Opel hat Probleme, Winterräder für den Insignia zu liefern. Der Grund: Das neue Flaggschiff aus Rüsselsheim verkauft sich deutlich besser als geplant. Insgesamt kamen seit der Markteinführung im November 2008 schon 156.000 Bestellungen zusammen.
Weltpremiere: Auf der British International Motor Show 2008 zeigte Opel erstmals den Insignia.
Er trat an als Nachfolger vom Vectra und Erbe des Omega.
Ein Insignia-Käufer muss heute mindestens 23.100 Euro anlegen; dafür erhält er die viertürige Mittelklasse-Limousine mit Ecotec-Benzinmotor.
Sie wird von einer 115 PS starke Maschine mit 1,6 Liter Hubraum angetrieben. Vier weitere Benziner bis zum Sechszylinder mit 260 PS stehen zur Verfügung.
Zur Standardausstattung gehören stets Klimaanlage, ESP, Traktionskontrolle, CD-Radio und elektrisch verstellbarer Fahrersitz.
Wer lieber Diesel fährt, bekommt für 24.700 Euro den kleinsten Selbstzünder. Der 2.0-CDTI-Motor leistet 110 PS. Es gibt zwei weitere Diesel, alle mit zwei Liter Hubraum. Der stärkste leistet 160 PS.
Sämtliche Aggregate erfüllen die Euro-5-Norm und sind grundsätzlich mit einem Sechsgang-Getriebe gekoppelt.
Als Option steht das von Opel entwickelte "Opel Eye" zur Verfügung. Das magische Auge liest selbsttätig Verkehrszeichen und warnt den Fahrer, sollte der Insignia einmal vom rechten Weg abkommen.
Ebenfalls an Bord: Die als besonders rückenfreundlich ausgezeichneten ergonomischen Sportsitze und die Scheibenwaschwasser-Heizung "Hot Shot".
Der Insignia besitzt zudem das völlig neu konstruierte FlexRide-Fahrwerk und war von Beginn an mit Front- und dem Allradsystem Adaptive 4X4 erhältlich.
Neben der Basisversion Selection werden die Ausstattungsvarianten Edition, Sport sowie die Topversion Cosmo angeboten, die alle serienmäßig über ein Navigationssystem verfügen und sich über sogenannte "Premiumpakete" weiter aufwerten lassen.
Für den Insignia Edition kostet das "Premium-Paket 1" mit ergonomischen Sportsitzen und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen 875 Euro.
Der neue Insignia enterte Ende 2008 die deutschen Showrooms und entwickelte sich schnell zu einem Verkaufsschlager.
Opel suchte bei der Entwicklung den Erfolg mit einer aufregenden Linienführung, die den Vorgänger Vectra wie einen automobilen Alien aussehen lässt. Die einst typischen Ecken und Kanten sind verschwunden.
Unruhiger als die fließende Front ist das Heck. Die Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel und die Rückleuchten erinnern ein wenig an das polarisierende BMW-Design des Chris Bangle.
Die Dachlinie des neuen Opel fällt sanft nach hinten ab, damit ähnelt die Stufenheck-Limousine einem Coupé. Unter dem schmalen Fensterband haben die Opel-Designer ein "Swoosh" an die Türen geprägt. Es erinnert an das Markenemblem des Sportartikelgiganten Nike.
Zwischen den geschlitzten Scheinwerfern sitzt ein breiter Grill mit großem Opel-Emblem, Chromspange und drei Querlamellen. Der Insignia hat Gesicht.
Ein modischer und mutiger Entwurf. Er ist länger, höher und auch rund zwei Zentner schwerer als der Vectra. Bei 2,74 Meter Radstand und 4,83 Meter Länge kehrt er zurück zu alter Rekord-Größe.
Er erreicht damit sogar die Länge des ersten Senator von 1978. Kein Zufall: Die neue Opel-Limousine beerbte nicht nur den Vectra beerben, sondern schloss auch die Lücke, die der Omega hinterließ.
Die neu konstruierte Hinterachse mit zusätzlichen Längslenkern soll Abrollgeräusche minimieren und ist damit ein Wink in Richtung Premiumsegment. Gleiches gilt für das weiterentwickelte IDS+, das sich nun FlexRide nennt.
Zum modischen Auftritt des Insignia kommt viel konstruktives Know-how, das ein ausgereiftes und fahraktives Modell schuf.
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