Flott und sparsam ist der 5er mit dem 140-PS-Diesel, der gut mit einem knackig abgestimmten Sechsgang-Getriebe harmoniert und mit 24.900 Euro den Geldbeutel nicht über Gebühr belastet.
Seine Qualitäten hat sich der Mazda allesamt bewahrt: Die Sitze klappen dank des cleveren Karakuri-Sitzsystems kinderleicht weg, ...
... die Bedienung ist einfach und die Zahl der Ablagen (45 Stück!) beachtlich.
Eine überarbeitete Mittelkonsole mit großem Bildschirm und bessere Kunststoffe lassen den Van wohnlicher erscheinen, das Geräuschniveau ist erfreulich niedrig bis Tempo 160.
Wegen der Ledereinrichtung ist die "Top"-Austattung die einzige Variante, die beim Preis geringfügig zugelegt hat. Wer sie weglässt, bekommt 500 Euro erstattet.
Bei den Motoren hat Mazda keine Hand angelegt, gerade die Benziner wirken im Vergleich mit der Konkurrenz wenig spritzig, gelten aber mechanisch als absolut solide.
Der Zweiliter-Benziner kann mit einer neuen Fünfgang-Automatik kombiniert werden. Die kostet 1380 Euro und raubt dem Motor gefühlte 30 PS.
Markanter haben die Japaner die Front gestaltet und der Familienoptik angepasst.
Ein Hauch von Luxus hält mit der "Top"-Ausstattung Einzug im Japaner: Für mindestens 25.900 Euro sind Ledersitze und Bi-Xenon-Scheinwerfer an Bord.
Karakuri – so nennt Mazda das patentierte Klappsystem – macht das Umlegen der Sitze einfach.
In der Aufpreisliste stehen dann nur noch das Festplatten-Navigationssystem für 2470 Euro oder die neuen elektrischen Schiebetüren für 770 Euro.
LEDs hinten sind Teil des Sport-Paketes und lassen die Heckleuchten markanter erscheinen.
Mazda hat den 5 nicht neu erfunden, aber im Detail verbessert. Familien wird es freuen, zumal der japaner günstiger wird.
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