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Michael Schumacher: Alle Rennautos von Schumi

Michael Schumacher
1988 Tatuus-Fiat
In der neu geschaffenen deutschen Einsteiger-Serie Formel-König gewinnt Michael Schumacher neun von zehn Rennen. Sein Tatuus-Fiat leistet rund 100 PS.
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1989 Reynard-VW
In der deutschen Formel 3 tobt ein Dreikampf zwischen den Mercedes-Junioren Karl Wendlinger, Heinz-Harald Frentzen und Michael Schumacher. Schumi wird Dritter, aber hat nur einen Punkt weniger auf dem Konto als Meister Wendlinger. Sein Reynard-VW bringt 180 PS auf den Asphalt und wird vom Team seines späteren Managers Willi Weber eingesetzt.
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1990 Sauber-Mercedes C11
Die Gruppe-C gilt als eine der besten in der Geschichte der Sportwagen-WM. Mercedes kämpft zusammen mit dem heutigen Formel-1-Rennstall Sauber gegen Jaguar, Nissan, Toyota und Porsche. Die Autos sind schnell und leistungsstark: Schumis Sauber-Mercedes bringt dank des 5,0-Liter-V8-Biturbomotors im Rennen 730 PS auf die Straße, im Quali sogar 929! Bis zu 400 km/h schnell werden die Rennwagen auf den Geraden.
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1991 Mercedes AMG 190E 2.5-16 Evolution II
Die DTM schreibt in der Zeit vor, dass nur Fahrzeuge eingesetzt werden dürfen, die auch verkauft werden. Mercedes bringt daher eine Sonderreihe von 502 Fahrzeugen auf den Markt. Schumi fährt für das Ex-Formel-1-Team Zakspeed vier Rennen im Mercedes, dessen 2,5-Liter-Vierzylinder über 372 PS verfügt.
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1991 Jordan-Ford 191
Schumis erster Formel-1-Rennwagen ist giftgrün, besticht aber durch schnörkellose und ästhetische Formen. Gary Anderson ist der Konstrukteur des ersten GP-Boliden des Jordan-Teams, das aus der Formel 3000 aufgestiegen ist. Mit zwei vierten Plätzen und einer Schnellsten Rennrunde hat der von einem 670 PS starken Cosworth-V8.Motor angetriebene Jordan von Anfang an Tempo, wird Fünfter in der Konstrukteursmeisterschaft. Schumi fährt damit nur ein Qualifying in Belgien und wenige hundert Meter im Rennen, dann scheidet er mit Kupplungsschaden aus.
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1992 Benetton-Ford B192
Bei Benetton hat Michael Schumacher sein erstes Vollzeit­-Cockpit in der Königsklasse. Rory Byrne und Ross Brawn entwickeln ein exzellentes Auto. Michael Schumacher und Martin Brundle erzielen damit elf Podestplätze, Schumi gewinnt im verregneten Spa sein erstes Rennen. Die Nachteile: Der Ford-Cosworth-Motor war untermotorisiert im Vergleich zur Konkurrenz, anders als Williams verfügte Benetton über keine Traktionskontrolle und kein ABS.
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1993 Benetton-Ford B193
Benetton brachte 1993 eine konsequente Weiterentwicklung an den Start, mit sogenannten Barge Boards (Luftleitblechen vor den Seitenkästen) und einer nach oben gezogenen Nase. Um auch auf dem Motorensektor keinen Nachteil zu haben, versuchte Benetton Jaguar zu überzeugen, in die Formel 1 einzusteigen. Nachdem die Gespräche versandeten, handelte das Team einen Exklusiv-Vertrag mit Ford-Cosworth aus. Zumindest bis Hockenheim kam Benetton in den Genuss von neueren Ausbaustufen im Vergleich zu McLaren. Michael Schumacher holte in Portugal einen Sieg.
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1994 Benetton-Ford B194
Schumis erstes WM-Auto. Wegen Sponsor Mild Seven wurde der Benetton-Ford blau. Über kaum einen Rennwagen wurde so viel diskutiert wie über den Benetton-Ford von 1994. Die Konkurrenz vermutete eine Traktionskontrolle im Wagen, die inzwischen verboten war. Die FIA entdeckte eine Launch Control (Startautomatik), konnte deren Einsatz aber nicht nachweisen.

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1995 Benetton-Renault B195
Benetton wechselte 1995 zu Renault-Motoren und hatte damit das gleiche Material wie Konkurrent Williams. Erlaubt waren jetzt nur noch drei Liter Hubraum. Renault baute einen Zehnzylinder. Den Unterschied machte nun die Aerodynamik – hier war Benetton mit Byrne und Brawn bestens aufgestellt. Schumi wurde zum zweiten Mal Weltmeister.
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1996 Ferrari F310
Schumis erster Ferrari war eine Revolution: Erstmals seit 30 Jahren setzte Ferrari nicht mehr auf einen Zwölf-Zylinder, sondern auf einen V10-Motor. Er brachte ungefähr 720 PS auf die Straße. Das Auto wurde letztmalig von John Barnard in England konstruiert. Am Ende der Saison musste er gehen – Ferrari holte für 1997 Byrne und Brawn von Benetton. Schumi wurde WM-Dritter.
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1997 Ferrari F310B
Weil Byrne und Brawn noch Zeit brauchten um sich einzugewöhnen, rollte Ferrari nur mit einer Weiterentwicklung an den Start. Vor allem beim Front- und Heckspoiler hat die Scuderia dabei bei Williams abgekupfert. Mit Erfolg: Schumi gewann fünf Rennen und hatte bis ins Finale Titelchancen.
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1998 Ferrari F300
Es war der erste Ferrari, der voll von Byrne und Brawn entwickelt wurde. Es war ein schneller und standfester Wagen, technisch dem McLaren-Mercedes aber unterlegen. Vor der Saison 1998 gab es eine große Regelrevolution: Die Autos wurden um 20 Zentimeter schmaler, die Reifen bekam enRillen. Sechs Siege gingen auf das Konto von Schumi.
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1999 Ferrari F399
In diesem Ferrari brach sich Schumacher bei einem Crash in Silverstone ein Bein. Das Auto zeigte vor allem Verbesserungen im Bereich des Motors und der Auspuffanlage. Eddie Irvine war damit bis zum Finale im Titelrennen.
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2000 Ferrari F1-2000
21 Jahre nach dem Titelgewinn von Jody Scheckter erlöst Michael Schumacher die Scuderia Ferrari von der längsten Durststrecke der Formel-1-Geschichte. Das technische Wettrüsten fand vor allem auf dem Motorsektor statt. Ferrari brachte während der Saison zwei Updates und steigerte die PS-Zahl auf 780!
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2001 Ferrari F2001
Noch einmal wird die Leistung gesteigert: 820 Pferdchen leistet das Ferrari-Triebwerk jetzt. Optisch ist der Ferrari durch die lange und nach unten gezogene Nase ein Bruch zu den Vorgängermodellen. Mit Erfolg: Neun Siege, noch einer 2002 – und der zweite WM-Titel für Schumi.
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2002 Ferrari F2002
Ferrari entwickelt Auto und Motor konsequent weiter. Der Schwerpunkt wird gesenkt, die Fahrbarkeit verbessert. Mit elf Siegen allein durch Schumi baut Ferrari die Überlegenheit weiter aus. In den ersten Rennen 2003 ist der Ferrari F2002 noch für einen Sieg gut.
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2003 Ferrari F2003-GA
Benannt nach dem verstorbenen Ex-Fiat-Chef Gianni Agnelli hat Ferrari dem Formel-1-Wagen wieder einen neuen Feinschliff verpasst: verlängerter Radstand, leichterer Motor und Getriebe. Schumi gewinnt sechs Rennen und holt sich ganz knapp vor Kimi Räikkönen Titel Nummer sechs.
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2004 Ferrari F2004
Ferrari hat aus der knappen Saison 2004 gelernt: Mit einer neuen Vorderradaufhängung arbeiten die Roten daran, die Reifen schnell ins richtige Betriebsfenster zu bringen. Auch die Auspuffanlage wird überarbeitet. Der Motor erreicht satte 950 PS und damit einen vorläufigen Höhepunkt. Schumi gewinnt 13 Rennen und ist mit sieben Titeln der alleinige Rekordhalter der Formel 1.
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2005 Ferrari F2005
Ferrari entwickelt einen extrem leichten Wagen. Um das Mindestgewicht von 640 Kilo zu erreichen, hat die Scuderia viel Spielraum für Ballastgewichte. Der 3,0-Liter-V10-Motor muss zwei aufeinander folgende Rennen halten – das dämpft die Leistung etwas. Ferrari verliert den Titel an Renault vor allem wegen der Reifen: Michelin (Renault) macht den besseren Job im Vergleich zu Bridgestone (Ferrari).
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2006 Ferrari F248 F1
Ferrari schlägt zurück. Weil das Reglement nur noch den Einsatz von 2,4-Liter-V8-Aggregaten vorsieht, muss Ferrari einen völlig neuen Motor entwickeln. Der bringt 740 PS auf den Asphalt. Michael Schumacher gewinnt bei sieben Rennen, verliert aber im Jahr seines ersten Rücktritts den Titel.
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2010 Mercedes W01
Mercedes kauft das Weltmeisterteam Brawn und tritt erstmals seit 1955 wieder mit einem Werksteam in der Formel 1 an – und holt dafür Michael Schumacher aus der Formel-1-Rente zurück. Schnell wird klar, dass sich das Brawn-Märchen von 2009 nicht wiederholen kann: Das Auto hat in allen Bereichen starke Defizite und ist nur gut für Mittelfeldplatzierungen.
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2011 Mercedes W02
Mercedes setzt erstmals ein Eergierückgewinnungssystem ein, das so genannte KERS. Das Reglement sieht vor, dass 300 Kilojoule Bremsenergie gespeichert werden darf. Pro Runde dürfen maximal 400 Kilojoule Leistung abgerufen werden. Mercedes scheitert am kleinen Budget gegen die großen Teams von Ferrari und Red Bull. Team- und Technikchef Ross Brawn bringt eine Budgeterhöhung ab 2012 durch.
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2012 Mercedes W03
Endlich geht es vorwärts bei Mercedes: Michael Schumacher knallt auf dem Straßenkurs von Monaco die schnellste Quali-Zeit auf den Asphalt. In Valencia steigt er als Dritter ein  letztes Mal vor seinem endgültigen Rücktritt auf das Formel-1-Podium.