Die neue Geländewagen-Klasse von Mercedes-Benz heißt GL und schafft spielend den Spagat ...
... zwischen hoher Offroad-Tauglichkeit und schierem Luxus.
Gigant im Gelände: Mit 5,09 Meter Länge und 1,92 Meter Breite ist der GL für unsere Breitengrade schon eine ziemlich große Nummer.
Vom kleinen Bruder M-Klasse unterscheidet sich der GL durch eine bulligere Front, die steilere Frontscheibe und ...
... das eckigere Heck.
Kraftwerk: Der vier Liter große Selbstzünder mit Bi-Turbo-Aufladung schiebt mit 306 PS und 700 Nm so gewaltig, daß ...
... der knapp 2,5 Tonnen schwere Trumm in 7,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schießt und ...
... erst bei 230 km/h gegen die Luftwiderstandsmauer fährt. Für solche Geschwindigkeiten ...
... bleibt das Luftfahrwerk natürlich auf der niedrigsten Stufe. Es läßt sich in vier Schritten von 19,7 bis ...
... 30,7 Zentimetern Bodenfreiheit verstellen. Auf der höchsten Stufe ...
... sind Wasserdurchfahrten überhaupt kein Problem, zumal ...
... der GL dann eine Wattiefe von 60 Zentimetern hat.
Auch für die anderen Härtefälle des Geländelebens ist der GL mit seinem serienmäßigen Offroad-Paket bestens gerüstet. Dazu gehören ...
... der permanente Allradantrieb mit Differentialsperren und eine Bergabfahrhilfe, die ...
... selbst den buckeligsten Pisten ihren Schrecken nimmt.
Ein Cockpit ganz ähnlich wie in der M-Klasse, aber edler: der Arbeitsplatz im GL mit Holz-Einlagen, Chromblenden und unempfindlichem Leder-Ersatz.
Das Bedienfeld für den Offroad-Modus (unten, von links): Drehknopf für Bodenfreiheit, Tasten für die Bergabfahrhilfe und die Geländeuntersetzung, Drehknopf für die sperrbaren Differentiale in der Mitte und hinten. Was aktuell gewählt ist, ...
... zeigt das Display im Cockpit.
Das Comand-Navi mit Kompaß kostet 2564 Euro. Links der Lenkwinkel der Vorderräder, unten die Koordinaten, rechts die Höhenanzeige.
Im GL sitzt man wie in einer Sänfte: Selbst bei grobem Gelände dringen Schläge kaum zu den Passagieren durch.
In der zweiten Reihe kann man das Fond-DVD-System (ab 1212 Euro) und ganz viel Platz genießen. Deutlich enger ...
... geht es in Reihe drei zu, die ...
... sich auf Knopfdruck elektrisch zusammenfaltet und so ...
... für eine topfebene, aber hohe Ladefläche sorgt.
In Amerika ist der GL schon ein Renner, in zwei Monaten wurden 5000 Einheiten verkauft. Bei uns startet die große Gelände-Klasse ...
... am 2. September 2006. Für den GL 420 CDI werden dann stolze 79.460 Euro fällig. Deutlich billiger ...
... ist der Konkurrent Audi Q7. Für 51.410 Euro gibt es im 3.0 TDI ...
... allerdings zwei Zylinder weniger als im GL 420 CDI. Der Sechszylinder-Diesel im Audi hat 233 PS und 500 Nm, die den ...
... 2,4 Tonnen schweren Q7 immerhin in 8,9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Bei 220 km/h ist beim Ingolstädter Schluß.
Eher für leichts Gelände geeignet: Trotz Luffederung verzichtet der Q7 auf Rekordwerte bei der Bodenfreiheit – mehr als 24 Zentimeter Luft bleibt nicht unterm Bodenblech. Zudem bietet der Allradantrieb keinen separaten Geländegang.
Innen sieht der große Audi aus wie der kleine Bruder A6 Avant. Klar, blitzsauber verarbeitet und funktionell tadellos.
Computer an Bord: Auf einem Display gibt die Rechenmaschine Auskunft über alles, was der Fahrer wissen will.
Die Kraft des Motor wird über eine Sechsstufen-Automatik an den Antriebsstrang verteilt.
Trotz der exakt gleichen Länge von 5,09 ist im Q7 nicht soviel Platz wie im GL. Trotzdem säße man gut, wäre nicht der Winkel zwischen Sitzbank und Boden zu flach. Für 700 Euro Aufpreis ...
... gibt es für den Q7 eine dritte Sitzreihe, das Gestühl in der zweiten Reihe ist dann längs verschiebbar. Kofferraumvolumen: 775 bis 2035 Liter.
Reisen statt Rackern: Im Stadtgetümmel fühlt sich der Q7 zwar in etwa so wohl wie ein Power-Boot im Entenweiher, dafür ist er auf der Landstraße und auf der Autobahn ein Erlebnis.
Im September 2006 wird der Range Rover aufgefrischt, und dann ist Schluß mit dem "mickrigen" Diesel-Motor unter der Haube. Statt des 177 PS starken V6 ...
... wütet im Range Rover des Modelljahres 2007 ein 3,6-Liter-V8 mit 272 PS und 640 Nm. Mit der Wucht der großen Maschine ...
... beschleunigt der Range in 9,2 Sekunden auf Tempo 100. Spitze: 200 km/h.
Für beste Geländegängigkeit ist auch im Neuen das "Terrain Response" genannte adaptive Fahrwerk an Bord, das ...
... sich per Drehregler an der Mittelkonsole auf verschiedene Bodenbeschaffenheiten einstellen läßt.
Die Liste der Veränderungen im Innenraum: neues Handschuhfach, geänderte Oberflächen, übersichtlichere Mittelkonsole, bessere Lüftung und optimiertes Airbagsystem.
Was das neue Dieselvergnügen kosten soll, ist noch nicht bekannt. Ein Hinweis dürfte jedoch der Preis für den aktuellen Selbstzünder sein: Der steht mit mindestens 60.400 Euro in der Preisliste, mit der Topausstattung Vogue werden 79.900 Euro fällig.
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