Peugeot beschenkt sich zum 200. Geburtstag selbst: mit einer Studie so scharf wie Chilli! Der SR1 ist aber nicht nur ein schickes Designerstück, er trägt auch das neue Gesicht der Marke zur Schau.
Schluss mit dem großen Kühlergrill, Schluss mit dem ewig gleichen Zahnpasta-Grinsen, das alle Serienautos vom
207 bis zum
5008 verunstaltet.
Wie
Peugeot morgen aussehen will, zeigt die Studie SR1, die nun offiziell in Paris enthüllt wurde. Den dreisitzigen Roadster nennt Jean-Pierre Ploué vollmundig "unser ästhetisches Manifest."
Auf imposanten 4,83 Meter Länge schuf Peugeots Designchef eine Kreuzung aus Yacht und Batmobil.
In der betont breiten Motorhaube verschwinden die Scheinwerfer beinahe, ...
... die Flanken tragen markante Einkerbungen und die Heckleuchten symbolisieren mit vorstehenden Glasstreben "die Krallen eines Löwen", wie Ploué verrät.
Zum großen Jubiläum also die große Geste. "Wir haben bewusst etwas überzeichnet, das muss eine Studie tun", so der oberste Formengeber. Allerdings wirkt es manchmal, als hätte sein Team einen Gran Tourisme nur deshalb gewählt, ...
... um auf diesem ausladenden Riesenschiff möglichst viele Designmerkmale unterzubringen. Immerhin: Künftige Serienautos sollen weit zurückhaltender ausfallen.
Zumindest ist der SR1 ein
Peugeot wie keiner zuvor. Und wohl auch keiner danach, denn der Roadster nutzt keine vorhandene Serienplattform.
Unter der Haube, die sich nicht öffnen ließ, soll der Hybrid-Antrieb stecken, der ab 2011 im
3008 angeboten wird.
Die Kombination eines vorne eingebauten 218 PS starken 1,6 Liter-Turbobenziners mit einem 95 PS starken E-Motor an der Hinterachse soll 313 PS leisten.
Das Technik-Konzept besitzt zwei Vorteile: Erstens wird der SR1 zum Allrad-Auto, zweitens kann er mit dem kräftigen Elektroantrieb auch rein elektrisch fahren.
Wie weit, sagt
Peugeot nicht, denn zur Batteriekapazität gibt es keine Angaben. Im gemischten Betrieb soll die Studie 4,9 Liter verbrauchen und 119 Gramm CO2 ausstoßen – ein Wert, die sie wohl nie beweisen muss.
Im Innenraum halten sich die Überraschungen in Grenzen, sieht man vom einzelnen Rücksitz ab, der hinten in der Mitte positioniert ist.
Den Mix aus Leder und satiniertem Metall kennen wir schon aus Studien, ebenso den Gag einer abnehmbaren Borduhr oder die großen Monitor-Displays.
Lenken wir also den Blick schließlich auf Peugeots neues Markengesicht, das der SR1 in Paris vorführt.
Der grinsende Grill schrumpft auf ein kleines, fast senkrecht stehendes Löwenmäulchen, ...
... darüber thront das Markentier auf einem Blechlatz in neuer Gestaltung.
Die Raubkatze schwingt die Tatzen nun deutlich kräftiger, sogar im Firmenlogo treten künftig Muskeln hervor. Nicht das schlechteste Symbol für einen 200. Geburtstag.
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