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Mercedes G-Klasse trifft Jeep Wrangler

Jeep Wrangler Mercedes G-Klasse
Hoch spritzt das Wasser, wild heulen die Motoren, aber so ein Tümpel ist jetzt wirklich kein Problem für Jeep Wrangler und Mercedes G-Klasse. Die beiden sind gebaut für genau diese Art der Fortbewegung – vorankommen, unaufhaltsam, unter allen möglichen und besser noch unmöglichen Bedingungen.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Jeep Wrangler Mercedes G-Klasse
G-Klasse und Wrangler wurden gerade komplett neu aufgelegt, aber unverändert entworfen und gebaut nach dem Reinheitsgebot: Rahmen, Starrachsen (okay, der Benz hat jetzt Einzelradaufhängung vorn), Allrad, Untersetzung, Differenzialsperren, große Bodenfreiheit (24 cm).
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Jeep Wrangler Mercedes G-Klasse
Und auch alles andere ist bei beiden noch da. Wie seit ewigen Zeiten. Eine hoch aufragende, kantige Karosserie, weit herausragende Radhäuser, runde Scheinwerfer, außen liegende Scharniere, steil stehende, fast senkrechte Scheiben.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Jeep Wrangler
Beim im Ursprung aus dem Jahr 1941 stammenden Jeep kommen noch der typische Kühlergrill mit den sieben Lüftungsöffnungen dazu, die klappbare Frontscheibe, die abnehmbaren Türen und das je nach Version falt- oder abnehmbare Dach.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Mercedes G-Klasse
Beim seit 1979 gebauten Mercedes sind es zum Beispiel die aufgesetzten Blinker vorn, die umlaufende Schutzleiste, die Rücklichter. Die Kunst, all diese unverwechselbaren Details in die Neuzeit zu übersetzen, ist bei beiden meisterhaft gelungen.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Jeep Wrangler
Eine glückliche Hand hatten die Formgestalter auch bei den Inneneinrichtungen. Die Armaturen-Bretter stehen weiterhin betont senkrecht, trotz neuer Elemente wirkt alles vertraut. Im Jeep gibt es jetzt einen bis zu 8,4 Zoll großen Berührungsbildschirm fürs Navi. Mit farbenfroher Optik und leicht verwirrenden Menüs.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Mercedes G-Klasse
An Bord des Benz sieht es etwas anders aus. Hier haben sie die ehemals rustikale Einrichtung neuerdings heftig mit Luxuselementen gemischt. Mit den zwei riesigen 12,3-Zoll-Bildschirmen wie in der S-Klasse zum Beispiel, samt Controller, Touchpad und ähnlich neumodischem Zeugs.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Mercedes G-Klasse
Aus der Neuzeit stammt auch der 4,0-Liter-V8 im Test-Benz. Der Biturbo-Benziner mit 422 PS hat brachiale Kraft, einen unglaublichem Antritt und feuert den 2,5-Tonnen-Benz bei Bedarf heftig durch die Gegend. Kann aber auch sanft und gemütlich.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes G-Klasse
Die Neunstufenautomatik befindet sich in Bestform, schaltet äußerst geschmeidig, auf Wunsch blitzschnell.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Mercedes G-Klasse
Die Fahrleistungen entsprechen denen potent motorisierter Sportwagen, der Verbrauch liegt weit drüber. Dazu gibt es einen wohlig-wummernden V8-Bass. Zum Dahinschmelzen.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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In diesem Punkt kann der Jeep nicht mithalten. In seinem Bug brummt freundlich ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel von Fiat. Schon vergessen? Jeep gehört, zusammen mit Chrysler, zu den Italienern, seit 2014 komplett. 
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Der MultiJet macht seine Arbeit sehr ordentlich. Er liefert 200 PS und bewegt im Zusammenspiel mit der immer serienmäßigen Achtstufenautomatik den immerhin auch 2,1 Tonnen schweren Jeep ganz souverän.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Du sitzt hoch über (fast) allem anderen, was sich sonst noch so auf der Straße bewegt, der Blick fällt auf die vielen liebenswert verspielten Details der Autos. 
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Apropos Straße: Das Gefühl, jederzeit abbiegen zu können und tatsächlich dorthin zu fahren, wo dir niemand folgen kann, ist schlichtweg unbezahlbar. Ob du das jemals wirklich machst, ist dabei völlig unwichtig. Du könntest, das reicht. Der Fortschritt beim neuen Wrangler bewegt sich dabei ...
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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... in einem ähnlichen Rahmen wie beim Benz. Beide fahren sich so handlich und mühelos wie nie zuvor – das aber bitte jetzt nicht mit Pkw-ähnlichem Fahrverhalten verwechseln. Nein, es sind Geländewagen, wie gesagt. 
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Hoch aufragend, stoisch, unaufgeregt, gelassen. Wenn in diesen Autos nicht Hast und Hetze von dir abfallen, wo bitte dann? Klar, der Benz schlägt die feinere Klinge, fährt komfortabler – der Jeep ist rustikaler und bodenständiger.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Aussteigen möchtest du eigentlich nie wieder. Aus beiden nicht. Lieber noch mal durch die Pfütze da vorne, und über den Hügel.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
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Das Fazit von Dirk Branke: "Schön, dass es so etwas noch gibt. Zwei Sympathieträger erster Klasse. Irgendwie archaisch und aus der Zeit gefallen – aber eben doch in die Neuzeit hinübergerettet und technisch auf Stand. Vor allem aber mit unglaublichem Charme. Und zwar alle beide."
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD