Zwei SUV mit fetten V8-Diesel, die nicht nur durch ihre beeindruckenden Drehmomentberge überzeugen. AUTO BILD ALLRAD hat die beiden Geländegänger miteinander verglichen. Klarer Sieger nach Punkten ist ...
... der Mercedes-Benz ML 420 CDI. Für den amerikanischen Schwaben sprechen seine komfortable Federung, sein Platzangebot, die ausgezeichneten Fahrleistungen und der hohe Wiederverkaufswert. Nicht so gut gefallen ...
... die schlichte Grundausstattung, die deutlich spürbare Turboverzögerung und die vergleichsweise schwergängige Lenkung.
Mächtiger Diesel: vier Liter Hubraum, verteilt auf acht Zylinder, beatmet von einem Turbolader. Das Aggregat schickt 306 PS und 700 Nm Drehmoment ...
... an den Allradantrieb. Der schiebt den 2375 Kilogramm schweren Benz in glatten sieben Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und ...
... bis auf 236 km/h Spitze. Wer besonders brachiale Diesel-Kräfte sucht, sollte den ML 420 CDI unbedingt in die engere Wahl ziehen.
Indifferent: Der Mercedes hebt im Gelände seine Karosserie zwar bis zum Storchenschritt, ...
... torkelt dafür aber mangels Verschränkung etwas unbeholfen über grobe Verwerfungen im Boden.
Reicht auch für tiefere Pfützen: Die Bodenfreiheit des Benz lässt sich dank Luftfederung zwischen 195 Millimeter und 305 Millimeter einstellen.
Im Innenraum der M-Klasse herrschen organische Rundungen. Die Materialien wirken sachlich und hochwertig, die Instrumente sind an Ablesefreudigkeit kaum zu übertreffen.
Hier geht der Mercedes in die Luft: Mit dem Drehregler befehligt man die Federung. Das gewählte Fahrzeugniveau ...
... zeigt die M-Klasse im Zentraldisplay des Cockpits.
Komfortabel: Der Knieraum des Mercedes fällt deutlich größer aus als beim Range Rover.
Deutlicher Vorsprung: Der ML dominiert in allen Wertungskapiteln und liegt am Ende 44 Punkte vor dem Range Rover Sport 3.6 TDV8.
Kostspielig: Zwar liegt der Grundpreis des ML 420 CDI mit 69.496 Euro um vier Euro niedriger als der des Range Rover. Will man den Mercedes aber genauso ordentlich ausstatten, werden noch mal gut 5500 Euro extra fällig.
Platz zwei geht nach England: Der Range gefällt mit der großzügigeren Ausstattung, dem sehr kultivierten Motor und der simplen Bedienung im Gelände. Negativ fallen ...
... die knappe Zuladung, die enttäuschende Bodenfreiheit und die im Vergleich teurere Versicherung ins Gewicht.
Der sanfteste Diesel des gesamten Automarkts: Aus 3,6 Litern Hubraum holt der V8-Biturbo 272 PS und 600 Nm Drehmoment. Die etwas geringere Leistung ...
... lässt den Briten aber nicht die Sprintwertung verlieren, sondern sein hohes Gewicht. Bei annähernd gleichen Abmessungen bringt der Range Rover fast 400 Kilogramm mehr auf die Waage als der ML. So vergehen ...
... bei der Beschleunigung auf Tempo 100 9,2 Sekunden. Maximal sind 209 km/h drin.
Edles Ambiente: Der Range Rover betört die Sinne serienmäßig mit duftendem Leder.
Simpel und effektiv: Der Terrain-Response-Schalter hilft, den Wagen auf das Gelände einzustellen. Wie im Mercedes, ...
... wird der Fahrer auch im Range Rover per Cockpit-Display über die gewählte Gelände-Option informiert.
Enttäuschend: Das Platzangebot auf den hinteren Plätzen fällt deutlich bescheidener als im ML aus. Vor allem an den Knien kneift es.
Viel zu niedrig: Auch das Terrain-Response-System kann im Gelände nicht darüber hinweg täuschen, dass ...
... es dem schicken Briten schlicht und erfgreifend an Bodenfreiheit mangelt. Die Luftfederung ...
... hebt die Karosserie maximal 190 Millimeter über den Boden. Das reicht nicht annährend, um abseits befestigter Pisten unangenehmes Aufsetzen zu verhindern.
Mit 69.500 Euro ist der Range Rover 3.6 Sport TDV8 eine Winzigkeit teurer als der ML 420 CDI – er bietet aber eine wesentlich bessere Grundausstattung.
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