Aha! So sieht es also im neuen Superstar von Mercedes aus. Im Rahmen der International Auto Show 2009 hält Mercedes in New York einen SLS-Workshop ab. Und gewährt erste Blicke in den neuen Flügeltürer.
Der Arbeitsplatz der künftigen SLS-Piloten: Alu, Carbon, Leder – die reine Lehre. Fahrspaß ist garantiert, nicht nur wegen der 571 PS: Der Front-Mittelmotor garantiert eine optimale Gewichtsverteilung von 48 zu 52 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.
Er durfte sich schon mal reinsetzen: Rennfahrer-Legende Hans Herrmann krabbelte als einer der Ersten über die riesigen Schweller ins Innere des SLS AMG. Dicht auf seinen Fersen ...
... war BILD-Reporter Carsten Paulun. Sportliche Leistung, die Herren: Schon der Einstieg in den SL 300 war nichts für Bewegungslegastheniker. Dafür schließen die mächtigen Flügeltüren des Enkels butterweich.
Wer diese Instrumente in Bewegung erlebt, hat es geschafft: Der SLS AMG wird mindestens 165.000 Euro kosten. Und vermutlich nur mit Glück und Geduld zu bekommen sein. Tacho bis 360 km/h, passt: 315 km/h soll der neue Flügeltürer offiziell gehen. Null auf 100 erledigt er in 3,8 Sekunden.
Überdachte Instrumente im klassischen Rennsport-Look, vier runde Düsen für frische Luft, schwerer Gangwahlhebel. Dieser Innenraum ...
... degradiert Mercedes SL und SLR zu gediegenen Herrenzimmern. Hier spielt künftig die Musik!
Musik, schönes Stichwort. Hier wird sie eingeschaltet. Darunter: die Bedieneinheit für die Klimaanlage. Rot beschriftet: der Start-Knopf.
Geduld ist eine Tugend. Und deshalb müssen wir uns – was das Exterieur betrifft – weiter mit Erlkönig-Bildern des Mercedes-Flügeltürers begnügen. Immerhin: Es sind offizielle Bilder des SLS AMG.
Dass Mercedes keine Kompromisse machen würde, war lange klar. Schließlich tritt der SLS das Erbe des SL 300 an. Deshalb durfte erstmals Tuning-Tochter AMG die Entwicklung übernehmen.
Das Ergebnis ist eine Kampfansage an die Sportwagen-Konkurrenz: 571 PS leistet der 6,2-Liter-V8 mit Trockensumpfschmierung, den die AMG-Techniker dem SLS unter die Haube gepresst haben.
Die gewaltigen 650 Newtonmeter Drehmoment werden von einem Doppelkupplungsgetriebe (sieben Gänge) in Transaxle-Anordnung an die Hinterachse geleitet.
Der Front-Mittelmotor garantiert eine optimale Gewichtsverteilung von 48 zu 52 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.
Derzeit laufen Abstimmungsfahrten auf trockenem ...
... und schlüpfrigem Geläuf. Im Kampf gegen hinderlichen Hüftspeck durften die AMG-Ingenieure ganz tief ins Alu-Regal greifen.
1620 Kilo bringt der Flügeltürer so auf die Waage. Kein Leichtgewicht, aber immerhin 250 Kilo weniger, als ein SL 63 AMG von A nach B bewegen muss.
Der Aluminium-Spaceframe bietet laut Mercedes enorme Steifigkeit, was der Fahrdynamik und auch der Sicherheit in die Karten spielt.
Viele Details – jetzt fehlen nur noch Bilder des Serienfahrzeugs. Im Frühjahr 2010 hat das Warten ein Ende, dann rollt der neue Flügeltürer an den Start.
Doch zurück zum Kleinkraftwerk unter der Haube. Der 6,2-Liter-V8 ist bereits im Serien-Trimm eine Wucht, wurde für den SLS aber noch einmal komplett umgekrempelt.
Die komplett neu entwickelte Sauganlage, die Überarbeitung des Ventiltriebs und der Nockenwellen sowie die Entdrosselung der Abgasanlage bringen den Leistungssprung auf 571 PS.
Montiert wird der V8 bei AMG in Affalterbach – natürlich in Handarbeit.
Nach einem Testlauf wird das 206 Kilo schwere Aggregat extra tief unter der Haube positioniert, um den Fahrzeugschwerpunkt abzusenken.
Die Bärenkräfte gibt das Power-Pack über eine besonders leichte Antriebswelle aus Carbon an die Hinterachse weiter.
Die Karosserie aus Aluminium wiegt 241 Kilo.
Dem Fahrer stehen vier unterschiedliche Fahrprogramme zur Verfügung. Optimale Traktion garantiert eine mechanische Differenzialsperre.
Die direkt ausgelegte Zahnstangenlenkung mit Servounterstützung ist im SLS Serie.
Serie ist auch eine Hochleistungs-Bremsanlage in Verbundtechnologie. Wer noch radikaler stoppen will, muss zur optionalen Verbundbremsanlage aus Keramik greifen.
Das neue Doppelkupplungsgetriebe von AMG soll die sieben Gänge extrem schnell und ohne Zugkraftunterbrechung wechseln.
Das Getriebe ist an der Hinterachse über eine "Torque Tube" fest mit dem Motorgehäuse verbunden.
Trotz gewaltiger Power erfüllt das Triebwerk die Euro 5-Norm und soll sich laut Mercedes mit rund 13 Liter Super Plus zufriedengeben.
Blick zurück: Als der SLS AMG noch ein echter Erlkönig war, ging er 2007 als ...
... umgebaute Dodge Viper auf Tour. Die Flügeltüren waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit von der Partie.
Erst einige Monate später erwischten die Erlkönig-Jäger von autobild.de den SLS, der damals ...
... gerne auch noch SLC genannt wurde, erneut bei Testfahrten in Amerika.
Die Viper-Hülle war Geschichte. Und bei einem technischen Zwischenstopp enthüllte ein ...
... unvorsichtiger Mercedes-Ingenieur dann auch die Flügeltüren, über die so lange spekuliert worden war.
In der Folge war der Nachfolger des 300 SL dann Dauergast in den Erlkönig-Galerien von autobild.de
Spannend war vor allem die Frage, ob in den Flügeltüren auch Platz für ...
... versenkbare Seitenscheiben sein würde. Offensichtlich schon. Der 300 SL ging nur mit kleinen Schiebefenstern an den Start.
Macht hoch die Tür: Noch eine Flügeltür – man kann sich einfach nicht satt sehen.
Bis zur offiziellen Präsentation im Frühjahr 2010 bleibt das finale Design noch unter ...
... Verschluss. Ein bisschen was zu tun haben die Erlkönig-Jäger also schon noch.
Die neuesten Erlkönig-Abschüsse belegen, dass der SLS nicht nur historisch in die Fußstapfen des Flügeltürers tritt, sondern auch optisch. Die breite Querspange im Kühler steht ...
... für Retro-Design vom Feinsten. Denn auch der 300 SL zog mit XXL-Mercedes-Logo und Querspange ...
... alle Blick auf sich. Die knackigen Sportwagen-Proportionen erledigen den Rest.
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