BMW fährt elektrisch in die Zukunft, verkündete Vorstandschef Norbert Reithofer Anfang August 2008. Jetzt geht der erste Zukunftsbotschafter an den Start – der Elektro-Mini. Offizielle Modellbezeichnung: Mini E.
Als erster deutscher Premiumhersteller bringt BMW eine Flotte von 500 rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen in den USA zum Einsatz, und zwar in Kalifornien, New York und New Jersey.
Offiziell dem Publikum präsentiert wird der kleine Stromer auf der Los Angeles Auto Show Ende November 2008.
Entwickelt wurde der Mini E im bayrischen München, gebaut wird er im britischen Oxford.
500 ausgesuchte Privat- und Firmenkunden in Übersee dürfen mit dem 204 PS starken Kraftprotz über die Highways huschen. Bei 95 mph bzw. 152 km/h wird der Mini E elektronisch abgeriegelt.
Da schau her – kein Auspuff, aber 220 Newtonmeter maximales Drehmoment: Der anderthalb Tonnen schwere Exil-Bayer beschleuningt in 8,5 Sekunden von null auf 100 – ohne eine einzige Zugkraftunterbrechung.
Batterien statt Beifahrer: Im Fond des Mini E sind die Lithium-Ionen-Akkus untergebracht.
Nix zu sehen: Die rund 300 Kilo Gewichtszunahme des Zweisitzers gegenüber dem Serienmodell sind der Vielzahl gut versteckter Batterien geschuldet.
Ein kreischgelber Stromstecker – offizieller Farbton: "Interchange Yellow" – ist das Erkennungsmerkmal der E-Mini-Flotte.
Es findet sich nicht nur auf dem Dach von Modell 001, sondern auch am Heck, auf der Motorhaube ...
... und an der Front des Exil-Bayern. Hier gut zu erkennen: Der Hintergrund bildet im Kontrast ein großes "E".
Auch auf der "Tankklappe" des Mini E ist das Symbol für Emissionsfreiheit zu sehen. Eine herkömmliche Befüllung mit fossilem Brennstoff braucht der E-Mini logischerweise nicht. Folglich kommt er auch ohne Auspuff aus.
Getankt wird kein Treibstoff, sondern Strom. Gut 240 Kilometer Reichweite verspricht BMW bei einer maximalen Aufladung von 28 Kilowattstunden.
Die Ladezeit mit einer mitgelieferten sogenannten Wallbox soll – abhängig von der herrschenden Spannung und Stromstärke – bis auf zweieinhalb Stunden reduziert werden können.
Zusätzlich um bis zu 20 Prozent erweitert, wird die Reichweite des Elektro-Mini durch Rückgewinnung von Bremsenergie. Schon wenn der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt, entsteht ein Bremsmoment, das der Batterie zugute kommt. So können im Stadtverkehr rund 75 Prozent aller Verzögerungsvorgänge ohne einen Tritt aufs Pedal absolviert werden.
Die Karosseriefarbtöne "Dark Silver", "Pure Silver" und "Interchange Yellow" dominieren auch das Cockpit.
Dunkelgraue Zifferblätter mit gelber Schrift weisen das Zentralinstrument und die Ladezustandsanzeige auf.
Die Ladezustandsanzeige ersetzt beim E-Mini den Drehzahlmesser. Der Batteriestand wird in Prozentwerten angegeben.
Im Zentralinstrument signalisiert zusätzlich eine rote LED-Leuchte, wie viel Strom entnommen wird. Wird durch Rekuperation Energie eingespeist, wechselt die Anzeige auf grün.
Der Mini E ist Teil der BMW-Strategie "Number ONE" und der erste große Schritt zu einer mittelfristigen Serienproduktion von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen des Konzerns.
Ob und wann der Elektro-Mini nach Europa kommt, werde derzeit geprüft, heißt es aus dem Hause BMW. Fest steht dafür, dass eine weitere Baureihe von Mini ...
... definitiv auf den deutschen Markt kommen wird: das Mini SUV. Crossover Concept heißt die dazugehörige Studie, die die britischen Kleinwagen-Spezialisten auf der Paris Motor Show 2008 (4. bis 19. Oktober) präsentiert haben: ein hochbeiniger Allradler mit 18-Zoll-Rädern, stämmiger ...
... Schulter und steilen Glasflächen. Der Crossover Concept trägt unverkennbar Mini-Gene, aber ist das überhaupt noch ein Mini? Spekulation überflüssig, denn Ende 2010 kommt das SUV für viel Schotter auf den Markt – das 4x4-Modell wird oben auf die bisherige Mini-Palette aufgesetzt.
Schöner Gag fürs Messepublikum: Ausgefallene Türen sind seit Start des Mini Clubman durchaus gesetzt bei den Briten, beim SUV werden die schnieken Schwungtechniken des Concept Cars jedoch ...
... konventionellen Türen weichen – das gilt fürs filigrane hintere Gleittürchen auf der Fahrerseite ebenso wie für die mächtige Heckpforte.
Hier der Beweis: In München haben die Erlkönig-Jäger von CarPix das erste freilaufende Exemplar des Mini SUV erlegt. Die fast schon traditionelle Psycho-Beklebung kennen wir ...
... zur Genüge vom BMW Z4, BMW X1 und BMW X3. Alle schon mehrfach hier gezeigt, aber keiner wurde in diesem schrillen gelb-grünen Mix auf Tour geschickt. Verließe ein funkelnagelneuer Prototyp in schlichtem Uni-Ton das Werksgelände, fiele er vermutlich niemandem auf.
Kommen wir zu den bereits erwähnten Hecktüren. Hier sieht man es trotz angedeuteter Teilung à la Clubman deutlich: Eine klassisch nach oben öffnende, einteilige Heckklappe wird Zutritt gewähren zum ...
... Gepäckabteil des vierradgetriebenen Mini. Auch die seitlichen Türen öffnen nach konventionellem Muster: vorn angeschlagen alle vier, geradezu bieder, aber fraglos praktisch.
Stattliche Erscheinung: Vorn bleibt die vierte Baureihe aus dem Hause Mini der Studie durchaus treu – steile Schnauze, nach hinten versetzte, weit in die Kotflügel einschneidende Scheinwerfer. Der reichlich hochbeinige Mini kann sich sehen lassen, wie seine ...
... bekannten Brüder auch. In welchem Maße die Limousine und das Cabrio bei der nächsten Generation Stilelemente des SUV übernehmen werden, bleibt abzuwarten. Vorerst setzen die zweitürigen Mini ...
... auf Bewährtes: Die nächste Generation des Cabrios gleicht der Limousine wie ein Ei dem anderen – vom Dach natürlich abgesehen.
Offen und herrlich: In deutschen Glamour-Städten wie München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin führt das Mini Cabrio eine ungefährdete Existenz. Als hätte man den schnieken Bayern-Briten mit der Erlaubnis zur unkontrollierten Vervielfältigung ausgestattet, bestimmt er in dichtbesiedelten Szene-Stadtteilen ...
... das Straßenbild nahezu monothematisch. Mit dem Erscheinen des offenen Fiat 500 mag es mit der beschaulichen Monokultur (im friedlichen Einklang mit dem Smart Cabrio) vorbei sein. Bis dahin bleibt das Mini Cabrio ...
... offen und geschlossen der schönste Zwerg im Land. Auf den folgenden Bildern dürfen Sie sich davon gern ungeniert überzeugen.
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