Russlands Präsident Vladimir Putin zeigt Patriotismus bei der Wahl seines neuen Dienstwagens: Statt wie bisher in einer ...
... gepanzerten
Mercedes S-Klasse in einer Kolonne von Schutzfahrzeugen durch Moskau zu fahren, will er künftig auf ein heimisches Produkt zurückgreifen.
Eine Staatslimousine des russischen Herstellers ZIL soll künftig als Cheftransporter dienen. Kleiner Haken an der Sache: ZIL hat seit geschätzten acht Jahren keinen Serien-Pkw mehr gebaut, ...
... sondern nur Lkw vornehmlich für das russische Militär. Die "neue" Staatskarosse ist also bereits etwas in die Jahre gekommen.
Angeblich gibt es derzeit nur ein fahrbereites Exemplar der ZIL-Limousine. Jetzt sind Fotos aufgetaucht, auf denen gleich mehrere Exemplare des Sechstürers in einer Werkstatt aufgemöbelt werden.
Die ZIL-Werke in Moskau sind ganz offensichtlich ebenfalls in die Jahre gekommen. An der Wand hängt immer noch Genosse Lenin, ...
... vor den Toren am Eingang steht eine Büste von Autokonstrukteur Iwan Alexejewitsch Lichatschow (1896–1956).
Zuletzt hatte der 5,75 Meter lange ZIL einen 7,7-Liter V8-Motor an Bord, der 400 PS leistete und die Kräfte über eine Sechsgang-Automatik auf die Straße brachte.
Wegen der Panzerung (hier gut zu sehen bei den richtig dicken Türen) war das Schlachtschiff bisher alles andere als ein Leichtgewicht und verbrannte deshalb bis zu 65 Liter Benzin auf 100 Kilometern.
Der Instrumententräger verströmt den "Charme" längst vergangener Zeiten, ...
... dagegen lässt der Fond mit Leder und Holz satt ...
... und einem modernen Monitor keine Wünsche offen. Gegen neugierige Blicke schützen Vorhänge, eine indirekte Beleuchtung schafft ein gemütliches Ambiente.
Es gibt allerdings Argumente gegen das heimische Produkt: Angeblich schlossen bei ersten Testfahrten die Türen nicht richtig und das Scheibenwischergestänge brach.
Es bleibt also noch viel zu tun für die Schrauber in Moskau. Wenn der Staatschef seinen neuen Dienstwagen in Empfang nimmt, sollten diese Mängel abgestellt sein, sonst verbringt Vladimir Putin viel Zeit an der Tankstelle und muss während der Fahrt die Türen festhalten.
Er könnte aber auch zu einem aktuelleren Modell greifen: Ende 2010 hatte ZIL einen Prototypen für eine neue Staatskarosse vorgestellt, ...
... in Serie ging der kantige Hobel nie.
Auch dieser Klotz sollte nicht jedem gefallen, sondern sicher sein sowie Stärke und Macht verkörpern.
So fehlte aus Angst vor Anschlägen ein Heckfenster. Als Antrieb dürfte mindestens ein V8 fungieren. Sehen Sie nachfolgend weitere Fotos der klobigen Studie.
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