Das jüngste scharfe Geschoss der Stuttgarter Sternenflotte heißt
Mercedes SLS AMG. Der 571 PS starke Flügeltürer begeistert nicht nur die Fachwelt, sondern demnächst auch Formel-1-Fans. Ab März 2010 ...
... wird der neue SLS AMG als Safety Car auf den Rennstrecken der Welt unterwegs sein.
Zum Einsatz kommt das Safety Car immer dann, wenn gefährliche Situationen wie Unfälle oder schlechtes Wetter einen normalen Rennablauf gefährden.
Nach einem Funkspruch von der Rennleitung gehen der ehemalige DTM-Pilot Bernd Mayländer (im Bild) und sein Beifahrer, der FIA-Mitarbeiter Pete Tibbetts, auf die Strecke und setzen sich an die Spitze des Feldes, um die Boliden sicher um den Kurs zu führen.
Gegenüber dem Serien-SLS mussten die AMG-Techniker nur geringfügig Hand anlegen, um den Flügeltürer fit für die Rennstrecke zu machen. Motor, Getriebe und Fahrwerk blieben unverändert. Dafür wurde die ...
... Abgasanlage überarbeitet: Weg mit dem Serien-Endtopf, ein neuer Endschalldämpfer lässt den 6,3-Liter-V8 freier atmen und vor allem deutlicher zu Wort kommen. Formel-1-Fans dürfen sich auf herrliches V8-Bollern freuen.
Optisch macht das SLS-Safety Car vor allem mit der obligatorischen Dach-Lichtanlage auf sich aufmerksam. Die beiden zentralen grünen Leuchten ...
... werden aktiv, wenn sich das Safety Car mitten im Feld einreiht und alle Rennwagen zunächst überholen soll. Sobald der
SLS AMG die Führung übernommen hat, signalisieren die äußeren orangen Blinkleuchten den Formel-1-Fahrern absolutes Überholverbot.
Der spektakuläre Flügeltürer ist ein echter Hingucker und fit für die Rennstrecke: Neben den äußerlichen Retuschen ...
... wurde auch im Cockpit Hand angelegt: Zwei zentrale Monitore dienen der Überwachung des Renngeschehens. Über eine Funkanlage können Mayländer und Tibbetts mit der Rennleitung sowie untereinander kommunizieren. Ein zweiter Innenspiegel ermöglicht dem Beifahrer einen Blick auf die Formel-1-Renner.
Im Zentraldisplay des Kombi-Instruments und im Deckel des Handschuhfachs ist das sogenannte "Marshalling System" integriert: Hier sehen Fahrer und Beifahrer exakt die gleichen Signale wie die Formel-1-Piloten in deren Cockpits. So zeigen zum Beispiel die jeweiligen LEDs an, wenn gelbe oder grüne Flaggen geschwenkt werden.
Das ist die Serienversion: Laaaaange Haube, kompaktes Cockpit, kurzes Heck – klassische Proportionen, die schon den 300 SL zur Legende haben werden lassen. Mit dem SLS lässt Mercedes die Sportwagen-Legende wieder aufleben.
Sieht schnell aus, und ist es auch: In kundigen Händen stürmt der SLS AMG in 3,8 Sekunden auf 100. Nach 11,7 Sekunden ist die 200er-Marke Geschichte. Die Schaltarbeit übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
Motor vorne, Getriebe hinten – die Transaxle-Bauweise sorgt beim SLS für eine nahezu ideale Gewichtsverteilung. Wer will, kann den Flügeltürer bis auf 317 km/h treiben. So viel Tempo und Technik ...
... lässt sich Mercedes natürlich fürstlich entlohnen: 177.000 Euro kostet der SLS AMG. Da fehlt dann aber praktisch alles, was der SLS zum Tanz auf der Rasierklinge braucht: Verbundbremsen (11.305 Euro), Performance-Fahrwerk (1428 Euro), Performance-Sportlenkrad (476 Euro), superleichte Schmiederäder (2380 Euro), und, und, und...
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.