Nissan gibt seine Tarife für den
Leaf bekannt. Kunden können das E-Auto in Portugal und Irland ab sofort bestellen, in Großbritannien ab September 2010. Dort ist eine Anzahlung von 300 Pfund fällig. Der Verkaufspreis...
... für den Leaf ist abhängig von der staatlichen Förderung für emissionsfreie Automobile und liegt inklusive der Prämien in Portugal bei 30.240 Euro, ...
... in Irland bei 29.995 Euro und in Großbritannien bei 23.990 Pfund (umgerechnet rund 28.800 Euro). Zum Vergleich: Der
Chevrolet Volt kostet in den USA 41.000 Dollar (31.500 Euro).
Als reines Elektrofahrzeug kommt die Schräghecklimousine ganz ohne Verbrennungsmotor aus. Mit seinem Lithium-Ionen-Batteriepaket kann der Leaf 160 Kilometer weit fahren. Zum Vorreiter völlig abgasfreier Mobilität soll er werden, wenn es nach Nissan geht.
Wie ein Blatt die Luft von CO2 reinigt, so soll der E-Nissan die Mobilität von Emissionen frei halten. Deshalb der Name. Im Kaufpreis enthalten ist immer auch die Lithium-Ionen-Batterie. Deutsche Kunden müssen sich noch gedulden: Hier kommt der
Leaf erst im Oktober 2011, der Kaufpreis ist offen.
Für 90 kW sind die Lithium-Ionen-Batterien des Nissan gut. Sein Elektromotor leistet 80 kW (109 PS) und entwickelt ein Drehmoment von 280 Newtonmetern. Damit hängt er gut am Gas.
Um den Kunden das Elektromobil schmackhaft zu machen, hat Nissan auch gleich noch ausgerechnet, wie günstig Leaf-Besitzer fahren können. Weil der Leaf zusätzlich seine Bremsenergie zurückgewinnt, schafft er es auf eine Reichweite von 160 Kilometern. Das dürfte laut Nissan den täglichen Anforderungen von mehr als 70 Prozent der Autofahrer genügen.
Unter Berücksichtigung der aktuellen Spritpreise belaufen sich die Kosten auf 100 Kilometer in Portugal auf weniger als 1,05 Euro, in Irland auf weniger als 1,20 Euro und in Großbritannien sind gerade einmal 1,29 Pfund pro 100 Kilometer zu zahlen.
Chassis und Fahrgastzelle sind völlige Neukonstruktionen, "um den Ansprüchen moderner Autofahrer an Komfort, Raumgefühl und Ladekapazität zu genügen".
Masato Inoue, Chefdesigner von Nissan, ist besonders stolz darauf, dem
Leaf ein eigenes Gesicht gegeben zu haben.
Eindeutig zu identifizieren und als Vertreter emissionsfreier Mobilität klar zu erkennen – das waren die Vorgaben für die Haut des Leaf.
Die aufrechte V-Form und große LED-Scheinwerfer charakterisieren die Front. Die Seitenlinie fließt zum schlanken Heck zusammen.
Die Frontscheinwerfer halten den Fahrtwind von den Außenspiegeln fern und reduzieren Windgeräusche.
Dazu verbrauchen sie nur zehn Prozent der Energie normaler Scheinwerfer. Der Leaf soll nur der Anfang einer ganzen Reihe zukünftiger Elektrofahrzeuge sein, die die Renault-Nissan-Allianz auf die Räder stellen will.
Das Nissan-Emblem sitzt mittig auf der Schnauze.
Dahinter verbirgt sich ...
... der Tankstutzen der Zukunft. Links für die Schnellladung mit Drehstrom.
Damit sind die Batterien in weniger als 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Wenn es in der Mittagspause mal schnell gehen muss.
Rechts für die Ladung mit normalem 220-Volt-Haushaltsstrom.
An die Steckdose angeschlossen, lädt der Leaf in acht Stunden komplett auf.
Genauso lange, wie sein Besitzer zum Regenerieren braucht, so die Japaner.
Drei Dioden unter der Frontscheibe zeigen den Ladezustand der Akkus an. Leer ...
... und acht Stunden später wieder voll.
Gefällig und elegant wirkt der Innenraum. Er soll fünf Erwachsenen Platz bieten.
Die Farbe Blau findet sich überall am und im Auto wieder.
Das Infotainment-System verbindet den Fahrer 24 Stunden lang mit einem globalen Datencenter.
Der Batteriezustand kann abgelesen werden, in der Nähe befindliche Ladestationen werden angezeigt.
Das System wird über eine Art Joystick bedient. Klimaanlage und Handy können auch dann benutzt werden, wenn der Leaf ausgeschaltet ist. Per Fernbedienung lässt sich die Aufladung der Batterien programmieren.
Die Lithium-Ionen-Batterien sind unter den Sitzen angeordnet.
So haben nicht nur die Passagiere ausreichend Platz im Nissan, sondern auch deren Koffer.
Was hier aussieht wie eine Mischung zwischen Zapfsäule und überdimensionalem Kühlschrank, ist die Schnellladestation von
Nissan für den
Leaf.
Die Mini-Kraftwerke ermöglichen das Aufladen der Leaf-Akkus zu 80 Prozent in nur 30 Minuten. Wird der Nippon-Stromer an die normale Steckdose gestöpselt, dauert der Ladevorgang acht Stunden. Die Sache hat allerdings einen Haken: Der Quick Charger kostet 1,47 Millionen Yen, umgerechnet rund 13.000 Euro.
Und hier kommt die Konkurrenz: 41.000 Dollar (rund 31.500 Euro) soll der
Chevrolet Volt auf dem US-Markt kosten. Den Preis hat General Motors am 27. Juli 2010 offiziell verkündet. Das US-Finanzamt zeigt sich allerdings von der grünen Seite und gewährt bis zu ...
... 7500 Dollar Steuergutschrift beim Kauf eines neuen Volt. Das wären dann 33.500 Dollar, also etwa 25.800 Euro. Deutsche Kunden müssen sich gedulden: Was das Opel-Schwestermodell ...
...
Ampera kosten wird, ist noch offen. Anders als sein Zwillingsbruder Chevrolet Volt hält der Ampera ab 2011 eine echt coole Nase den Wind, ...
... er wird aber genau so sparsam. Technisch basiert der Opel Ampera auf ...
... dem Chevrolet Volt. Mit 4,40 Meter Länge, 1,80 Meter Breite und 1,43 Meter Höhe entsprechen die Dimensionen in etwa den Abmessungen des 2007 vorgestellten Concept Cars.
Ohne Ecken und Kanten: Optimiert wurde beim Chevrolet Volt vor allem die Aerodynamik. Allzu harte Kanten aus der früheren Studie wurden entschärft.
Angetrieben wird der Volt von einem 150 PS starken Elektromotor, der es auf ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmeter bringt.
Zeitgemäß: Das Aggregat wird von einer Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt.
Volt ihr mal reingucken? So sieht das nackte Fahrgestell des Elektro-Chevy aus, auf dem später auch die Hülle des Opel Ampera steht.
Doppelherz: Zusätzlich zum 150 PS starken Elektromotor ist ein kleiner Verbrenner an Bord. Der treibt jedoch nicht die Achse an, sondern dient in Volt und Ampera ...
... als "Schrittmacher": Geht der Batterie die Puste aus, kommt Otto dazu und fungiert als Generator. Bei GM nennt sich das ganze "Range Extender", also Reichweiten-Verlängerer.
Vorteil: Der Ampera fährt immer elektrisch, muss aber nicht zum ständigen Aufladen an die Steckdose. Ein echter "Öko" ist er dadurch aber natürlich nicht mehr – läuft der Generator, wird Sprit verbrannt und auch CO2 produziert.
Die Lithium-Ionen-Batterien verteilen sich in T-Form über das Volt-Chassis. Das muss so sein, weil der Energie-Speicher immerhin stolze 180 Kilo auf die Waage bringt.
Dafür leisten die Zellen ganze 16 kWh – klingt wenig, ist aber in etwa so viel, als wenn man 230.000 kleine Mignon-Batterien (kennen wir aus der Fernbedienung) zusammenschließen würde.
Derart geladen, surrt der Volt bei voller Leistung in rund neun Sekunden auf Tempo 100.
Mit voller Aufladung soll der Öko-Chevy 60 Kilometer weit kommen. Bis zu 161 km/h Spitze sind drin.
Multitalent: Der Verbrennungsmotor unter der Haube kann auch mit E85 gefüttert werden.
Der Kofferraum unter dem kurz geratenen Stummel-Heck ist nicht wirklich riesig: Er fasst gerade mal 301 Liter Gepäck.
Im Cockpit wartet auf den Fahrer ein individuell konfigurierbares Display.
Alle wichtigen Bedienelemente sind über einen zentralen Touchscreen steuerbar.
Das Entertainment-System vereint Musik und Navigation.
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