Mit dem Cayman (Mitte) öffnet Porsche ein neues Kapitel: Jetzt gibt es wieder einen Sportler mit Heckklappe aus Zuffenhausen. Audi TT (links) und Nissan 350Z heißen die Gegner.
Für alle Fälle: Dank Allrad-Antrieb zieht der Audi TT 3.2 quattro auch auf feuchtem Untergrund souverän seine Bahnen.
Fahrvergnügen aus Fernost: Der Nissan 350Z ist eine unverfälschte Maschine mit Lust-auf-mehr-Garantie, die der ...
... Cayman S noch überbietet. Er ist das geeichte Präzisionsinstrument unter den Rennern.
Ein Konzept, drei Interpretationen: Die Sportcoupés von Audi, Nissan und Porsche riskieren alle eine große Klappe, ...
... zu wirklich praktischen Autos macht sie das aber noch lange nicht.
Preiswertes Vergnügen: 34.900 Euro katapultieren den Nissan 350Z auf den ersten Platz des Vergleichs. So viel Leistung und Fahrspaß zu einem derart niedrigen Preis – das reicht für den Gesamtsieg.
Doller Drift: Feuchter Asphalt, viel Kraft an den Hinterrädern – da kommt bei abgeschaltetem ESP das Heck.
Fahrspaß auf den Punkt gebracht: Der spürbar zupackende Arbeitseifer macht den Z zum besonders authentischen Sportler.
Z wie zeigen: Von den klassischen Rundinstrumenten ...
... bietet der Nissan gleich sechs Stück – drei davon auf der Mittelkonsole.
Im Motorraum ist höchstens die versteifende Domstrebe sehenswert. 280 PS und bärige 363 Nm Drehmoment versteckt der 3,5-Liter-V6 unter einer großen Plastik-Abdeckung.
Schräger Stab: Die wohl merkwürdigste Art, einen Ölmeßstab zu formen. Doch ohne den verwegenen Knick wäre er nicht einzufädeln.
Dicke Dinger: üppige Versteifung im 235 Liter großen Kofferraum und ...
... wirkungsvoll große Bremsanlage hinter 18-Zoll-Rädern. Ist sie warm, steht der 350Z aus 100 km/h nach 37,1 Metern.
Ungleiche Brüder: Im Nissan unterscheiden sich linker und rechter Sitz. Der für den Fahrer ist enger und straffer, ...
... als das Gestühl auf der Beifahrerseite.
Mit 6,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 ist der Nissan der langsamste Testkandidat, ...
... mit 250 km/h Spitze liegt er auf Augenhöhe mit dem Audi TT.
Bei Gaseinsatz giftig, aber mit gutmütigem Fahrwerk: Ein ausbrechendes Nissan-Heck läßt sich auch ohne Schleuderschutzprogramm spielend leicht einfangen.
Der Audi TT 3.2 quattro muß sich dem Nissan nur knapp geschlagen geben und landet auf Platz zwei.
Fast schon ein Veteran: Seit 1998 fegt die rasende Stromlinie TT über die Straßen.
Befeuert von 250 PS aus dem 3.2 Liter großen Sechszylinder schafft es der Audi in glatten sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Bei 250 km/h ist Schluß.
Sportsitze im Audi: starke Führung im Flächenbereich, wenig Halt für die Schultern.
Für Technik-Freunde: Das Audi-Cockpit mit reichlich edel schimmernden Deko-Elementen um Lüftungsdüsen, Pedalerie und ...
... die Instrumente im Cockpit.
Das perfekt schaltende DSG mit den Paddels hinterm Lenkrad ist Geschmacksache. Für manche braucht ein Sportler einfach Handschaltung und ein Kupplungspedal.
Unter dem charakteristischen Heck ...
... zeigt der TT Ungewöhnliches für einen Sportwagen: den Anflug von Variabilität durch die geteilt umklappbare Rücksitzlehne. In normaler Lehnenstellung passen nur 220 Liter ins Gepäckabteil.
Standfest: Nach 36,1 Metern steht der Audi mit warmen Bremsen aus Tempo 100.
In Sachen Anschaffungskosten im Test-Mittelfeld: Inklusive DSG steht der TT 3.2 quattro für glatte 42.000 Euro in der Audi-Preisliste.
Wer nicht so auf den Euro schauen muß, findet im Porsche Cayman S den wahren Testsieger. 58.529 Euro Einstiegspreis verhindern hier aber eine bessere Plazierung.
Der Cayman läßt sich in 5,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100 bewegen und ...
... knackt mit Tempo 275 Spitze als einziger Testkandidat die 250-km/h-Marke.
Der Arbeitsplatz im Cayman: Dreispeichen-Lenkrad, verschachtelte Armaturen und ...
... die herrlich anzuschauende Uhr des Sport-Chrono-Pakets (742 Euro).
Porsches Position: Der Drehzahlmesser muß in der Mitte der Anzeigen thronen und ...
... ein Heckspoiler auch Sinn ergeben. Hier bedeutet das: bis zu 14 Kilogramm Druck aufs Heck.
Wenig Wonne: Statt eines freien Blicks aufs Triebwerk ...
... gibt es im Cayman-Kofferraum (260 Liter) nur eine Wartungsklappe zu sehen.
Im Heck des jüngsten Porsche arbeitet ein 3,4 Liter großer Sechszylinder-Boxer mit 295 PS und 340 Nm Drehmoment.
Der Cayman bietet seinen Passagieren sehr leicht wirkende Sitze mit optionaler elektrischer Wangenanpassung.
Bissige Bremsen: auffällig lackierte Sättel mit auffälliger Wirkung. Nach 34,8 Metern (warm) steht der Porsche aus 100 km/h.
Kiemenlehre: Auf der Beifahrerseite steckt hinter den Lüftungsschlitzen die Motorkühlung, auf der anderen Seite saugt das Aggregat Frischluft an.
Nur für kundige Hände: Wer auf feuchter Fahrbahn mit dem Cayman unterwegs ist, braucht viel Gefühl ...
... oder läßt das ESP einfach an.
Porsche fährt voraus: Zumindest bei den Fahrleistungen hängt der Cayman den TT und den 350Z lässig ab, aber ...
... Renn-Gene haben alle drei Kandidaten und ...
... zaubern damit ein Lachen aufs Gesicht. Persönliches Fazit von AUTO BILD-Redakteur Jan Horn: "Derart viel Fahrspaß hatte ich lange nicht."
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