Bequem rein und raus: Nicht nur, wer es im Rücken hat, weiß leichten Ein- und Ausstieg zu schätzen. Mercedes-Benz und Peugeot haben dafür ihr eigenes Konzept.
Mit elektrischen Gleittüren will der Peugeot 1007 die Autowelt revolutionieren. Das Coupé der Mercedes A-Klasse dagegen setzt auf klassische Klapptüren und Sandwich-Bauweise.
Der Peugeot 1007 ist der Geheimtip für Rheumageplagte und Hexenschußopfer – auch wenn beim Einstieg die Tür zum Festhalten fehlt.
Auch der kleine Mercedes entpuppt sich als ideales Gefährt für ungelenkigere Autofahrer, die zudem gerne höher sitzen und eine gute Übersicht schätzen.
In der A-Klasse thront der Fahrer 67 Zentimer über der Straße, beim 1007 sind es drei Zentimeter weniger. Den Vergleich der beiden Sitzhöhenriesen ...
... gewinnt der A 150, weil er ausgereift, bequem, fahraktiv und vielseitig nutzbar ist. Außerdem überzeugt der Baby-Benz durch gute Qualitätsanmutung.
Wer mit drei Türen auskommt, zahlt für das Coupé 870 Euro weniger als für den Fünftürer. Für den A 150 mit 95 PS starkem Vierzylinder verlangt Mercedes-Benz 17.980 Euro.
Die passen auch großen Fahrern: gut geformte Vordersitze mit langem Verstellbereich.
Das Cockpit ist konservativ, aber ergonomisch tadellos. Die Oberflächen und Meterialien wirken hochwertig.
Der Tacho übertreibt gehörig: Maximal sind 175 km/h möglich.
Sehr flexibel: Die Rücksitze sind vielfach und leicht zu variieren, der Ladeboden (174 Euro Aufpreis) läßt sich absenken. Das Gepäckabteil der A-Klasse schluckt zwischen 350 und 1370 Liter.
Der Mercedes-Fahrer sitzt hoch über dem Asphalt, aber die Beine sind nicht so stark angewinkelt, ...
... weil der Fahrzeugboden höher liegt.
Der Peugeot-Fahrer hockt aufrechter. Bei beiden Konzepten ...
... ist der Ein- und Ausstieg durch die weit öffnenden Türen sehr bequem (auch wenn der Kollege Maltzan etwas angetrengt wirkt). Beim Peugeot geben die Schiebetüren eine 92 Zentimeter breite Öffnung frei, aber ...
... außer seinen Türen hat der Peugeot keine wirklich überragenden Qualitäten zu bieten. So reicht es in diesem Vergleich nur zu Platz zwei.
Ein Zug am Griff aktiviert den Mechanismus – bis zum Einstieg vergehen aber lange sechs Sekunden.
Die kurzen Sitze sind straff und geben guten Halt. Als nettes Detail ...
... gibt es wechselbare Bezüge – so bleibt das Auto jung.
Auch die Zierblenden und Abdeckungen sind austauschbar. Zur Wahl stehen neun Farben. Der Austausch dauert 15 Minuten und kostet 251 Euro.
Geformt wie eine liegende Acht erinnern die beiden Nullen des 1007-Logos an das Zeichen für Unendlichkeit, was aber eindeutig nicht auf ...
... den Kofferraum anspielen dürfte. Mit 178 Litern bei normaler Rückbankposition ist der nämlich mini ausgefallen. Er läßt sich aber auf 1048 Liter vergrößern.
AUTO BILD Redakteur Jörg Maltzan sieht in den Schiebetüren des Peugeot keinen Vorteil: "Die A-Klasse ist das rundum bessere Auto."
Es gibt noch mehr als A-Klasse und 1007 für den bequemen Einstieg: Zum Beispiel den Ford Fusion (baugleich mit Mazda2) ...
... mit einer Sitzhöhe von 57 Zentimetern. Neben der Handschaltung bieten die Kölner ein automatisiertes Schaltgetriebe oder eine Vollautomatik an.
Drei Benziner mit 75, 80 und 100 PS sowie zwei Diesel mit 68 und 90 PS stehen zur Auswahl. Die Preise liegen zwischen 12.975 und 19.275 Euro.
Auch Honda macht es den Passagieren bequem und spendiert dem Jazz ...
... eine Sitzhöhe von 58 Zentimetern. Der Japaner glänzt mit durchdachtem Innenraumkonzept und vielfach verstellbaren Rücksitzen.
Unter der Haube gibt es ausschließlich Benzinmotoren mit 78 und 83 PS. Ein Diesel ist nicht im Angebot. Die Preisskala reicht von 10.990 bis 17.640 Euro.
Fast so hoch wie in der A-Klasse sitzt man im Lancia Musa. Im schicken Italiener ...
... thront der Fahrer 66 Zentimeter über der Straße und freut sich über das luxuriöse Interieur.
Zu Preisen zwischen 15.690 und 20.180 Euro offeriert Lancia zwei Benziner mit 77 und 95 PS sowie zwei Diesel mit 70 und 100 PS. Einen Partikelfilter gibt es noch nicht.
Opel kümmert sich ebenfalls um Kunden, die einen bequemen Ein- und Ausstieg schätzen und ...
... plaziert die Sitze 64 Zentimeter über der Straße. Der variable Minivan mit großem Stauvolumen ...
... ist mit vier Benzinern (90, 105, 125 und 180 PS) und zwei Dieseln (75 und 100 PS) zu haben. Dafür werden zwischen 14.520 und 23.000 Euro fällig.
Der "Sitzriese" im Opel-Programm ist der Agila (baugleich mit Suzuki Wagon R+). Im fünftürigen Microvan sitzt man auf ...
... 67 Zentimetern Höhe genauso hoch wie in der A-Klasse. Mit nur 3,54 Metern Länge ist der Agila sehr kompakt und wendig.
Bei den Motoren ist die Auswahl auf zwei Benziner mit 60 und 80 PS sowie einen Turbodiesel mit 70 PS beschränkt. Die Priese reichen von 9995 bis 14.315 Euro.
Auf Basis des Clio stellt Renault den Modus, ...
... der mit einer Sitzhöhe von 61 Zentimetern und guter Variabilität gefällt.
Unter der Haube gibt es zu Preisen zwischen 11.700 und 21.450 Euro die große Auswahl: vier Benziner mit 65, 75, 88 und 112 PS sowie drei Diesel mit 68, 86 und 106 PS – aber ohne Partikelfilter (Stand Januar 2006).
Wer hätte das gedacht? Der Smart fortwo ist zwar nur 2,50 Meter lang, trotzdem könnte der Einstieg ...
... bei 67 Zentimetern Sitzhöhe bequemer kaum sein. Für seine Größe hat der fortwo ein überragendes Raumgefühl, aber einen winzigen Kofferraum.
Für den Vortrieb stehen drei Benziner (50, 61 und 75 PS) und ein Diesel (41 PS) zur Auswahl. Die Preisliste reicht von 9160 bis 21.260 Euro.
Der Golf Plus, die Hochdach-Variante des VW Golf, plaziert die Passagiere ...
... exakt 60 Zentimeter über der Fahrbahn und damit vier Zentimeter höher als im "normalen" Golf.
Unter der Haube arbeiten wahlweise vier Benziner mit 75, 102, 115 und 150 PS sowie drei Diesel mit 90, 105 und 140 PS. Preise: zwischen 16.950 und 26.475 Euro.
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