Was für ein Schiff: Saab belebt die obere Mittelklasse mit seinem runderneuerten Flaggschiff 9-5. Die Schweden-Limo hat mit rund fünf Metern fast S-Klasse-Format.
Sein Debüt gibt der 9-5 auf der IAA 2009. Die Markteinführung wird im April 2010 stattfinden.
Angetrieben wird die Limousine ausschließlich von Turbo-Triebwerken. Im Motorenregal stehen zur Modelleinführung ...
... ein 2.0 Vierzylinder-Benziner mit 220 PS, ein 160 PS starker Zweiliter-Diesel (ebenfalls vier Zylinder) und das Top-Aggregat, ...
... ein 2.8 Otto-V6 mit 300 PS, der nur in Verbindung mit Saab XWD geliefert wird.
Ein kleiner 1.6 Benziner mit 180 PS und ein 2,0-Liter-BioPower-Motor, der E85 verträgt, sollen später folgen.
Die Front stammt, wie man unschwer erkennt, vom Aero X Concept und wird von einem heruntergezogenen Kühlergrill dominiert. Das Logo im Zentrum soll die neue, selbstbewusste Designsprache von Saab zum Ausdruck bringen.
Die Dachlinie fällt nach hinten ab, unterhalb der Heckklappe ...
... verbindet ein rotes Lichtband die Heckleuchten.
Innen kommt das Saab-typische, etwas wuchtige Cockpit zum Einsatz. Wer genau hinschaut, erkennt (noch) Teile aus dem Insignia.
Die Instrumententafel ist in nordischer Klarheit gezeichnet, das Cockpit ist fahrerzentriert – Head-up-Display inklusive.
Geschaltet wird in allen Motorvarianten über ein Sechsgang-Getriebe.
Einstieg und Motorstart erfolgen schlüssellos per Keyless-Go-System.
Optional gibt es ein Navigationssystem mit acht Zoll großem Touchscreen-Monitor und 10GB großer Festplatte.
Die Schweden wurden jahrelang von der Mutter GM an der kurzen Leine gehalten, ...
... es fehlte das Geld für neue Entwicklungen. Jetzt sind bei Saab wieder Schweden am Ruder, die Sportwagenschmiede Koenigsegg wird das Unternehmen (hoffentlich) retten.
Da kommt das neue Flaggschiff gerade recht, immerhin hat der Saab 9-5 bereits ein Dutzend Jahre auf dem Buckel. Auch wenn er optisch immer wieder aufgefrischt wurde: Er war technisch veraltet.
Vorbei, endlich ist der neue 9-5 fertig. Und auch wenn sich unter dem Blech die Technik des neuen Opel Insignia verbirgt: Er wird ein wirkliches Flaggschiff der Marke.
Mit 5,01 Metern Länge toppt er nicht nur den Technik-Bruder aus Rüsselsheim, sondern auch die deutsche Konkurrenz wie Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse, die allesamt einige Zentimeter unter der Fünfmeter-Marke rangieren.
Da wird auch die Verwandschaft zum Buick LaCrosse deutlich, der in den USA bereits am Start ist und mit 5,03 Metern Länge die Plattform spendiert. Er kommt ab Bild 43 der Galerie zum Zug.
Besonders deutlich wird der Größenzuwachs im Vergleich zum Vorgänger: Der neue 9-5 ist 24 Zentimeter länger, der Radstand wuchs um stattliche 13 Zentimeter auf 2,84 Meter.
Der mächtige Bug birgt deutlich weniger Kanten als der Vorgänger.
Besonders wichtig ist den Saab-Kunden ein individuelles Design, deshalb darf der 9-5 auf keinen Fall ein verkappter Insignia sein. Trotzdem brechen die Designer mit der Form des Vorgängers.
Alles fällt runder aus, dazu kommt ein Mix aus typischen Stilelementen wie den silber eingefassten Frontscheinwerfern ...
... oder den Heckleuchten mit LEDs im weißen Ice-Design, ...
... unterstützt von einem durchlaufenden Lichtband über die gesamte Breite des Hecks.
Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht ...
... sind als Option erhältlich.
Hinten wartet ein großer Kofferraum mit 513 Litern Volumen, der mit einem variablem Ordungssystem versehen wird, das wir bisher nur von Kombis kennen.
Die Instrumente sind bei Saab wie üblich grün hinterleuchtet ...
... und für die ebenfalls typischen Turbomotoren mit einer Ladedruckanzeige versehen.
Auf Wunsch an Bord: Schildererkennung im Panasonic-Navi oder ein Harman & Kardon Soundsystem.
Hinten können die Passagiere DVDs auf dem Klappmonitor gucken.
Es gibt künftig deutlich mehr Platz, der vor allem den Fondpassagieren zugute kommt. Selbst die stark abfallende Dachlinie dürfte die Lümmel-Longue hinten kaum einschränken.
Natürlich muss ein Flaggschiff auch mit technischen Highlights punkten. Kleine Auswahl der Optionen gefällig: Head-up-Display, Einparkautomatik, Fahrwerksabstimmung in drei Settings (Comfort, Sport und Intelligent), das sich der Fahrweise des Fahrers anpasst.
Drei Ausstattungslinien wird es geben, die wie bisher Linear, Vector und Aero heißen. Von Anfang an steht der Allradantrieb von kleinen Bruder 9-3X als Weiterentwicklung in der Preisliste für die stärkeren Motoren.
Die Preise stehen noch nicht fest, sollen aber unter denen eines Audi A6 liegen. Das bedeutet weniger als 34.700 Euro und damit eine Menge Schwedenstahl für's Geld.
Hier kommt der Technik-Spender aus Rüsselsheim. Der Opel Insignia fällt mit 4,83 Metern Länge aber eine Nummer kleiner aus.
Das gilt auch für den Preis, der Insignia ist ab 23.100 Euro zu haben.
Saab hat sich von der schwungvollen Seitenlinie des Insignia nicht anstecken lassen.
Mit 4,91 Metern Länge kommt selbst der mächtige Insignia Sports Tourer nicht an den Saab heran, der ebenfalls als Kombi kommen soll.
Der Sports Tourer ist bereits seit einigen Monaten im Handel. Der 9-5-Lastenesel, bei Saab traditionell SportCombi genannt, kommt etwa ein halbes Jahr nach der Limousine.
Nanu, den kennen wir doch? Richtig geraten - der neue Buick LaCrosse ist kein Geringerer als Opels Flaggschiff Insignia. Gefeilt haben die Amis lediglich ...
... an der Front, die den mächtigen Buick-Chromgrill trägt, ...
... und am Heck, das mit den bulligen Rückleuchten und den fetten Endrohren im Stoßfänger ein wenig an die japanische Nobelmarke Lexus erinnert.
Die Plattform stammt vom in Europa entwickelten Insignia, der Radstand wurde auf stolze 2,83 Meter vergrößert.
Herausgekommen ist ein Stufenheck-Dickschiff von 5,03 Metern Länge und 1,86 Metern Breite.
Und dabei ist der LaCrosse sogar noch der Kleinste in der aktuellen Buick-Palette.
Für die Amis darf eben alles gerne eine Nummer größer und fetter sein.
Von Bescheidenheit fehlt auch unter der Haube jede Spur: Sparsame Diesel sucht man vegebens, zum Marktstart ...
... werden ausschließlich dicke Sechszylinder angeboten.
Ein sparsamerer Vierzylinder mit 2,4 Litern Hubraum und 182 PS soll später folgen.
Luxus zum Kampfpreis: Die Topversion LaCrosse CXS protzt mit Leder und Luxus im Überfluss – und das schon für umgerechnet rund 24.000 Euro. Dafür gibt es ...
... zum Beispiel beheizte und belüftete Ledersitze, Zwei-Zonen-Klima, ...
... Audiosystem mit USB-Anschluss und ein Head-up-Display in der Windschutzscheibe.
Bereits das Basismodell mit Dreiliter-V6 und 255 PS bietet CD-Radio, sechs Airbags, Lederlenkrad, elektrische Fensterheber und Klima. Kostenpunkt: 27.835 US-Dollar, umgerechnet rund 20.000 Euro.
Das edle DVD-Entertainment-System kostet Aufpreis.
Trotz seiner üppigen Ausmaße sortiert sich der LaCrosse in den USA in der Mittelklasse ein.
Dicke Backen und Chromglanz: Mit dem neuen LaCrosse will die Traditionsmarke Buick in den USA zu alter Größe zurück finden.
Hauptkonkurrenten des LaCrosse werden auf dem US-Markt die Mittelklässler Acura TL, Toyota Avalon, Lincoln MKZ, Hyundai Azera, Toyota Camry und Lexus ES350 sein.
Der LaCrosse kommt serienmäßig mit Frontantrieb, gegen Aufpreis ist auch eine Allradversion erhältlich.
Ein fetter Chromgrill mit Längsstreben und weit nach hinten gezogene Frontscheinwerfer signalisieren ebenso wie die lange Motorhaube: Hier kommt ein echter Buick.
Den markanten Knick im Heckstoßfänger übernimmt der Buick vom Insignia.
Das Top-Aggregat mit 3,6 Litern Hubraum leistet 280 PS, für amerikanische Verhältnisse ein eher kleiner Motor – und ein Schritt zurück: Den alten LaCrosse gab's auf Wunsch auch mit 5,3-Liter-V8.
Einen LaCrosse mit Vierzylinder - damit Betritt Buick Neuland. Die 182 PS sollten aber für zügiges Dahingleiten auf US-Highways allemal reichen.
Serienmäßig verbaut Buick eine Sechsstufen-Automatik.
Innen soll die Kombination aus Leder und Holz gemeinsam mit einer blauen "Ambiente-Beleuchtung" Oberklasse-Flair verströmen, das Cockpit ...
... wurde schwungvoll um die vorderen Passagiere gezogen.
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