McLaren-Mercedes aus Streichhölzern
Boxenstopp: In der ehemaligen Küche seiner Tante hat Michael Arndt den McLaren-Mercedes aufgebaut. In sechseinhalb Jahren wurden 956.000 Streichhölzer und 1686 Tuben Klebstoff verarbeitet.
Der Start: Mit Streich- und Kaminhölzern formt Arndt das erste Rad: "Ich wollte mit dem Schwersten anfangen."
Geduldsprobe: Skeptisch blickt der Schöpfer zwei Monate später in die Kamera. "Die Lust habe ich aber nie verloren."
Erster Erfolg: Im Dezember 2001 nehmen die Räder langsam Form an. Zaghaftes Lächeln beim Modellbauer.
Das Vorbild: Anhand dieses 1:18-Modells des MP 4/14 errechnete der Streichholz-Mann die Original-Dimensionen.
Probesitzen: Endlich sind die Räder fertig. Arndt testet die Fahrerposition: "Ein schöner Moment!"
Grund und Boden: Für den Unterboden verklebt Arndt die Hölzer zehnlagig: "Er sollte einen Erwachsenen halten."
Am Ziel: Nach sechseinhalb Jahren freuen sich Arndt und seine Freundin Neclar über das fertige Werk.
Bei Bedarf kann der Bolide in 45 Einzelteile auseinandergenommen werden.
Starke Bindung: Den Klebstoff musste Arndt regulär kaufen. 300.000 Streichhölzer bekam er aus dem Werbegeschenke-Fundus einer Wolfsburger Friseurin, die restlichen kaufte er im Supermarkt. "Alles in allem hatte ich etwa 6000 Euro Kosten."
Liebevolle Details: Auch über dem Fahrersitz entspricht das Holz-Modell dem Original.
Kopf ab: Am selbst gebauten Zündkopf-Knipser kann Arndt auch gleich die richtige Länge für das Streichholz ablesen.
Überschaubar: die Standardausrüstung eines Streichholz-Künstlers. Insgesamt 956.000 Hölzer hat Michael Arndt in sechseinhalb Jahren ...
... verklebt, um das Weltmeisterauto von Mika Häkkinen aus der Saison 1999 im Original-Maßstab nachzubauen. Sechseinhalb Jahre Streichhölzer köpfen, halbieren, verkleben. Tag für Tag, Stück für Stück.
So viele zündende Ideen: Mit Miniatur-Lokomotiven begann Michael Arndt 1983 sein Hobby. Seitdem hat er Zehntausende Tuben Uhu verbraucht und Hunderttausende von Streichhölzern verbaut. Alles ist fein säuberlich auf Strichlisten vermerkt.
Weitere Modelle des Streichholz-Manns: Die Dampflok aus 27.800 Hölzern war Arndts zweites Projekt nach einer Diesel-Lok (5600 Teile).
Das Rathaus von Hannover entstand mit Hilfe von Originalplänen und 61.000 Streichhölzern.
Das Hermannsdenkmal aus Detmold erinnert an den Sieg gegen die Römer. Dafür verbrauchte Michael Arndt gesamt 30.000 Streichölzer.
Das Märchenschloss Neuschwanstein wurde im Original von Ludwig II. von Bayern erbaut. Arndt baute es mit 57.800 Hölzern nach.
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