Nicht mal auf Beamte ist noch Verlass. Regelmäßig reichen Autohersteller Entwürfe neuer Fahrzeuge beim Amt der Europäischen Union für die Eintragung von Marken und Geschmacksmustern (besten Dank an User "Auweiowei") ein, um sich frühzeitig die Rechte am eigenen Design zu sichern. Rechtlich wichtig – aber eben auch gefährlich. Denn ...
... immer wieder gelangen diese vertraulichen Zeichnungen an die Öffentlichkeit – und mit ihnen das eigentlich so streng gehütete Design eines neuen Fahrzeugs. Jüngstes Opfer: Mercedes. Die Schwaben arbeiten aktuell an der offenen Version des flammneuen Retro-Supersportlers
SLS AMG. So früh ...
... sollte der Look des
SLS AMG Roadster allerdings nicht veröffentlicht werden. Die Strichzeichnungen des Europäischen Patentamts sind zwar recht grob – enthüllen aber dennoch die entscheidenden Details. Die Türen zum Beispiel. Immer wieder wurde gemutmaßt, der ...
...
SLS AMG Roadster könnte hinten angeschlagene Türen bekommen. Das scheint jetzt vom Tisch, die Türgriffe sind hinten, was für klassisch öffnende Türen spricht – oder für schräg nach vorne aufschwingende Portale im Lamborghini-Stil.
Selbst die Beschaffenheit des Verdecks wird deutlich. Der
Mercedes SLS AMG Roadster wird ein Stoffdach bekommen. Leicht und klassisch, wie sich das für einen Klassiker der Zukunft gehört.
Überraschungen in Sachen Design sucht man vergeblich. Der Roadster wird schlicht ein SLS ohne Dach, das Verdeck verschwindet im knackigen ...
... Heck des Supersportlers. Technisch ist die Dach-Amputation allerdings nicht ganz so trivial. Tragendes Element ist ein Alu-Spaceframe – und der muss für den ...
... Roadster-Einsatz aufwendig umgebaut werden. Oberstes Ziel: maximale Stabilität.
Die ist auch nötig, denn am bewährten Antrieb des
SLS ändert sich auch beim Roadster nichts.
Hinterm Mercedes-Stern brüllt der 6,3-Liter-V8, der 571 PS an die Hinterachse weiterreicht.
Das maximale Drehmoment von 650 Nm liegt bei 4.750 Touren an. Verwaltet wird die Kraft über ein Doppelkupplungsgetriebe, das vor der Hinterachse sitzt. Ab Frühjahr 2011, so die aktuelle Planung, soll der
Mercedes SLS AMG Roadster bei ausgewählten Händlern verfügbar sein.
Selbstredend können die Erlkönig-Jäger von autobild.de auch noch einiges zum Theme
Mercedes SLS AMG Roadster beitragen. Das Super-Cabrio tobt nämlich nicht nur ...
... durch die Amtsstuben der europäischen Patenthüter, sondern auch über abgeschiedene US-Sträßchen.
Dick verklebt und von einem ganzen Fahrzeugtross abgeschirmt, drehte dieser SLS Roadster bereits im Sommer 2009 seine Testrunden in Amerika. Gut zu erkennen: die viel zu große Roadster-Mütze, die das eigentliche ...
... Verdeck vor allzu neugierigen Blicken schützt. Und weil zum damaligen Zeitpunkt das gesamte Design des
SLS noch streng geheim war, sieht man von den seitlichen ...
... Kiemen nur drei nichtssagende Löcher.
Die maßgeschneiderte Stoffhaube versteckt auch die Heckscheibe des Roadsters. Für Puristen keine ganz unwichtige Frage: leichter, aber empfindlicher Kunststoff, oder ...
... doch schweres Glas? Wir tippen auf Letzteres, da der SLS AMG Roadster durch den Wegfall der schweren Flügeltüren eh deutlich leichter werden wird als der Flügeltürer. Thema
SLS AMG: Ein verschwiegenes Treffen im Schatten eines Müllcontainers. Geheimhaltung ist alles!
Dasss der Roadster dem Flügeltürer auf der Piste wird Palroli bieten können, sehen wir hier. Die Mercedes-Tester schenken dem Cabrio beim Ausritt ...
... auf dem Nürburgring nichts. Gut zu erkennen: der ...
... ausfahrbare Heckspoiler, der beim Ritt auf der Rasierklinge für Druck auf der Hinterachse sorgt und bei einer Vollbremsung der Hochleitsungs-Bremsanlage als Airbrake unter die Arme greift.
Sie haben die Nase voll vom SLS mit Klebeband? Trifft sich gut, wir auch. Als kleine Wiedergutmachung hätten wir hier den SLS in seiner bislang sportlichsten Form – als neues
Safety Car der Formel 1.
Zum Einsatz kommt das
Safety Car immer dann, wenn gefährliche Situationen wie Unfälle oder schlechtes Wetter einen normalen Rennablauf gefährden.
Gegenüber dem Serien-SLS mussten die AMG-Techniker nur geringfügig Hand anlegen, um den Flügeltürer fit für die Rennstrecke zu machen. Motor, Getriebe und Fahrwerk blieben unverändert. Dafür wurde die ...
... Abgasanlage überarbeitet: Weg mit dem Serien-Endtopf, ein neuer Endschalldämpfer lässt den 6,3-Liter-V8 freier atmen und vor allem deutlicher zu Wort kommen.
Formel-1-Fans dürfen sich auf herrliches V8-Bollern freuen.
Nach einem Funkspruch von der Rennleitung gehen der ehemalige DTM-Pilot Bernd Mayländer (im Bild) und sein Beifahrer, der FIA-Mitarbeiter Pete Tibbetts, auf die Strecke und setzen sich an die Spitze des Feldes, um die Boliden sicher um den Kurs zu führen.
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