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Mercedes A-Klasse im Test

Mercedes A-Klasse
Die Mercedes A-Klasse ist jetzt total vernetzt und gibt sich so modern wie sicher. Dass sie in ihrer jüngsten Auflage auch das Wesentliche nicht vergisst, zeigt unser Test, bei dem am Ende zwar eine glatte 2 zu Buche steht, ...
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
... der aber mit einem Dämpfer beginnt: Knirschend-schabend schiebt sich der A 200 über die Parkhaus-Rampe. Wenig Federweg, dazu volle Beladung – schon streift der kleine Mercedes seine Alltagstauglichkeit und im gleichen Zuge auch etwas vom Unterbodenschutz ab.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
Tatsächlich hängt die Karosserie reichlich tief über der Straße. Auch Bordsteine oder steilere Auffahrten bereiten Probleme. Dann stupst die A-Klasse mit ihrer langen Nase gegen entsprechende Hindernisse.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
Wie jetzt? Die A-Klasse ist doch nicht klasse? Quatsch. Aber wir von AUTO BILD haben uns dieses wichtige Auto mal ganz genau angesehen. Diesen Alltags-Check werden Sie jetzt öfter lesen. Hart manchmal, aber ein gutes Auto muss das aushalten.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
Denn der A 200 meistert trotz Nase den Alltag sehr anständig. Fahrer und Beifahrer sitzen hervorragend, fühlen sich von den fest gepolsterten Sitzen verbindlich umfasst ...
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
... und können reichlich am neuen (aber gewöhnungsbedürftigen) Multimediasystem spielen. Besonders viel Liebe haben die Mercedes-Entwickler in die Abstimmung der Sprachbedienung gesteckt. So kann das System auch einfachste Fahreransagen ("Mir ist kalt!") deuten und die Heizung höherdrehen. Das klappt schon erstaunlich gut.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
Wie schon der Vorgänger ist auch die neue A-Klasse nicht besonders übersichtlich gebaut. Nach schräg hinten fällt das Peilen auf Poller und Co. besonders schwer.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
Und das Einsteigen in den Fond gleicht bei Erwachsenen einer Körper-Biege-Übung. Grund: Am weit nach vorn ragenden Radhausbogen geht's vorbei ...
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
... auf eine weiter hinten montierte Fondbank.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes A-Klasse
Dafür hat Mercedes die neue A-Klasse sehr edel und wohnlich eingerichtet und bietet eine riesige Auswahl an Komfortausstattung (inklusive verspielter Innenraum-Ambiente-Beleuchtung in 64 verschiedenen Farben) und viele Möglichkeiten, den Innenraum zu individualisieren.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Im Kofferraum stehen mindestens 370 Liter Platz für Gepäck zur Verfügung. Aufpreisfrei lässt sich die Fondbank flach falten – dann wächst das Volumen auf 1210 Liter Fassungsvermögen. Das ist leicht unter Klassendurchschnitt. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Die Kofferraumöffnung ist nun endlich größer, aber obenrum immer noch eng geschnitten. Sperrige Sachen müssen also sorgsam verstaut werden. Unnötig altmodisch finden wir, dass sich beim Zurückschwenken der Banklehne die Gurtbänder einklemmen können.
Bild: Daimler AG
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Beim Fahren fällt sofort auf, dass der Motor (es ist ein recht kleiner 1.3er, der mit Renault-Hilfe entsteht) zwar lebhaft-drehwillig und auch vibrationsarm arbeitet, doch für diese Preisliga etwas angestrengt wirkt. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Das Getriebe (Doppelkupplungsautomatik) sortiert die sieben Vorwärtsgänge schnell, wechselt geschliffen die Übersetzungen, reagiert allenfalls auf Kickdown-Anfragen unschlüssig und wie fast alle Direktschaltgetriebe zu passiv, ...
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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... der optimal an der Lenksäule angebrachte Wählhebel könnte wertiger sein. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Die Federung schluckt Unebenheiten außerordentlich erwachsen, reagiert auf Verwerfungen feinfühlig und hat auch mit reichlich Ballast an Bord keine Probleme, heftige Bodenwellen zu parieren.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Gegen Gullydeckelkanten oder Bitumenflicken prallt der A 200 jedoch etwas derbe. Das ist als Zittern spürbar und leider auch als polterndes Geräusch hörbar. Ganz selten mal haut das Fahrwerk in die Anschläge, nervöse Unruhe resultiert daraus jedoch nie.
Bild: Daimler AG
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Die Lenkung entspricht dem ausgeglichenen Temperament des A 200: Um die Mittellage noch gelassen, dank definierter Rückstellung und passender Übersetzung auch sportlich tragbar – so schafft der Mercedes gemütliche Gangarten genauso gut wie freudvolles Kurvenräubern.
Bild: Daimler AG
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Im Testwagen war die sogenannte Direktlenkung montiert. Dabei lässt ein spezielles Lenkgetriebe je nach gefahrener Geschwindigkeit verschiedene Übersetzungen zu. Bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn könnte der Wagen jedoch gern sauberer geradeaus laufen, so richtig fein am Strich geführt fühlt sich jedenfalls anders an.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Der Motor mit 163 PS und passablen 250 Newtonmeter Drehmoment kommt über eine sehr progressiv gestaltete Kennlinie am Gaspedal stärker rüber, als er tatsächlich ist. Den Sprint von 0 auf 100 km/h zum Beispiel schafft ein 13 PS schwächerer VW Golf 1.5 TSI messbar schneller.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Auch der Verbrauch sollte niedriger sein. Der nach Euro 6d-TEMP inklusive Benzinpartikelfilter blitzsaubere Motor verbrennt auf unserer 155-Kilometer-Testrunde 6,9 Liter Super im Schnitt (statt versprochener 5,3 Liter), pustet entsprechend reichlich CO2 in die Umwelt. Wenn man den A 200 entspannt rollen lässt und auf höheres Autobahntempo verzichtet, kommt der Vierzylinder mit 5,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer aus.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Das relativiert die Kosten. Denn bei den 30.232 Euro Grundpreis für einen A 200 bleibt es kaum. Auch wenn Mercedes schon serienmäßig ein großes Sicherheitspaket schnürt: Die wichtigsten elektronischen Helfer wie Bremsassistent oder aktiver Spurhalter sind serienmäßig an Bord.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Und das vorbildliche Pre-Safe-System kostet faire 393 Euro Aufpreis – und gehört für unser Verständnis immer ins Auto. Die Airbags für die Fondsitze gibt es hingegen nur in Verbindung mit einer nächsthöheren Ausstattungs-oder Stil-Linie. Macht also zusätzlich zu den 446 Euro für die Luftsäcke noch mindestens 1213 Euro für die Variante Style.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Das Fazit von Jan Horn: "Die A-Klasse hat zwei Seiten. Zuerst: ein schicker Kompakter, der richtig gut fährt und sehr modern mit Assistenz und Multimedia bestückt ist. Und dann ist da ein Mercedes, der erst vollständig sicher und technisch optimal aufgerüstet vorfährt, wenn viel zusätzliches Geld fließt."
AUTO BILD-Testnote: 2.

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