Er ist wieder vorn, ergibt die AUTO BILD-Wertung: Mit dem neuen Zafira verweist Opel den Touran wieder auf den zweiten Platz in der Kompaktvan-Klasse.
Wieso gibt es kein Schiebedach mehr? Das Panorama-Dach (1200 Euro) mit Elektrojalousie ist zwar unbestreitbar schick – aber es läßt sich nicht öffnen.
Mit mindestens 26.095 Euro liegt der Zafira preislich etwas über den beiden Mitstreitern. Allerdings hat er auch mehr Komfort an Bord: Er rollt grundsätzlich mit Temporegler, Radio-Fernbedienung, Klimaanlage und ...
... dritter Sitzreihe vom Band. Trotz der sieben Sitze ...
... bleibt zudem noch Platz für ein vollwertiges Reserverad (16 Zoll, Stahl, 50 Euro Aufpreis). Das haben die Konkurrenten nicht: VW-Fahrer müssen sich mit Flüssig-Flickmitteln, Honda-Besitzer mit einem Notrad begnügen.
Auf Knopfdruck durchtrainiert: Im "Sport"-Modus poltert der Zafira hart über Schlaglöcher und Querfugen. So straff muß das IDSplus-Fahrwerk aber gar nicht sein: Schon in der Normalstellung geht der Van äußerst agil durch die Kurven.
Vorbildlich: Der CDTI (150 PS, 320 Nm) ist sparsamer, leiser und auch noch sauberer als die Motoren der Konkurrenten. Während ein Partikelfilter für den Honda gar nicht und für den VW erst zum Jahresende gegen Aufpreis erhältlich ist, ...
... hat der Zafira so eine Rußbremse serienmäßig an Bord.
4,46 Meter lang, 1,80 breit, 1,67 hoch – die zweite Generation ist deutlich größer als die erste und überragt auch die Konkurrenten um ein gutes Stück. Mit 1705 Kilo bringt der Rüsselsheimer zudem einige Pfund mehr auf die Waage. Trotzdem ...
... hängt er beim Spurt von null auf 130 km/h den Honda knapp, den VW deutlich ab.
Leuchtendes Vorbild: Gegen Aufpreis ...
... liefert Opel sogar Xenonlicht mit Kurvenfunktion. Weniger Freude ...
... bereitet aber dieses kleine Accessoire. Das Wechseln der Glühbirnen ...
... ist umständlich und funktioniert vorn nur mit abenteuerlichen Verrenkungen – das Innenleben der Leuchte ist nur durch eine Abdeckung im Radhaus zu erreichen. Hinten ...
... funktioniert die Operation wesentlich besser. Allerdings muß die riesige Leuchte komplett abgebaut werden.
Die elektrohydraulische Lenkung überzeugt im Alltag mit direkten Reaktionen und schnellem Ansprechverhalten. Nur bei abrupten Ausweichmanövern verhärtet sie kurz.
Schnell, schneller, Zafira: Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 202 km/h ist der Rüsselsheimer der Schnellste des Trios. Allerdings nur knapp: Der VW schafft 200, der Honda 190 km/h.
Als einziger in dieser Klasse hat der Opel ein adaptives Bremslicht. Heißt: Bei Vollbremsungen (im ABS-Regelbereich) flackern die drei Bremsleuchten blitzartig, was die Aufmerksamkeit der Nachfolgenden erhöhen soll.
Deutsche Qualitätsarbeit: Beim Zafira II trifft dies definitiv zu. Die Materialien sind hochwertig und gut verarbeitet.
Kuschelecke: In der dritten Reihe müssen sich Erwachsene ziemlich zusammenkrumpeln, um alles unterzubringen. Bei den Konkurrenten ist das Platzangebot aber auch nicht besser – im Gegenteil.
Mit 140 bis 1820 Liter Ladevolumen ist der Kofferraum zwar recht geräumig, jedoch können die Mittelsitze nicht komplett ausgebaut werden. Die Maximallänge ist deshalb auf 1,74 Meter beschränkt (Touran 1,80 Meter).
Klappe zu, Affe tot? Hoffentlich nicht. Außer Tieren läßt sich aber in den Deckenfächern fast alles an Kleinkram unterbringen.
Er war die Nummer eins: Allein im ersten Halbjahr 2005 wurden mehr als 42.000 Touran verkauft; vom (alten) Zafira waren es kaum halb so viele.
Ein stimmiges Konzept: Im Touran fühlt man sich einfach wohl. Der Fahrkomfort ist ordentlich, und das äußerst forsche ESP kümmert sich erfolgreich um ausreichende Sicherheit.
Der 140-PS-TDI kommt bei seiner Arbeit kräftig ins Schnaufen. Lautstark stampft der Zweiliter vor sich hin – und kann ...
... doch nicht ganz mit den Kollegen mithalten. Ob auf Tempo 50, 100 oder 130: Der Touran fährt immer ein paar Zehntel hinterher. Bei den Zwischenspurts ist er aber gleichauf.
Wer es besonders hell möchte, muß draufzahlen: Bi-Xenon kostet 1045 Euro Aufpreis. Auch einige (viele) Extras im Innenraum ...
... müssen zum Teil teuer bezahlt werden. Zum Beispiel das Multifunktions-Lederlenkrad (260 Euro) oder ...
... die Klimaautomatik mit doppelter Temperaturregelung (1400 Euro, über dem Bildschirm). Ein Navigationssystem gibt's ab 995 Euro.
Sitzt, paßt, wackelt nicht, hat Luft: Sitzkomfort und Seitenhalt sind gut.
Alle für einen, einer für alle: Die Sitze lassen sich alle einzeln verschieben und auch ausbauen. Die üppigen Kopfstützen sind zwar bequem, rauben aber dem Fahrer die Sicht nach hinten.
Knapp bemessen: Bei eingebauter dritter Reihe (650 Euro Aufpreis) schluckt der Touran nur 121 Liter. Dafür ...
... eignet er sich aber mit einem maximalen Ladevolumen von 1913 Litern und einer Zuladung von 595 Kílo hervorragend für große Transporte.
25.775 Euro kostet der siebensitzige Wolfsburger. Ausstattungsbereinigt liegt er preislich aber über dem Opel.
Macht sechs glücklich? Nicht wirklich: Das Honda'sche 3+3-Sitzkonzept ist zwar originell, im Alltag aber umpraktisch. Sowohl in der hinteren ...
... als auch in der vorderen Reihe sitzt der Mittelmann (oder die Mittelfrau) eingequetscht zwischen den beiden äußeren Mitfahrern.
Wie Sardinen in der Dose: Die Schultern stoßen aneinander, von außen drücken die Türen.
Hier zahlt sich das Sechser-Konzept aus: Minimal verfügt der FR-V über 439 Liter Kofferraumvolumen, das ist dreimal soviel wie im Zafira. Bei umgelegter zweiter Reihe ...
... schluckt er anständige 1600 Liter.
Am Cockpit gibt es nichts auszusetzen. Recht praktisch ...
... ist der hochsitzende, gut greifbare Schalthebel.
Und die Fahreigenschaften? In diesem Kapitel kann der FR-V richtig Eindruck machen. Vor allem ...
... der Common-Rail-Diesel des Honda ist einfach eine Wucht. Er liefert die besten Leistungen, dreht fein hoch und bleibt dabei aber immer hübsch leise.
Und ab dafür: Der Sechsitzer schafft den Spurt von null auf 100 in 10,2 Sekunden. Schnelle Ausweichmanöver ...
... oder rasante Kurvenfahrten überwacht der elektronische Helfer ESP souverän. Allerdings neigt sich die Karosserie stärker zur Seite als beim Opel oder VW.
Unangenehm schwülstig: Die Schweißnaht ist deutlich sichtbar und auch noch schlampig ausgeführt.
Schräg: Der Wischer parkt im Sichtfeld.
Der Honda muß sich hinten einreihen: Vor allem das Sitzkonzept kostet ihn wichtige Punkte. Diesen Rückstand kann er auch mit seinem vergleichsweise günstigen Einstiegspreis (24.350 Euro) nicht mehr wettmachen.
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