Wenn die Corvette zu sehr nach Rüpel schmeckt ein Ferarri California aber gnadenlos das Budget sprengt, dann schlägt die Stunde des Anteros von n2a motors.
Anteros ist der Überlieferung nach die griechische Gottheit der Verschmähung. Und genau damit hat die Corvette schon immer zu kämpfen.
Der kalifornische Autobauer n2a motors ist auf die Realisierung individueller Fahrzeugkonzepte spezialisiert.
In Santa Ana ensteht auf Basis der Corvette C6 der 442 PS starke Anteros. Die vollkommen überarbeitete Hülle besteht aus Kohlefaser.
Die Entwickler legten bei der Form wert auf fließende Linien und harmonische Proportionen. Das kurze Heck erinnert an Typen wie den Jaguar XK.
Die Seitenlinie ist durch einen Falz auf Schulterhöhe konturiert.
Von der Nasenspitze bis zum Heck auf Stromlinie gezüchtet. Vom Rüpel-Sportler C6 ist nichts mehr zu erkennen.
Unter der Carbonhaube lauert in der Basisversion der 6,2-Liter-V8 mit 442 PS. Der ist immerhin für deutlich unter fünf Sekunden auf Tempo 100 gut.
Abluftrippen zur Bremsenkühlung setzen beidseitig sportliche Akzente.
Der Kühleinlass auf Schulterhöhe ist zwar ein Fake, vermittelt aber Leistung.
Den Anteros gibt es auch als offene Schönwetter-Version. Der Roadster kommt noch knackiger daher.
Im Cockpit weht weiterhin der Atem eines Cowboys – allerdings alles ein wenig besser verarbeitet und mit Leder aufgehübscht.
Die Verdeckkonstruktion ist klassisch unter einer Leder-Persenning versteckt.
Im Einstieg beurkundet Laser-gefrästes Aluminium Hersteller, Motorisierung und Seriennummer.
Neben der 442 PS starken C6-Basis stehen übrigens auch die 512 PS aus der Corvette Z06 parat. Mit Tuning liegen die Grenzen bei etwa 1000 PS gesetzt.
Von der Idee zum echten Auto brauchte es vor allem Zeit und Geld. An letzterem werden auch potentielle Käufer gemessen.
Der geschlossene Anteros ist ab 149.500 Dollar zu haben.
Für den schicken Roadster werden 154.500 Dollar fällig.
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