So sieht Opels größtes elektronisches Versprechen aus, das auch auf der AMI 2009 stehen wird: Der Ampera soll ab 2011 zu kaufen sein.
Opel wandelt Volt in Ampera – der mit dem Chevrolet Volt baugleiche Ampera soll ab 2011 dem Elektroantrieb große Sprünge ermöglichen. Wolfgang König schaut sich den Ampera schon mal an.
Mit 4,40 Meter Länge ist der Ampera kürzer als der aktuelle Astra Caravan, unters flache Dach passen höchstens vier Passagiere.
Ampera heißt dieser Opel der Zukunft, aber bis auf ein paar Designänderungen gleicht er dem Volt von Chevrolet.
Große Displays ersetzen die Rundinstrumente und zeigen den Ladezustand der Batterie an.
Kein Auspuff! Der versteckt sich unter der Heckschürze, schließlich will der Ampera als Saubermann durchgehen.
Das Interieur wirkt noch am wenigsten futuristisch – Sitze, Lenkrad und Türverkleidung sehen im nächsten Astra kaum anders aus.
Der Ampera hat vier Einzelsitze und soll rund 250 Kilogramm mehr auf die Waage bringen als ein vergleichbares Auto ohne Voltec-Antrieb.
Einen cW-Wert von unter 0,26 verspricht Opel, wobei selbst die schicken Aluräder mithelfen: Plexiglaskappen beruhigen hier die Luftströmung.
Nach spätestens 60 Kilometern zieht der Ampera seine Energie aus Benzin – kein Vorteil, meint Autor Wolfgang König.
Anders als Hybridautos, die zwei Antriebsquellen besitzen, fährt der Ampera immer nur mit der Kraft seines 150 PS starken Elektromotors.
Ist die 16 kWh starke Batterie nach spätestens 60 Kilometern leer genudelt, springt der Verbrennungsmotor an und produziert den Strom an Bord.
Anfang 2011 soll der Ampera zu kaufen sein – eine sportlich gestylte Limousine mit großer Heckklappe, vier Einzelsitzen und futuristischem Cockpit.
Ladekabel statt Benzinschlauch: Zu Hause nuckelt der Ampera am Strom, was aber auch CO2 erzeugt – in den Kraftwerken.
Der Ampera-Kunde muss sich über die Lebensdauer der extrem kostspieligen Batterie angeblich keine Sorgen machen – Opel will zehn Jahre und 160.000 Kilometer garantieren.
Der Ampera war eine der Hauptattraktionen auf dem Genfer Salon 2009.
Bis zur Serienreife 2011 ist es zwar noch etwas hin, aber die Opel-Entwickler sind sich sicher: Der Ampera ist ein Strom-Stoß in die richtige Richtung.
Sieht nicht nur sportlich aus, sondern hat auch was unter der Haube: Der Elektromotor im Ampera leistet 111 kW, das entspricht 150 PS.
Na, geht doch: Mit einem Drehmoment von 370 Newtonmetern und neun Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 ist der Ampera alles andere als eine rollende Verzichtserklärung.
Der Innenraum des Elektro-Opel wirkt erstaunlich serienfertig: modern, aber nicht übertrieben. Aufgesetzten Designer-Schnickschnack sucht man vergebens.
Zwei Info-Bildschirme und Touchscreen-Bedienung beamen die Passagiere direkt in die Rüsselsheimer Zukunft. Der Materialmix macht einen hochwertigen Eindruck.
Der Ampera bietet Platz für vier und gut 300 Liter Stauvolumen im Heck – das ist nahezu Golf-Niveau. Möglich macht das ...
... die T-förmige Verteilung der großen Lithium-Akkus über weite Teile des Chassis.
Die E-Maschine treibt die Räder an. Nach 60 Kilometern sind die Akkus leer, dann kommt ein kleiner Verbrenner ins Spiel und lädt sie während der Fahrt.
Auf diese Weise schafft der Ampera bis zu 500 Kilometer Reichweite, ohne an die Steckdose zu müssen.
Nicht nur was fürs Auge: 17-Zöller und eine reichlich verspoilerte Front. Letztere trägt auch zur Verbesserung der Aerodynamik bei.
Über den Verbrauch des Generators gibt es zwar noch keine Angaben, die Energiebilanz kann sich aber sehen lassen. Fährt der Ampera im reinen Elektrobetrieb, ...
... dann verursacht er nur ein Fünftel der Kosten eines konventionellen Benziners. Und das ohne einen einzigen CO2-Huster.
Eine Opel-Neuerfindung ist der Ampera nicht – die Antriebstechnik stammt vom baugleichen Chevrolet Volt. Die Optik unterscheidet sich allerdings. Anders als der US-Konzernbruder ...
... Chevrolet Volt hält der Opel ab 2011 eine echt coole Nase in den Wind.
Und das ist der Öko-Ami: Mit 4,40 Meter Länge, 1,80 Meter Breite und 1,43 Meter Höhe entsprechen die Dimensionen in etwa den Abmessungen des 2007 vorgestellten Concept Cars – und denen des Opel Ampera. Ende 2010 soll die Produktion beginnen.
Ohne Ecken und Kanten: Optimiert wurde beim Chevrolet Volt vor allem die Aerodynamik. Allzu harte Kanten aus der früheren Studie wurden entschärft.
Angetrieben wird der Volt – genau wie der Ampera – vom selben 150 PS starken Elektromotor.
Zeitgemäß: Das Aggregat wird von einer 16 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt.
Volt Ihr mal reingucken? So sieht das nackte Fahrgestell des Elektro-Chevy aus, auf dem 2011 auch der Opel Ampera über deutsche Straßen surren wird.
Doppelherz: Zusätzlich zum 150 PS starken Elektromotor ist ein kleiner Verbrenner an Bord. Der treibt aber nicht die Achse an, sondern dient in Volt und Ampera ...
... als "Schrittmacher": Geht der Batterie die Puste aus, kommt Otto dazu und fungiert als Generator.
Vorteil: Der Volt fährt immer elektrisch, muss nicht zum ständigen Aufladen an die Steckdose. Ein echter "Öko" ist er dadurch aber natürlich nicht mehr – läuft der Generator, wird Sprit verbrannt und auch CO2 produziert.
Die Lithium-Ionen-Batterien verteilen sich in T-Form über das Volt-Chassis. Das muss so sein, weil der Energie-Speicher immerhin stolze 180 Kilo auf die Waage bringt.
Dafür leisten die Zellen aber in etwa so viel, als wenn man 230.000 kleine Mignon-Batterien (kennen wir aus der Fernbedienung) zusammenschließen würde.
Derart geladen, surrt der Volt bei voller Leistung in weniger als neun Sekunden auf Tempo 100.
Mit voller Aufladung soll der Öko-Chevy 65 Kilometer weit kommen, bis zu 161 km/h Spitze sind drin.
Multitalent: Der Verbrennungsmotor unter der Haube kann auch mit E85 gefüttert werden.
Der Kofferraum unter dem kurz geratenen Stummel-Heck ist nicht wirklich riesig: Er fasst gerade mal 301 Liter Gepäck.
Im Cockpit wartet auf den Fahrer ein individuell konfigurierbares Display.
Alle wichtigen Bedienelemente sind über einen zentralen Touchscreen steuerbar.
Das Entertainment-System vereint Musik und Navigation.
Die GM-Bosse – hier Markenchef Tony Posawatz – haben sich fröhlich mit dem Elektro-Hybriden ablichten lassen.
Auch er freut sich auf den Marktstart Ende 2010: GM-Vize-Präsident Bob Lutz.
Und auch der Mann mit dem Bleistift zeigt sich mit dem Volt: Design-Chef Bob Boniface.
Ebenfalls gut gelaunt: Chef-Ingenieur Andrew Farah.
Zum Vergleich: So sah Generation eins der Chevrolet-Studie aus.
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