Stampfend und knirschend schiebt sich der Kässbohrer Pistenbully 600 durch die Nacht.
Hansjörg Lederer zieht lässig mit seiner acht Tonnen schweren Pistenraupe über die Skipisten durch das Tiroler Alpbachtal, ...
... damit Skifahrer und Snowboarder am nächsten Morgen eine perfekte Strecke vorfinden. "An die Dunkelheit kann man sich gewöhnen, dafür haben wir unsere Scheinwerferbatterie auf dem Dach. Bei Nebel wird es aber übel, das gleicht einem Blindflug."
Vor fünf Jahren wäre er in dichter Suppe beinahe abgerutscht. Zum Glück fand er in der Hektik des letzten Moments noch den Rückwärtsgang. Mit seinen Händen ...
... hält der 46-Jährige den Steuerknüppel mit den vielen Tasten und Rädchen fest in der Hand, variiert ständig die Höhe und Neigung der Fräsen, damit die Strecke nicht zu stark abgehobelt wird.
Ein Blick auf den großen Monitor zeigt ihm weitere Daten zu Schaufel und Fräsen an.
Vorn schiebt die Schaufel die aufgetürmten Schneehügel weg, die Ketten zermahlen die dicken Brocken, ...
... hinten frisst die Fräse alles klein und verdichtet den Schnee zugleich.
Die Fahrt gleicht einem Zickzack-Kurs, gesteuert über das Lenkrad, das die Geschwindigkeit ...
... der Ketten links und rechts regelt. Der 12,8-Liter-Sechszylinder-Diesel brummt monoton vor sich hin, die scharfen Ketten rasseln und knirschen im Schnee, die Hydraulik von Schaufel und Fräse summt hochfrequent.
Die 350.000 Euro teure Raupe ist zwar kein Renner, erreicht aber trotz acht Tonnen Gewicht ...
... bis zu 23 km/h. Das mächtige Mercedes-Triebwerk OM 460 mit rund 400 PS genehmigt sich bis zu 32 Liter – pro Stunde.
Mit dem 220-Liter-Tank kommen die Fahrzeuge aber ohne Stopp die Nacht durch – getankt wird erst nach Schichtende, gegen Mitternacht.
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