Der anhaltende SUV-Boom geht an Opel bisher nahezu komplett vorbei. Mit dem neuen
Mokka wollen die Rüsselsheimer das ändern, aber es wartet starke Konkurrenz wie
Mini Countryman oder
Skoda Yeti.
Zum ersten Vergleich stand der Opel mit 1,4-Liter-Benziner und 140 PS zur Verfügung, dazu passen der Yeti mit 1,4-Liter-TSI und der Mini mit 1,6-Liter, beide mit 122 PS.
Opel hat den Mokka knuffig gezeichnet, freundlich und sympathisch. Er wirkt übrigens auf der Straße bulliger und stämmiger als vielleicht auf den Fotos.
Auch die Inneneinrichtung ist adrett gemacht. Die Instrumente sind klar ablesbar, ...
... nicht so toll finden wir die Sammlung vieler kleiner Tasten auf der Mittelkonsole. Kein spezielles Problem des Mokka, sondern aller aktuellen Opel.
Vorn sitzt es sich auf straffen Sitzen mit viel Seitenhalt bequem, ...
... im Fond ist das Platzangebot ordentlich, die Sitzposition angenehm aufrecht, die Sitzauflage allerdings recht kurz. Knapp wird der Raum für Menschen ab etwa 1,90 Meter – vielleicht sollten sie längere Strecken meiden.
Keine größere Mühe hat sich Opel beim Thema Variabilität gegeben: Rückbank- und Lehne sind geteilt umlegbar, vergrößern den Kofferraum von 356 auf 1372 Liter, das war’s. Schade, das ist ein bisschen wenig für ein nagelneues Auto.
Mini und vor allem Skoda haben sich deutlich mehr einfallen lassen. Der immer wieder überraschend geräumige, luftige Yeti besitzt im Fond drei Einzelsitze, ...
... die man nach vorn klappen, kippen und relativ einfach ausbauen kann. Die äußeren Sitze sind längs verschiebbar und nach innen versetzbar, die Lehnenneigung ist verstellbar.
In Sachen Fassungsvermögen hat der Yeti bei jeder Sitzkonfiguration die Nase vorn: Das Gepäckabteil schluckt zwischen 405 und 1760 Liter.
Klar und sachlich: Der Skoda hat ein schnörkelloses und sauber verarbeitetes Cockpit.
Auch der Countryman bietet in seiner bauchigen Karosserie erstaunlich viel Platz und ein angenehmes Raumgefühl, ...
... bei ihm gibt es für den Fond ohne Aufpreis die Wahl zwischen einer normalen Sitzbank oder zwei Einzelsitzen. Wir empfehlen die – etwas zierlichen – Einzelsitze. Gemütlich, längs verschiebbar und mit neigungsverstellbarer, klappbarer Lehne.
Beim Kofferraumvolumen kommt der Mini als Erster an seine Grenzen: Hinter die Heckklappe passen zwischen 350 und 1170 Liter.
Typisch Mini: verspieltes Design und ein Tacho in Bratpfannengröße am Arbeitsplatz.
Kommen wir zu den Antrieben: Der 1,4 Liter große Turbo im Opel Mokka bleibt erst mal leise, klingt bei höheren Drehzahlen aber rau ...
... und wird dann auch lauter. Er müht sich nach Kräften, wirkt aber stets angestrengt.
Für Europa wurde der in Korea gebaute Mokka natürlich speziell abgestimmt. Er fährt sich handlich, ...
... federt ordentlich, nimmt Querfugen allerdings poltrig. Die elektrische Servolenkung könnte präziser ansprechen und vor allem mehr Gefühl vermitteln.
Skoda und Mini schlagen eine andere Gangart an, beide fahren sich agiler und präziser. Angenehmer ist das im leichtfüßigen, straff federnden Skoda, ...
... denn der Mini erkauft seine lässige Kurvenfreude mit einer ausgesprochen rumpeligen Federung, ...
... auch ihre beiden 122-PS-Maschinen reißen naturgemäß keine Pflastersteine aus der Straße. Der 1,6-Liter im Mini wirkt vergleichsweise zäh und müde.
Den besten Eindruck hinterlässt noch der Yeti mit seinem leisen und kultivierten TSI. Es gibt da keine offenen Fragen: In allen drei Fällen empfehlen wir die durchzugsstärkeren Diesel.
Platz drei mit dreieinhalb von fünf Sternen: Das gelungene Design und die richtige Größe sprechen für den Mokka, ...
... er hat ein ordentliches Patzangebot, aber keine weitergehende Variabilität.
Platz zwei mit vier von fünf Sternen: Auffälliges Design, straffes Fahrwerk, stolze Preise – der Countryman ...
... ist ein echter Mini. Dabei durchaus geräumig und variabel.
Platz eins mit viereinhalb von fünf Sternen: Ausgesprochen geräumig, sehr variabel, mit praktischer Einrichtung ...
... und agilem Fahrverhalten fährt der Yeti souverän an die Spitze.
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